Nachrichten aus dem Rathaus

Nr. 704 / 23.06.2022

Vortrag über die Schaffung von Groß-Berlin

Anlässlich der Gebietsreform in Bayern vor 50 Jahren bietet das Stadtarchiv Nürnberg einen Vortrag an von Prof. Dr. Harald Bodenschatz, Center for Metropolitan Studies/TU Berlin, unter dem Titel „Die Schaffung von Groß-Berlin 1920: ein Jahrhundertereignis – umkämpft, umstritten, mit Folgen bis heute“. Der Vortrag findet am Donnerstag, 30. Juni 2022, um 18.30 Uhr im Hirsvogelsaal des Museums Tucherschloss, Hirschelgasse 9–11, Eingang über den Treibberg, statt. Der Eintritt ist frei.

Erst vor gut 100 Jahren, am 1. Oktober 1920, wurde Berlin, wie man es heute kennt, geschaffen. Keiner kann sich das alte, kleine, ja winzige Berlin vor 1920 heute noch vorstellen. Damals wurden acht Städte, 59 Landgemeinden und 27 Gutsbezirke zu einer Einheitsgemeinde zusammengeschlossen. Das war ein politisches Großereignis, das radikal neue Grenzen setzte – neue Grenzen zwischen Berlin und Brandenburg, neue (Bezirks-)Grenzen innerhalb Berlins. Grenzen, die sich seither zwar kaum verschoben haben, die sich in ihrer Härte aber dauernd veränderten – bis hin zum Bau der Mauer. Die Schaffung von Groß-Berlin war in Deutschland gewiss einzigartig. Die Folgen, Probleme wie Chancen, bewegen Berlin noch heute: die außerordentliche Vielfalt und Eigenständigkeit der Stadt-Teile, aber auch das schwierige Verhältnis zwischen den Bezirken und der Gesamtstadt sowie zwischen Berlin und Brandenburg.

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