Nachrichten aus dem Rathaus

Nr. 608 / 14.06.2023

„Kultur für alle?“: Gesprächsabend über Partizipation in Kultureinrichtungen

„Kultur für alle?“ ist der Titel eines Gesprächsabends im Aufseß-Saal des Germanischen Nationalmuseums (GNM), Kartäusergasse 1, bei dem am Mittwoch, 21. Juni 2023, um 18.30 Uhr die gesellschaftliche Öffnung von Kulturinstitutionen thematisiert wird. Prof. Dr. Julia Lehner, zweite Bürgermeisterin der Stadt Nürnberg, und Prof. Dr. Daniel Hess, Generaldirektor des GNM, diskutieren mit Anna Zosik, Programmleiterin des „360°-Fonds für Kulturen der neuen Stadtgesellschaft“ der Kulturstiftung des Bundes, und Babis Panagiotidis von Global Art Nürnberg e. V., wie Museen und andere Kultureinrichtungen die vielfältige Stadtgesellschaft in ihren Häusern stärker repräsentieren können. Katja Zelljadt moderiert das Gespräch, an das sich ein aktiver Teil für alle Teilnehmenden anschließt. Der Eintritt ist frei. Anmeldungen über den Ticketshop des GNM unter https://go.nuernberg.de/1Boe9i3z sind erwünscht.

Podiumsdiskussion und Beteiligung beim World Café
Die Veranstaltung, zu der alle interessierten Bürgerinnen und Bürger eingeladen sind, gliedert sich in zwei Teile. Zunächst geben die beteiligten Gäste auf dem Podium kurze Impulse über ihre Erfahrungen mit der Organisationsstruktur von Kultureinrichtungen und über Öffnungsprozesse durch die Teilhabe von Menschen aus der Stadtgesellschaft. Danach diskutieren die Besucherinnen und Besucher bei einem World Café mit: In kleineren, moderierten Runden sammeln sie ihre eigenen Erfahrungen als Besuchende, Erwartungen an Kulturinstitutionen sowie notwendige Rahmenbedingungen für eine gelungene Partizipation. Die Ergebnisse und Fragen daraus werden abschließend diskutiert.

IKB begleitet Öffnungsprozesse und fördert den Diskurs
Veranstalter des Abends sind das GNM und das Inter-Kultur-Büro (IKB) im Amt für Kultur und Freizeit der Stadt Nürnberg. Ein zentrales Anliegen des IKB ist es, Impulse für diversitätsorientierte Öffnungsprozesse im Kulturbereich zu geben – wie beim Global Art Festival 2021 im GNM als Kooperation mit dem Geschäftsbereich Kultur der Stadt Nürnberg und dem transkulturellen Netzwerk Global Art Nürnberg. Damit die Erfahrungen aus solchen Projekten nachhaltige Wirkung zeigen, soll der Diskurs in der Stadtgesellschaft kontinuierlich gestärkt werden.

Sonderausstellung zur Migration im GNM
Beim GNM ist die Veranstaltung eingebettet in das Rahmenprogramm zur Sonderausstellung „Horizonte. Geschichten und Zukunft der Migration“, die noch bis Sonntag, 10. September, zu sehen ist. Darin werden beispielhaft Menschen vorgestellt, die sich aus unterschiedlichen Gründen auf den Weg gemacht haben, darunter die Kinderbuchautorin Judith Kerr sowie die Künstler Frank Auerbach und Gerhard Richter. Denn der Aufbruch ins Unbekannte ist seit der Steinzeit eine menschliche Grunderfahrung – und Teil jeder Familiengeschichte.

Das GNM präsentiert in dieser Ausstellung Objekte aus der eigenen und aus internationalen Sammlungen, die Geschichten der Migration erzählen. Sie alle zeigen: Auch Kunst und Kultur sind ohne Migration undenkbar. Vom Aufbruch über den Weg bis zur Ankunft erkundet die Ausstellung Etappen der Migration, insbesondere im 19. und 20. Jahrhundert. Sie endet mit dem Weg ins All zwischen Science und Fiktion.

Weitere Informationen unter
kuf-kultur.de
gnm.de

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