Nürnberg verfügt über eine lange Tradition in der Stadtentwicklungsplanung. In den 70er Jahren wurden mit der „Arbeitsgruppe Nürnberg-Plan“ ressortübergreifende Strukturen geschaffen, die bundesweit Beachtung fanden. Wie in anderen Städten auch gewannen in den 80er und vor allem 90er Jahren zunehmend ressortbezogene Entwicklungsstrategien an Bedeutung. Dezentrales Know-how und Ressourcen rückten integrierte Ansätze eher in den Hintergrund. Nach Abschluss der FNP-Planung im Jahr 2006 will Nürnberg für die Entwicklung des Stadtgebietes mit einer strategischen Stadtentwicklungsplanung ein neues integriertes Instrumentarium aufbauen, das eine zukunftsgerechte Steuerung der Planungsziele sichert, ohne dabei die Strukturen der 70er zu kopieren. Wesentliche Bestandteile sind daraus abgeleitete Handlungsempfehlungen, die Verknüpfung zu den Finanzierungsmöglichkeiten und die permanente Evaluierung.
Aktuell geschieht dies im Rahmen des Projektes „koopstadt“, sowie in einer breiten Aktivitätspalette, die z.B. von Herausforderungen der Demografie-Entwicklung, über die Entwicklung der Nürnberger Südstadt, der Altstadt, von Bahnflächen, bis zu Detailfragen wie dem Nürnberger Christkindlesmarkt geht.