Häufig gestellte Fragen rund um die Ausbildung an der Fachschule für Druck- und Medientechnik:
Nein. Die Weiterbildung an der Fachschule für Druck- und Medientechnik ist eine berufliche, staatlich geregelte Weiterbildung und kein Hochschulstudium. Sie ist Teil des beruflichen Schulwesens und stark praxis-, technik- und anwendungsorientiert ausgerichtet. Der Abschluss Bachelor Professional in Technik (staatlich geprüfte/-r Druck- und Medientechniker/-in) ist dem DQR-Niveau 6 zugeordnet. Damit befindet er sich auf dem gleichen Qualifikationsniveau wie ein akademischer Bachelorabschluss. Er ist jedoch kein Hochschulabschluss und nicht gleichwert mit einem Hochschulabschluss.
Der Bachelor Professional in Technik ist ein staatlich geregelter beruflicher Abschluss, der an Fachschulen erworben wird. Er baut auf einer abgeschlossenen Berufsausbildung sowie beruflicher Praxis auf und vermittelt vertiefte technische, organisatorische und medientechnische Kompetenzen in den Bereichen Druck- und Medientechnik. Ziel der Weiterbildung ist es, vorhandene berufliche Erfahrungen zu systematisieren, zu erweitern und zu vertiefen sowie auf anspruchsvollere technische und koordinierende Tätigkeiten vorzubereiten. Der Abschluss qualifiziert für verantwortungsvolle Fach- und Koordinationsaufgaben sowie für erste Führungsfunktionen in Produktions-, Technik- und Medienbetrieben.
Die Weiterbildung an der Fachschule für Druck- und Medientechnik richtet sich an Personen mit abgeschlossener einschlägiger oder verwandter Berufsausbildung sowie beruflicher Praxis im Bereich Druck, Medien oder Medientechnik, die ihre fachlichen und technischen Kompetenzen systematisch erweitern möchten. Die Studierenden bringen in der Regel bereits praktische Erfahrungen aus Produktions-, Medien- oder Technikprozessen mit. Diese beruflichen Vorerfahrungen werden im Unterricht gezielt aufgegriffen, reflektiert und vertieft. Der fachliche Austausch, die Bearbeitung praxisnaher technischer Fragestellungen sowie die Vertiefung in Profil- und Schwerpunktfächern bauen auf den vorhandenen beruflichen Kenntnissen auf. Die Weiterbildung eignet sich insbesondere für Personen, die sich technisch und organisatorisch weiterqualifizieren, Verantwortung in Produktions- oder Medienumgebungen übernehmen und sich auf anspruchsvollere Fach- sowie Führungsaufgaben vorbereiten möchten.
Vorausgesetzt wird in der Regel eine einschlägige oder verwandte Berufsausbildung im Bereich Druck, Medien oder Medientechnik sowie Berufserfahrung. Auch Bewerberinnen und Bewerber mit mehrjähriger einschlägiger Berufspraxis ohne formalen Berufsabschluss können aufgenommen werden. Die genauen Voraussetzungen richten sich nach der Fachschulordnung.
Derzeit wird ein Schulversuch zur Flexibilisierung der Aufnahmevoraussetzungen an Fachschulen durchgeführt. Im Rahmen dieses Schulversuchs kann es unter bestimmten Voraussetzungen möglich sein, auch ohne bereits nachgewiesene einschlägige Berufserfahrung aufgenommen zu werden. Die erforderliche berufliche Tätigkeit kann dann erst im Verlauf der Ausbildung, beispielsweise zwischen dem ersten und zweiten Schuljahr, erbracht werden. Ein Rechtsanspruch auf Aufnahme ohne Berufserfahrung besteht nicht. Ob und in welcher Form eine Aufnahme im Rahmen des Schulversuchs möglich ist, wird im persönlichen Beratungsgespräch geklärt.
Die Weiterbildung dauert zwei Jahre und wird im Vollzeitmodell durchgeführt. Im ersten Schuljahr werden fachliche, technische und methodische Grundlagen vermittelt. Im zweiten Schuljahr erfolgt die Vertiefung und Profilbildung über Wahlpflichtfächer bzw. Schwerpunkte. Die staatliche Abschlussprüfung findet am Ende des zweiten Schuljahres statt.
Die Weiterbildung vermittelt technische, medientechnische, organisatorische und wirtschaftliche Inhalte, die auf beruflichen Vorerfahrungen aufbauen und diese systematisch vertiefen. Ziel ist eine breite Qualifikation für Aufgaben in modernen Druck- und Medienbetrieben. Im Mittelpunkt stehen Inhalte aus der Druck- und Medientechnik, der digitalen Medienproduktion, IT-gestützten Workflows sowie der Planung, Steuerung und Qualitätssicherung von Produktionsprozessen. Ergänzend werden betriebswirtschaftliche, organisatorische und personalbezogene Themen behandelt. Im zweiten Schuljahr erfolgt eine Vertiefung und Profilbildung über Wahlpflichtfächer bzw. Schwerpunkte, die individuelle fachliche Interessen berücksichtigen. Der Unterricht ist praxisnah ausgerichtet und verbindet technische Fragestellungen mit organisatorischen und wirtschaftlichen Zusammenhängen.
Die Fachschule für Druck- und Medientechnik verfügt über eine umfassende und praxisnahe technische Ausstattung, die den gesamten Produktionsprozess moderner Druck- und Medienbetriebe abbildet. Dazu gehören Arbeitsplätze und Systeme von der Vorstufe über Druck- und Digitalproduktion bis hin zur Weiterverarbeitung. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf digitalen Workflows, Farbmanagement und medientechnischen Prozessen. Die Ausstattung ermöglicht es, technische Abläufe realitätsnah zu analysieren, zu planen und zu bewerten. Damit werden sowohl klassische drucktechnische Verfahren als auch aktuelle digitale Produktions- und Medientechnologien praxisorientiert vermittelt. Die technische Ausstattung wird gezielt in den Unterricht eingebunden und dient der Anwendung, Vertiefung und Verknüpfung der theoretischen Inhalte mit beruflicher Praxis.
Während der Weiterbildung bestehen – je nach Angebot – Möglichkeiten zum Erwerb zusätzlicher Qualifikationen. Diese sind freiwillig, nicht Bestandteil der regulären Ausbildung und werden ergänzend angeboten. Möglich sind insbesondere der Erwerb der allgemeinen Fachhochschulreife, eine Vorbereitung auf die Ausbildereignung (AdA/AEVO) sowie verschiedene digitale und medientechnische Zertifikate (z. B. SAP, ICDL oder PDFX-ready). Umfang, Durchführung und tatsächliches Angebot der Zusatzqualifikationen können variieren und hängen von organisatorischen sowie externen Rahmenbedingungen ab.
Zusätzlich zur regulären Fachakademie-Weiterbildung besteht im Rahmen von Erasmus+-Kooperationen mit Partnern wie dem European College of Business and Management (ECBM) die Möglichkeit, an einem dreiwöchigen Intensivkurs in Dublin teilzunehmen. In diesem Programm werden Einblicke in internationale Wirtschafts- und Kulturräume vermittelt und verschiedene Zertifikate angeboten. Die Teilnahme kann durch ein Erasmus+-Stipendium gefördert werden, ist freiwillig und außerhalb der regulären Prüfungsordnung der Fachschule.
Mit erfolgreichem Abschluss der Weiterbildung wird der Abschluss "Bachelor Professional in Technik" sowie die Berufsbezeichnung "Staatlich geprüfte/-r Druck- und Medientechniker/-in" erworben.
Mit dem Abschluss wird eine Hochschulzugangsberechtigung nach den geltenden rechtlichen Regelungen erworben. Die konkrete Ausgestaltung und Anerkennung richtet sich nach dem jeweiligen Hochschulrecht.
Ja. Es besteht die Möglichkeit, die allgemeine Fachhochschulreife zu erwerben. Dazu ist im zweiten Schuljahr das Fach Mathematik zu belegen und am Ende eine schriftliche Ergänzungsprüfung im Fach Mathematik abzulegen. Diese Option ist freiwillig und nicht Bestandteil der regulären Ausbildung.
Es werden keine Studiengebühren erhoben. Es fallen lediglich Kosten für Lernmittel, Materialien und ggf. Zusatzangebote an.
Die Weiterbildung an der Fachschule ist eine förderfähige Aufstiegsfortbildung. Unter bestimmten Voraussetzungen kann eine finanzielle Unterstützung nach dem Aufstiegsfortbildungsförderungsgesetz (AFBG / Aufstiegs-BAföG) beantragt werden. Das Aufstiegs-BAföG dient der Unterstützung des Lebensunterhalts während der Vollzeitweiterbildung. Die konkrete Förderhöhe hängt von den individuellen Voraussetzungen ab. Vollzeitschulische Fortbildungsmaßnahmen eröffnen zudem ein Wahlrecht zwischen BAföG und Aufstiegs-BAföG. Eine individuelle Beratung wird empfohlen. Ausführliche und verbindliche Informationen stellt das Bundesministerium für Bildung und Forschung auf der Website zum Aufstiegs-BAföG bereit.
Neben der Förderung über das Aufstiegs-BAföG besteht unter bestimmten Voraussetzungen die Möglichkeit, ein Stipendium über die Stiftungsverwaltung der Stadt Nürnberg zu beantragen. Die Stadt Nürnberg verwaltet verschiedene Stiftungen, die Weiterbildungen und Ausbildungswege fördern können. Ob eine Förderung möglich ist, hängt von den jeweiligen Stiftungsvoraussetzungen und der individuellen Situation ab. Ein Anspruch auf Förderung besteht nicht. Weitere Informationen zu den Stipendien und den Antragsbedingungen stellt die Stiftungsverwaltung der Stadt Nürnberg auf ihrer Website bereit:
Nach bestandener staatlicher Abschlussprüfung kann ein Meisterbonus der Bayerischen Staatsregierung gewährt werden. Der Meisterbonus beträgt derzeit 3.000 Euro und wird einmalig nach erfolgreichem Abschluss ausgezahlt. Voraussetzung ist das Bestehen der Abschlussprüfung sowie die Erfüllung der jeweils geltenden Förderbedingungen. Der Meisterbonus ist eine freiwillige Leistung des Freistaats Bayern und ergänzt die Förderung während der Weiterbildung.
Absolventinnen und Absolventen übernehmen typischerweise technische, organisatorische und koordinierende Aufgaben in Druck-, Medien- und Produktionsbetrieben. Einsatzbereiche liegen u. a. in der Produktionsplanung, Arbeitsvorbereitung, Qualitätssicherung, technischen Projektkoordination sowie an der Schnittstelle zwischen Technik, Medienproduktion und Organisation.
Die Fachschule für Druck- und Medientechnik in Nürnberg verbindet langjährige fachliche Erfahrung mit einer klar praxisorientierten Ausrichtung. Die Lehrkräfte verfügen über fundierte Kenntnisse aus Theorie und beruflicher Praxis, die gezielt in den Unterricht eingebracht werden. Die Ausbildung ist modular aufgebaut und ermöglicht durch Wahlpflichtfächer und Schwerpunkte eine individuelle Profilbildung entsprechend der persönlichen Interessen und beruflichen Zielsetzungen. Unterstützt wird dies durch eine sehr gute technische Ausstattung, die den gesamten Produktionsprozess von der Vorstufe bis zur Weiterverarbeitung abbildet. Ein besonderer Schwerpunkt liegt dabei auf digitalen Workflows und Farbmanagement. Als kommunale Schule ist die Weiterbildung kostenfrei. Der Standort Nürnberg bietet darüber hinaus Vorteile durch seine Lage in einer wirtschaftlich starken Metropolregion mit guter Verkehrsanbindung, vergleichsweise moderaten Lebenshaltungskosten sowie einem vielfältigen kulturellen und Freizeitangebot einer Universitätsstadt.
Ja. Das erste Halbjahr des ersten Ausbildungsjahres gilt als Probezeit. In dieser Zeit wird geprüft, ob die fachlichen und persönlichen Voraussetzungen für die Weiterbildung erfüllt sind.
Die Anmeldung erfolgt im Rahmen eines persönlichen Beratungsgesprächs. Dabei werden die individuellen Voraussetzungen geprüft und offene Fragen geklärt.
Ja. Interessierte können jederzeit ein persönliches Beratungsgespräch vereinbaren. Zusätzlich finden regelmäßig Informationsveranstaltungen statt.
