Nachrichten aus dem Rathaus

Nr. 1014 / 13.10.2020

Corona: Maßnahmen zur Eindämmung

Da die 7-Tage-Inzidenz in Nürnberg bei COVID-19-Erkrankungen über den Signalwert von 35 Personen pro 100 000 Einwohnern gestiegen ist (aktuell liegt der Wert bei 38,4), hat die Stadt Nürnberg heute eine Reihe von Maßnahmen zur Eindämmung der steigenden Infektionszahlen beschlossen. Die Infektionszahlen werden permanent beobachtet und täglich neu bewertet.
 
Teilnehmerzahlen private Feierlichkeiten:
Die Erfahrung der vergangenen Wochen hat gezeigt, dass insbesondere gemeinsamer Alkoholkonsum innerhalb größerer Menschenansammlungen im öffentlichen, aber auch im privaten Raum zu einer verstärkten Missachtung der zur Eindämmung der CoronaPandemie erlassenen Infektionsschutzregeln und damit zu einem erheblichen Ansteckungsrisiko führen. Daher wird die Stadt Nürnberg hinsichtlich der Teilnehmerzahl bei privaten Feierlichkeiten (wie zum Beispiel Hochzeiten, Beerdigungen oder Geburtstage) Regelungen erlassen. Diese wird für Feierlichkeiten in öffentlichen oder gemieteten Räumen auf maximal 50 Teilnehmer festgelegt. Die Allgemeinverfügung tritt am Mittwoch, 14. Oktober 2020, in Kraft und gilt bis einschließlich 28. Oktober.
 
In privaten Räumen wird der Bevölkerung dringend empfohlen, keine Feierlichkeiten mit mehr als 25 Teilnehmern durchzuführen.
 
Besucher bei Veranstaltungen:
Beim Besuch städtischer Kultureinrichtungen sowie beim Besuch von Sportveranstaltungen in Hallen und im Max-Morlock-Stadion ist bei Veranstaltungen für deren Dauer bis auf Weiteres eine Maske zu tragen.  
 
Regelungen Gastroszene/öffentlicher Raum:
Die bewährten Maßnahmen an den beliebten Treffpunkten am Köpfleinsberg (Zugangsregelung und Sicherheitsdienst freitags und samstags von 18 bis 24 Uhr) und am Tiergärtnertorplatz (Verkaufsverbot von ToGo-Getränken von Freitag auf Samstag und von Samstag auf Sonntag in der Zeit von 20 bis 5 Uhr) werden fortgesetzt.
 
Stufe Gelb für Schulen und Kitas:
Schülerinnen und Schüler an weiterführenden Schulen ab Jahrgangsstufe 5 werden zum Tragen der Mund-Nasen-Bedeckung auch am Sitzplatz im Klassenzimmer während des Unterrichts verpflichtet, wenn dort der Mindestabstand von 1,5 Metern nicht gewährleistet werden kann.  An den Grundschulen muss in dieser Stufe im Unterricht keine Maske getragen werden.
 
Es können weiterhin alle Kinder die Kitas besuchen. Soweit die Einrichtungen offene oder teiloffene Konzepte umsetzten, müssen wieder feste Gruppen gebildet werden, um eine bessere Nachverfolgbarkeit im Falle eines Ausbruchsgeschehens zu erleichtern. Die Beschäftigten müssen eine Mund-Nasenbedeckung tragen. Der Besuch von Kindern bei nur leichten Krankheitssymptomen bleibt weiterhin möglich.


OB appelliert an die Bevölkerung
Oberbürgermeister Marcus König appelliert an die Bevölkerung, „im Alltag die wichtigsten Hygieneregeln zu berücksichtigen: Abstand von mindestens 1,5 Metern halten, Hände waschen und desinfizieren, die Nies- und Hustenetikette wahren sowie Mund-Nasen-Bedeckung tragen“. Gerade mit Blick auf die kalten Monate empfiehlt Gesundheitsreferentin Britta Walthelm, „in Räumen regelmäßig zu lüften und die angeordneten Maßnahmen der Stadt auch zu befolgen. Nur so gelingt es uns, die steigenden Infektionszahlen in den Griff zu bekommen.“

Aufgrund des Anstiegs der Fallzahlen insbesondere bei komplexen Fällen mit vielen Kontaktpersonen in Kitas, Schulen, Gemeinschaftsunterkünften, in einem Pflegeheim und nach privaten Feiern hat die Stadt Nürnberg zudem das Personal im Gesundheitsamt durch zusätzliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aufgestockt. Insgesamt sind etwa 160 Kräfte bei mit der Corona-Eindämmung verbundenen Aufgaben im Einsatz. 69 Personen gehören zum Stammpersonal, 42 sind befristet eingestellt und 43 weitere Personen kommen aus der übrigen Stadtverwaltung. Zudem hat die Stadt ein Amtshilfeersuchen über die Regierung von Mittelfranken an das bayerische Gesundheitsministerium für eine Unterstützung durch die Bundeswehr gestellt. Dadurch soll das Personal im Gesundheitsamt bei der Ermittlung von Kontaktpersonen und der Containment-Strategie unterstützt werden. Über einen Aufruf sollen zudem Ärzte im Ruhestand für den Einsatz gewonnen werden.   fra

 

Stadt Nürnberg

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