Nachrichten aus dem Rathaus

Nr. 1214 / 24.11.2021

Aktionen zum weltweiten Tag gegen Gewalt an Frauen

Die Stadt Nürnberg beteiligt sich am Donnerstag, 25. November 2021, am Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen mit einer Brottütenaktion und hisst eine Fahne mit der Aufschrift „Wir sagen ‚Nein!‘ zu Gewalt gegen Frauen!“ Diese wird am Rathaus Fünferplatz 1 bis einschließlich Freitag, 10. Dezember, dem Internationalen Tag der Menschenrechte, zu sehen sein. „Es ist der Gleichstellungsstelle wichtig, dieses Banner bis zum internationalen Tag der Menschenrechte zu zeigen, weil geschlechtsspezifische Gewalt eine Menschenrechtsverletzung sowie eine Form der Diskriminierung der Frau ist“, begründet Hedwig Schouten, Frauenbeauftragte der Stadt Nürnberg, den gewählten Zeitraum.

Darüber hinaus wird am Donnerstag, 25. November, zwischen 16 und 21 Uhr der Torbogen der Straße der Menschenrechte, Kartäusergasse 1, orange beleuchtet. Mit der Kampagne „Orange your City“ soll ein sichtbares Zeichen zur Ächtung von Gewalt gegen Frauen und Mädchen durch die weltweite orangefarbene Beleuchtung von Gebäuden und Wahrzeichen am Aktionstag gesetzt werden. Laut Bundeskriminalamt ist die Zahl der angezeigten Fälle von Partnerschaftsgewalt in Deutschland um 4,9 Prozent gestiegen. Die Beleuchtung hat der ZONTA Club Nürnberg initiiert. Oberbürgermeister Marcus König zeigt seine Unterstützung für die Aktion an dem Tag um 17.10 Uhr vor Ort. Der ZONTA Club Nürnberg wurde 1992 gegründet und unterstützt sowohl in Nürnberg als auch weltweit Projekte, die die Lebenssituation von Frauen verbessern sollen.

Zudem führen die kommunalen Gleichstellungsbeauftragten der Arbeitsgemeinschaft Mittelfranken am Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen eine Brottütenaktion unter dem Motto „Stop Violence! Gewalt kommt mir nicht in die Tüte!“ durch. Insgesamt sind mehr als 300 000 Brottüten gedruckt und kostenlos vielen Bäckereien in Mittelfranken zum Verteilen zur Verfügung gestellt worden. Auf den Brottüten sind die Beratungsstellen für von Gewalt betroffene Frauen in der jeweiligen Stadt aufgelistet. Damit soll ein breites Publikum für das Thema Gewalt sensibilisiert werden, denn der Kampf für ein selbstbestimmtes, gewaltfreies Leben für Frauen und Kinder ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, die nur gemeinsam gelöst werden kann.

Hedwig Schouten, Frauenbeauftragte der Stadt Nürnberg, verteilt am Aktionstag am Anfang der gemeinsamen Sitzung des Schulausschusses und des Jugendhilfeausschusses allen Anwesenden eine Brottüte mit einer Breze in Form des Frauenzeichens, um symbolisch zu zeigen, dass Gewalt an Frauen in Nürnberg keinen Platz hat. Unterstützt wird die Aktion in Nürnberg von der Bäckerinnung Nürnberg und dem Bundesprogramm „Demokratie leben!“.

Der Gedenktag „Nein zu Gewalt an Frauen“ geht zurück auf die Ermordung der drei Schwestern Mirabal, die am 25. November 1960 in der Dominikanischen Republik vom militärischen Geheimdienst nach monatelanger Folter getötet wurden. Sie waren im Untergrund tätig und hatten sich an Aktivitäten gegen den tyrannischen Diktator Trujillo beteiligt. Der Mut der Mirabal-Schwestern gilt inzwischen als Symbol, die nötige Kraft für das Eintreten gegen jegliches Unrecht zu entwickeln. Seit 1999 ist der 25. November auch von den Vereinten Nationen als offizieller internationaler Gedenktag anerkannt. maj

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