Nachrichten aus dem Rathaus

Nr. 690 / 28.06.2023

Kongress-Initiative – 20 Jahre Miteinander für Nürnberg

Die Kongress-Initiative Nürnberg, das Netzwerk für den Kongressstandort Nürnberg, feiert ihr 20-jähriges Jubiläum. In der Kongress-Initiative arbeiten alle betroffenen Branchen eng und vertrauensvoll unter Federführung des Wirtschafts- und Wissenschaftsreferats der Stadt Nürnberg zusammen, darunter die Tagungs- und Kongresshotels, Veranstaltungslocations von der Meistersingerhalle bis zum Stadion, Albrecht-Dürer-Airport Nürnberg, die VAG Verkehrs-Aktiengesellschaft und NürnbergConvention.

Hierzu sagt Nürnbergs Wirtschafts- und Wissenschaftsreferent Dr. Michael Fraas, der die Kongress-Initiative Nürnberg leitet: „Seit 20 Jahren steht die Kongress-Initiative Nürnberg für ein Miteinander statt einem Nebeneinander am Kongressstandort Nürnberg! Das Netzwerk ist ein unverzichtbarer Baustein, um gemeinsam die Herausforderungen einer transformierenden Veranstaltungswelt auch in Zukunft effektiv und flexibel meistern zu können. Wir ziehen an einem Strang, damit Gäste und Veranstaltende beste Rahmenbedingungen vorfinden. Außerdem sichert der Kongress- und Tagungsmarkt nicht verlagerbare Arbeitsplätze in Nürnberg und trägt zur Wirtschaftskraft des Standorts bei.“

Yvonne Coulin, Geschäftsführerin der Congress- und Tourismus-Zentrale Nürnberg, betont: „Das vertrauensvolle Miteinander unter den Leistungsträgern in der Branche ist schon etwas Besonderes hier in Nürnberg und ist Zeichen der hohen Professionalität. Wir schätzen die kurzen Wege in unserem innerstädtischen Netzwerk sehr und davon profitiert der Kunde.“

Kongresse sind ein wichtiger Wirtschaftsfaktor für Nürnberg. Die Ausgaben der in- und ausländischen Meeting- und Kongressteilnehmenden im Zusammenhang mit Tagungen in Nürnberg reichen nach Angaben des Europäischen Instituts für die Tagungswirtschaft (EITW) pro Person von 110 Euro für Tagesgäste bis über 1 000 Euro bei internationalen Übernachtungsgästen, die mehrere Tage in der Stadt verweilen. Messen, Tagungen und Kongresse am Standort Nürnberg sorgen insgesamt für Kaufkrafteffekte von jährlich fast 3 Milliarden Euro. Dabei entfallen auf Messeveranstaltungen rund zwei Drittel der Kaufkrafteffekte. Für den Wirtschaftsstandort Nürnberg bedeutet dies konkret, dass nach Berechnungen des ifo-Instituts und des EITW knapp 10 000 Arbeitsplätze, 1,27 Milliarden Euro Kaufkraft und knapp 20 Millionen Euro Steuereinnahmen hinter den Veranstaltungen im Messezentrum Nürnberg, in den Veranstaltungszentren sowie in der Tagungshotellerie stehen. Dr. Fraas unterstreicht: „Kongressförderung ist Wirtschaftsförderung.“

Nach den Jahren der Pandemie stehen die Zeichen in der Branche nach Analyse des Meeting- und Eventbarometers Nürnberg 2022 auf Erholung. Im Vergleich zu 2021 nahm die Zahl der Teilnehmenden bei reinen Präsenzveranstaltungen mit einem Plus von knapp 160 Prozent wieder stark zu, auch wenn das Vor-Corona-Niveau angesichts der Einschränkungen zu Jahresbeginn noch nicht wieder erreicht werden konnte. Die Studie zeigt auch, dass Nürnberg im Deutschlandvergleich im Hinblick auf die Größenklassen von Veranstaltungsstätten sehr gut aufgestellt ist, allerdings die Potenziale im mittleren Segment bei 501 bis 1 000 Teilnehmenden nicht ausgeschöpft werden können. Dies unterstreicht, dass weiterhin Tagungskapazitäten in diesem Segment gebraucht werden.

Die enge Vernetzung von Veranstaltungen und Kompetenz des Standorts wird durch die Untersuchung der EITW bestätigt. Die wichtigsten Branchen für Nürnberg waren im Jahr 2022 IT, Medizin & Gesundheit, Automation & Produktionstechnik sowie Energie & Umwelt, die alle zu den Kompetenzfeldern der Metropolregion zählen.

„Das Zusammenspiel aus Kongress- und Messeformaten ist ein echter Innovationstreiber am Messeplatz Nürnberg. Das unterstreichen unsere Erfolgskonzepte wie der Wasserstoffgipfel HYDROGEN DIALOGUE oder die Fachmesse für Medizintechnik MedtecLIVE“, so Prof. Dr. Roland Fleck, Chief Executive Officer (CEO) NürnbergMesse Group, der die KongressInitiative seinerzeit als Nürnberger Wirtschaftsreferent mitgegründet hat.

Kongresse und Tagungen sind als Konzentrate des Wissensaustauschs, des Informationstransfers und der beruflichen Weiterbildung ein wesentliches Element der Wissens- und Informationsgesellschaft und daher auch weiterhin ein attraktiver Wachstumsmarkt. Die Weiterentwicklung des Innovationsökosystems am Standort Nürnberg mit neuen Technischen Universität Nürnberg, dem Ausbau der Technischen Hochschule Nürnberg oder auch der Forschungslandschaft ist deshalb auch eine große Chance für den Kongressstandort Nürnberg.

Wie Dr. Michael Fraas, Yvonne Coulin und Prof. Dr. Roland Fleck betonen, gehen von der Kongress-Initiative wichtige Impulse für die Stadt und das gemeinsame Vorgehen aus. Alle Beteiligten sind sich einig: „Gemeinsam können wir noch weitere Potenziale des Standorts heben, indem wir weiter gemeinsam an der Optimierung der Infrastruktur arbeiten und Innovationsförderung und Kongressmarketing noch stärker verknüpfen.“ let

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