Der Bauabschnitt 1.3 der U3 ist ca 1,1 km lang und reicht vom Kaulbachplatz über den Friedrich-Ebert-Platz bis zum Bielingplatz. Schallschutzmaßnahmen für die Anwohner sind auf der gesamten Strecke vorgesehen. Der Bauabschnitt wird in folgende vier, von der Bauweise und der Funktion her grundsätzlich unterschiedliche Bauwerke unterteilt:
Der Bahnhof Kaulbachplatz liegt in einfacher Tiefenlage unter der Schweppermannstraße zwischen Kaulbachstraße und Friedrichstraße. Die an beiden Bahnhofsköpfen vorhandenen Aufgänge führen mit Fahr- und Festtreppen vom Bahnsteig direkt an die ca. 7,5 m höher gelegene Straßenoberfläche. Beide Aufgänge sind überdacht. Westlich der Einmündung der Krelingstraße verbindet ein behindertengerecht ausgestatteter Aufzug Bahnsteig und Oberfläche.
Mit seiner Lage im dicht bebauten Stadtgebiet der Nordstadt erschließt der Bahnhof einen Einzugsbereich von ca. 9000 Anwohnern und Beschäftigten.
Der Bahnhof wurde in offener Bauweise errichtet. Die Baugrube war ca. 240 m lang. Das Aushubmaterial wurde zum größten Teil über die westlich anschließenden Tunnelröhren abtransportiert. Während der Bauzeit wurde die Baugrube großflächig mit befahrbaren Abdeckungen versehen.
Rohbauarbeiten ab Juni 2007 ca. 33 Monate
Innenausbau und Aufgänge ab Ende 2009 bis Anfang 2011
Oberflächenwiederherstellung ab Mitte 2010 (abschnittsweise)
Westlich des Bahnhofs Kaulbachplatz verlässt die Trasse die Schweppermannstraße und schwenkt mit einer S-Kurve unter der vorhandenen Bebauung nach Süden in die Archivstraße ein. Etwa in Streckenmitte zwischen den Bahnhöfen Kaulbachplatz und Friedrich-Ebert-Platz befindet sich ein Querschlag zwischen den zwei parallel liegenden Einzelröhren. Die Röhren liegen in ausreichender Tiefenlage im Keupersandstein. Die Überdeckung über Tunneloberkante bis zur Oberfläche beträgt zwischen 5 und 10 m.
Die beiden eingleisigen Tunnelröhren wurden in bergmännischer Bauweise, von der Baugrube des Bahnhofs Friedrich-Ebert-Platz aus, aufgefahren.
Vortriebsarbeiten ab 04. Dezember 2007 bis 09. Juli 2008
Tunnelinnenschale und -ausbau ab Mitte 2008 ca. 10 Monate
Gleisbau ab Anfang 2010
Der Bahnhof liegt im Bereich des Friedrich-Ebert-Platzes in zwei Ebenen unter der Straßenkreuzung Bucher Straße/Archivstraße/Kirchenweg/Rückertstraße.
Die Bahnsteigebene liegt ca. 9 m unter der Geländeoberfläche. Von dort führt der westliche Aufgang direkt an die Oberfläche zum Gehwegbereich zwischen Rückert- und Rieterstraße. Wegen des großen Höhenunterschiedes ist er mit einer aufwärts- und einer abwärtsführenden Fahrtreppe sowie mit einer Festtreppe ausgestattet. Der Aufgang ist überdacht.
Durch die für den östlichen Bahnhofsbereich erstellte Verteilerebene wurde insbesondere der ungehinderte Zugang zu den beiden Bahnsteigen der Straßenbahnhaltestelle ermöglicht. Der Aufgang zur Straßenbahnhaltestelle Richtung Norden wurde mit einer Fahrtreppe und einer Überdachung ausgerüstet. Von der Verteilerebene führen auch Aufgänge zu den auf beiden Seiten der Bucher Straße vorhandenen Gehwegen. Die Verbindung von Verteilerebene und Bahnsteig der U-Bahn wurde durch eine Treppenanlage mit Festtreppe sowie mit aufwärtsführender Fahrtreppe und zusätzlich noch durch eine einzelne Festtreppe hergestellt. Ein behindertengerecht ausgestatteter Aufzug verbindet darüber hinaus noch Bahnsteigebene, Verteilerebene und Straßenbahnhaltestellen.
Mit seiner Lage am Stadtteilzentrum der Nordstadt erschließt der Bahnhof Friedrich-Ebert-Platz einen Einzugsbereich von ca. 13.000 Anwohnern und Beschäftigten.
Der Bahnhof Friedrich-Ebert-Platz wurde in offener Bauweise errichtet und dient gleichzeitig als Anfahrschacht für die bergmännischen Streckenvortriebe. Die ca. 140 m lange Baugrube erstreckte sich von der Archivstraße bis in die Rückertstraße.
Straßenbahn- und Individualverkehr wurden, von kurzfristigen Ausnahmen abgesehen, während der gesamten Bauzeit aufrechterhalten. Der Bahnhof wurde in Bauabschnitten erstellt. Zunächst wurde der mittlere Bahnhofsteil gebaut; dazu wurde die Straßenbahn und der Individualverkehr in den westlichen Platzbereich verlegt. Im nächsten Bauabschnitt wurden Straßenbahn und Individualverkehr zurückverlegt und der westliche Bahnhofsteil gebaut. In einem weiteren Abschnitt erfolgte dann der Bau des östlichen Bahnhofsbereichs.
Rohbauarbeiten ab 04. Juni 2007 ca. 31 Monate
Innenausbau und Aufgänge ab Ende 2009 bis Ende 2010
Oberflächenwiederherstellung ab Mitte 2009 (abschnittsweise)
Die Trasse verläuft nach dem Friedrich-Ebert-Platz unter der Rückertstraße mit zwei eingleisigen Tunnelröhren weiter nach Westen. Unter der Heimerichstraße ist sie bis zum Bielingplatz als ein zweigleisiger Tunnel ausgeführt.
Die Tunnel wurden in bergmännischer Bauweise vom Friedrich-Ebert-Platz aus aufgefahren. Das letzte, ca. 35 m lange Tunnelstück, vor dem späteren Bahnhof Klinikum Nord wurde in offener Bauweise erstellt.
Vortriebsarbeiten ab 20. Juli 2008 ca. 8 Monate
Tunnelinnenschale und -ausbau ab Anfang 2009
Gleisbau ab Mitte 2010
Oberflächenwiederherstellung im Bereich Bielingplatz ab Ende 2009
Planfeststellungsbeschluss 27.01.2005
Eröffnung Betriebsabschnitt mit den Bahnhöfen Kaulbachplatz und Friedrich-Ebert-Platz 10.12.2011