Nachrichten aus dem Rathaus

Nr. 1032 / 16.10.2020

Keine U-Bahn-bedingte Grundwasserabsenkung

Das städtische U-Bahnbauamt weist darauf hin, dass es keine durch die U-Bahn bedingte Grundwasserabsenkung zwischen Ziegelstein und Flughafen auf der U-Bahnlinie 2 gibt. Nach Fertigstellung von U-Bahn-Bauwerken wird kein Grundwasser mehr gefördert. Nur während deren Erstellung muss der Grundwasserspiegel abgesenkt werden, sonst könnten die Arbeiten nicht durchgeführt werden.

Das städtische U-Bahnbauamt fördert während der Bauzeit von U-Bahn-Bauwerken Grundwasser, um den Grundwasserspiegel im Bereich der Baustelle zu senken. Immer wieder wenden sich besorgte Bürgerinnen und Bürger an die Stadt Nürnberg und fragen nach, warum das Grundwasser im Bereich zwischen den U-Bahnhöfen Ziegelstein und Flughafen auch nach der Fertigstellung der U-Bahn-Bauwerke noch immer abgepumpt wird. Nach der Fertigstellung des Rohbaus wird die Grundwasserabsenkung beendet. Es stellt sich somit der ursprüngliche Grundwasserspiegel wieder ein. Im Bereich zwischen den U-Bahnhöfen Ziegelstein und Flughafen liegt dieser nahe der Oberfläche.

Bei der Herstellung der U-Bahn-Bauwerke wird sehr sorgsam gearbeitet, da der Großteil des Bauwerks unterhalb des Grundwasserspiegels liegt. Deshalb wird sogenannter wasserundurchlässiger Beton verwendet und besonders darauf geachtet, dass das Bauwerk gegen das anstehende Grundwasser dicht ist. Obwohl die Bauwerke mit großer Sorgfalt erstellt werden und danach regelmäßig gewissenhaft gewartet werden, kann nicht ausgeschlossen werden, dass durch Mängel im Bauwerk im Laufe der Zeit eine geringe Menge Grundwasser einsickert. Zur gefahrlosen Ableitung eventuell eingesickerten Grundwassers sind deshalb sogenannte „Tiefpunktentwässerungen“ angeordnet. Zwischen den U-Bahnhöfen Ziegelstein und Flughafen gibt es davon zwei Stück.

Diese sind, wie ihre Bezeichnung ausdrückt, immer am tiefsten Punkt der Streckenführung angeordnet. Dort wird das Wasser in einem Pumpensumpf gefasst und mittels einer Pumpe über eine Druckrohrleitung an die Oberfläche gebracht. Das geförderte Wasser wird entweder in einen Vorfluter (Graben) oder in einen Kanal eingeleitet. Die Pumpen werden alle drei Monate gewartet und einmal jährlich findet ein Pumpentest statt, bei dem größere Mengen Wasser zum Test der Funktionsfähigkeit der Pumpe gefördert werden. Hierbei kann leicht der falsche Eindruck entstehen, dass noch immer „Grundwasser abgesenkt“ wird. Dies ist nicht der Fall, es werden lediglich die kleinen Mengen des eingesickerten Grundwassers gefördert und abgeleitet.

 

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