Nachrichten aus dem Rathaus

Nr. 209 / 26.02.2020

Expertengespräch über Zwangsarbeit

Christine Burmann, stellvertretende Frauenbeauftragte der Stadt Nürnberg, und Maik Pflaum, Politikwissenschaftler der Christlichen Initiative Romero, diskutieren, wie viele Menschen weltweit unter menschenunwürdigen Bedingungen arbeiten und wie diese Situation verändert werden kann. Das Expertengespräch „Zwangsarbeit und menschenunwürdige Arbeit“ beginnt am Mittwoch, 4. März 2020, um 18.30 Uhr im Dokumentationszentrum Reichsparteitagsgelände, Bayernstraße 110. Es moderiert Prof. Dr. Michael Krennerich vom Lehrstuhl für Menschenrechte und Menschenrechtspolitik der FriedrichAlexander-Universität Erlangen-Nürnberg.
 
Mehr als 27 Millionen Menschen leben heute weltweit unter sklavereiähnlichen Bedingungen. Sie sind in den Fängen von Menschenhändlern und haben keine Aussicht, ihrem Schicksal zu entfliehen. Menschen, die in wohlhabenden Industriestaaten leben, profitieren von der Arbeit derer, die unter Zwang Waren für den Alltag produzieren. Wie sieht Zwangsarbeit heute aus? Welche rechtliche Absicherung besteht für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in Deutschland oder im europäischen Ausland? Was lässt sich gegen menschenunwürdige Arbeitsbedingungen unternehmen? Christine Burmann und Maik Pflaum berichten aus der Praxis von menschenunwürdigen Arbeitsverhältnissen und von den Möglichkeiten der Änderung der Arbeits- und Produktionsbedingungen wie auch des Konsumverhaltens. Ein Beispiel ist die Initiative Fair Toys der Stadt Nürnberg.
 
Das Expertengespräch ist die letzte Sonderveranstaltung des Begleitprogramms zur Ausstellung „Das Reichsparteitagsgelände im Krieg. Gefangenschaft, Massenmord und Zwangsarbeit“, die am 8. März 2020 endet.
 
Der Eintritt ist frei. Aufgrund der begrenzten Sitzplätze wird eine Anmeldung per E-Mail an dokumentationszentrum@stadt.nuernberg.de empfohlen.    let  

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