Nachrichten aus dem Rathaus

Nr. 1127 / 31.10.2019

Bilanz der Aktion „Kippenschnipser“

Umweltschutz beherrscht derzeit die öffentliche Wahrnehmung. Ein
Thema ist der Plastikmüll, ein weiteres Thema: achtlos weggeworfene
Zigarettenkippen.

Bürgermeister Christian Vogel hatte den Außendienst der Stadt Nürnberg
(ADN) damit beauftragt, vom 22. Oktober bis zum 29. Oktober 2019 ein
besonderes Augenmerk auf das Wegschnipsen von Zigaretten zu legen,
dieses nicht zu tolerieren und sofort zu reagieren.

Insgesamt 128 Mal mussten die Mitarbeiter des Außendienstes in der
Aktionswoche einschreiten, die Kippenschnipser verwarnen und auf ihr
Fehlverhalten hinweisen. Mit einer einzigen Ausnahme waren alle
Betroffenen sofort einsichtig, hoben die gerade eben weggeworfene
Kippe wieder auf und entsorgten sie ordnungsgemäß in den von der Stadt
Nürnberg aufgestellten Papierkörben und Aschenbechern. Nicht nur die
achtlos weggeworfenen Kippen spielten bei der Aktion eine Rolle. Bei
ihren Kontrollen wurde auch zahlreiche Radler, E-Scooter-Fahrer und
Autofahrer verwarnt, die außerhalb der erlaubten Zeiten in die
Fußgängerzone einfuhren. Die Außendienstler gingen unerlaubten
Sondernutzungen nach, stellten Fahrradleichen zur Beseitigung fest und
leisteten vielen Bürgerinnen und Bürgern Hilfestellungen.

Mich haben dabei zwei Dinge besonders überrascht, sagt Christian Vogel:
„Zum einen das enorme öffentliche Interesse und Medieninteresse, zum
anderen, dass die Leute meist anstandslos und ohne Auseinandersetzung
mit den Vertretern der Stadt ihre Kippen wieder aufhoben und richtig
entsorgten. Das hätte ich so reibungslos nicht erwartet. Offensichtlich
haben unsere Mitarbeiter den richtigen Ton getroffen und die Einsicht
und das Unrechtsbewusstsein überwiegen.“

Bereits seit Längerem hat die Stadt neue Papierkörbe mit Aschenbechern
oder Bodenaschenbecher installiert. Diese werden mittlerweile gut
angenommen; es gibt eine leichte Tendenz zur Besserung. Als Nächstes
werden Ehrenamtliche der Gruppe „Zero Waste Nürnberg“ von Bluepingu
e.V. Mitte November im Stadtgebiet unterwegs sein und die
Raucherinnen und Raucher über das Problem und die Gefahren der
Kippen aufklären und Lösungsansätze aufzeigen. Ein gemeinsames
Schreiben der vier Oberbürgermeister der Städte Erlangen, Fürth,
Nürnberg und Schwabach an den Bayerischen Umweltminister wird
nächste Woche verschickt. Gemeinsam fordern die vier Stadtoberhäupter,
den Bayerischen Bußgeldkatalog „Umweltschutz“ hinsichtlich seiner
Tatbestände und vor allem der Bußgeldhöhen anzupassen. Höhere
Bußgelder sollen möglich sein. Auch eine Wiederholung der Aktion des
ADN kann sich Bürgermeister Vogel gut vorstellen. tom

Stadt Nürnberg

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