Nachrichten aus dem Rathaus

Nr. 444 / 29.04.2020

Kultur vor dem Fenster geht an den Start

Auch in Nürnberg gibt es nun nach Fürth und Landshut das Künstlerportal „Kultur-vor-dem-Fenster“, begleitet vom Amt für Kultur und Freizeit und unterstützt vom Fonds des Kulturreferats der Stadt Nürnberg. Interessierte Einzelpersonen, Hausgemeinschaften oder Eigentümer von Wohnanlagen können über
www.kultur-vor-dem-fenster.de künstlerische Darbietungen buchen.
 
Die neu geschaffene Website geht auf die Initiative des Fürther Künstlers Marc Vogel mit Hilfe von Katja Lachmann und Uwe Groschupp von cubex GbR zurück und soll freischaffenden Künstlerinnen und Künstlern, deren Verdienstausfall derzeit bis zu 100 Prozent beträgt, zu bezahlten Auftritten verhelfen und damit die Kultur vor Ort unterstützen: im Hinterhof, auf der Grünflache vor dem Haus – auf jeden Fall auf privatem Grund, so dass die Gäste für die Darbietung ihre Wohnung nicht verlassen müssen. Die einzuhaltenden Vorgaben sind mit dem Nürnberger Ordnungsamt abgesprochen, sie sind online abrufbar unter 
https://www.kultur-vor-dem-fenster.de/nuernberg/spielregeln_nuernberg/.
 
Gleichzeitig soll die alternative Kulturveranstaltung Abwechslung in den Alltag bringen und den Menschen Lebensfreude vor die eigene Wohnung. Den Kunstschaffenden ist bewusst, dass Einzelpersonen, Hausgemeinschaften oder soziale Einrichtungen meist nicht so viel zahlen können wie größere Auftraggeber. Deshalb verhandelt jeder Künstler die Gage direkt mit dem jeweiligen Auftraggeber. Dabei ist es ein Anliegen der Nürnberger Kulturläden, die künstlerischen Darbietungen besonders für Stadtteile und Wohneinheiten, die sich ein solches Angebot sonst nicht leisten könnten, auf die Beine zu stellen. Dafür sprechen die Kulturläden die Eigentümer jeweils direkt an und sorgen organisatorisch wie finanziell für die Umsetzung der Kultur vor Ort.

Für soziale Einrichtungen gibt es darüber hinaus den so genannten Fonds „Kultur.Sozial“, über den Auftritte beispielsweise vor Alten- und Pflegeheime, Behinderteneinrichtungen, Kinderheime oder Krankenhäuser finanziert werden können. Man kann sich solidarisch zeigen, indem man einen Künstler bucht, der Familie und Nachbarschaft ein wenig Abwechslung verschafft, oder einfach in den Fonds „Kultur.Sozial“ spendet.  
 
Die ersten Konzerte sind bereits mit Partnern wie dem Seniorennetzwerk und der wbg Nürnberg GmbH in Planung und werden in der kommenden Zeit in den Hinterhöfen Nürnbergs stattfinden.   maj

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