Nachrichten aus dem Rathaus

Nr. 979 / 02.10.2020

Fremdsprachige Lesungen bei „Literatur ohne Grenzen“

In der Reihe „Literatur ohne Grenzen“ liest am Donnerstag, 8. Oktober 2020, die Autorin Giulia Caminito auf Italienisch aus ihrem Roman „Un giorno verrà – Ein Tag wird kommen“. Die spanische Autorin Sara Mesa liest am Mittwoch, 21. Oktober, auf Spanisch aus ihrem Werk „Quasi – Cara de Pan“. Die Lesungen beginnen jeweils um 19.30 Uhr auf der Ebene L1 der Stadtbibliothek Zentrum am Gewerbemuseumsplatz 4. Karten gibt es nur an der Abendkasse, eine Reservierung unter stb-literatur-sprache@stadt.nuernberg.de ist erforderlich. Die Teilnehmerzahl ist pro Veranstaltung auf 20 Personen begrenzt. Der Eintritt kostet 8 Euro, ermäßigt 5 Euro, mit Nürnberg-Pass 4 Euro.

Giulia Caminitos Roman „Ein Tag wird kommen – Un giorno verrà“ spielt zu Beginn des 20. Jahrhunderts in Serra de Conti, einem Dorf in den Marken. Das Leben der Bäckerfamilie Ceresa besteht aus Entbehrung und Erniedrigung. Lupo und Nicola, zwei ungleiche Söhne Luigi Ceresas, stehen im Zentrum der Handlung: Der erstere ist stark und kräftig, der zweite schwächlich. Zwei Jungen, die nicht nur große historische Ereignisse überleben, die unaufhaltsam und unerwartet aufeinander folgen – die Rote Woche im Juni 1914, den Ersten Weltkrieg und die Spanische Grippe –, sondern auch eine Familie, die arm an Gefühlen und Zielen ist.

Giulia Caminito wurde 1988 in Rom geboren, wo sie politische Philosophie studierte. „Ein Tag wird kommen“ ist dem Andenken ihres Urgroßvaters Nicola Ugolini gewidmet, einem in den Marken bekannten Anarchisten, dessen Spuren sich nach dem Ersten Weltkrieg in Deutschland verlieren. Die Lesung findet auf Italienisch und Deutsch statt, für die Übersetzung sorgt Giulia Rizzato.

Sara Mesas Roman „Quasi – Cara de pan“ beginnt im Spätsommer, in einem Park. Quasi ist „quasi vierzehn“ und schwänzt nicht zum ersten Mal die Schule. Der Alte ist freundlich, schüchtern fast, gar nicht wie die anderen Männer, denen sie schon begegnet ist. Der kurze Roman berichtet von zwei Außenseitern – und nähert sich langsam dem Tabu einer Beziehung, an der alles verdächtig, ja fast unerträglich erscheint. „Quasi“ ist ein Coming-of-age-Roman über eine außergewöhnliche Freundschaft zwischen einem beinahe vierzehnjährigen Mädchen und einem fast vier Mal so alten Mann.

Sara Mesa wurde 1976 in Madrid geboren und lebt seit ihrer Kindheit in Sevilla, wo sie Journalismus und spanische Philologie studiert hat. „Quasi“ ist ihr vierter Roman. Die Lesung findet auf Spanisch und Deutsch statt. Tobias Wildner wird moderieren und übersetzen.

Veranstalter der Lesereihe „Literatur ohne Grenzen“ sind die Stadt Nürnberg / Amt für Kultur und Freizeit / Inter-Kultur-Büro und der Bildungscampus Nürnberg. Autorinnen und Autoren aus aller Welt sind zu Gast und präsentieren ihre Werke in ihrer Muttersprache. Dazu gibt es deutsche Übersetzungen.   jos

 

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