Nachrichten aus dem Rathaus

Nr. 544 / 22.05.2020

Filmhaus Nürnberg eröffnet virtuellen Kinosaal „kino 3“

Das Filmhaus Nürnberg eröffnet mit „kino 3“ einen zusätzlichen Kinosaal – den Zeiten angepasst, mit einer virtuellen Leinwand. So möchte das Filmhaus ab Donnerstag, 28. Mai 2020, mit einem sorgfältig kuratierten Programm die Wartepause überbrücken bis die Kinosäle wieder öffnen können. Der Eingang zu „kino 3“ unter filmhaus.nuernberg.de steht Inhaberinnen und Inhabern von Filmhaus-Freunde-Karten offen. Die Karte kostet regulär 25 Euro, 13 Euro für Studierende und ist ab Kauf ein Jahr gültig. Sie ist bestellbar per E-Mail an filmhaus@stadt.nuernberg.de, nicht übertragbar und wird nicht automatisch verlängert.
 
Jede Woche werden in „kino 3“ zwei bis vier neue Filme angeboten, die die Filmgeschichte vom Stummfilm bis zum aktuellen Kino abbilden. Gleichzeitig finden bestehende Reihen und Programme des Filmhauses wie die Afrikanischen Kinowelten, das Fremdsprachenkino oder der Kurzfilm mit Matthias Egersdörfer dort ihren Platz.
 
Mit dem Programm der Eröffnungswoche möchte das Filmhaus einen Querschnitt abbilden: Der Film „Der Schatz“ schlägt die Brücke zu „La Gomera“ von Corneliu Porumboiu, einem der letzten Filmhaus-Neustarts vor dem Corona-Lockdown. Konrad Wolfs komplexer Film „Ich war Neunzehn“ erinnert an das Kriegsende und den Wiederaufbau, mit „Ich denke oft an Hawaii“ ehrt das Filmhaus die große Regisseurin und Kamerafrau Elfi Mikesch anlässlich ihres 80. Geburtstag am 31. Mai 2020.   
 
Natürlich kann das virtuelle Kino die Magie des Kinos als Ort der Begegnung nicht ersetzen, doch mit Videoeinführungen und Filmgesprächen, wie es der virtuelle Filmhaus-Filmclub schon seit vier Wochen praktiziert, wird ein umfangreiches Begleitprogramm angeboten, zum Beispiel andere Sprachfassungen, weitere Filme zu einer Filmreihe oder einem Festival, oder begleitende Paratexte. „kino 3“ wird somit kein bloßer „Lückenfüller“, sondern ein Ort der Ergänzungen und des möglichen Experimentierens.    jos

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