Nachrichten aus dem Rathaus

Nr. 500 / 11.05.2020

Geschichte am Telefon: Die Nürnberger Prozesse

Das Memorium Nürnberger Prozesse bietet zwei Telefonsprechstunden an, in denen ein Experte des Kunst- und Kulturpädagogischen Zentrums der Museen in Nürnberg etwa zehn Minuten ein ausgewähltes Thema vorstellt und anschließend für Fragen zur Verfügung steht. Die erste Sprechstunde „Von Nürnberg bis in die Gegenwart“ gibt es am Dienstag, 19. Mai 2020, von 16 bis 17 Uhr, „Angeklagte und Anklagepunkte“ folgt am Mittwoch, 27. Mai, von 16 bis 17 Uhr. Interessierte erreichen das Memorium unter Telefon 09 11 / 2 31-2 86 12. Das Angebot selbst ist kostenlos, es fallen nur eigene Telefongebühren an.
 
Durch die Corona-Pandemie war auch das Memorium Nürnberger Prozesse, das am historischen Ort über die Gerichtsverfahren 1945 bis 1949 gegen führende Vertreter des nationalsozialistischen Regimes informiert, geschlossen. Zwar ist der Besuch der Museen der Stadt Nürnberg ab Dienstag, 19. Mai, wieder erlaubt, doch dürfen vorerst noch keine Führungen stattfinden. Dadurch entfällt auch das persönliche Gespräch zwischen den Museumspädagogen und dem Publikum, die Möglichkeit für Nachfragen und detailliertere Erläuterungen bestimmter Sachverhalte fehlt. Hier soll die Telefonsprechstunde Abhilfe schaffen und vertiefte Schlaglichter auf die Nürnberger Prozesse werfen.
 
Der Kurzvortrag „Von Nürnberg bis in die Gegenwart“ erklärt, welche Bedeutung die sogenannten Nachfolgeprozesse hatten, welche Entwicklung zu internationalen Gerichtshöfen führte und was die „Nürnberger Prinzipien“ sind. Der Kurzvortrag „Angeklagte und Anklagepunkte“ stellt die Hauptkriegsverbrecher vor, die in Nürnberg auf der Anklagebank saßen, erläutert, welche Verbrechen ihnen zur Last gelegt wurden und mit einem Blick auf exemplarische Fälle wie die jeweiligen Urteile erklärbar sind.

Weitere Themen und Termine sind in Planung.    alf

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