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Alle Jahre wieder – Eichenprozessionsspinnerraupe

Bild: Eichenspinnerraupe

Auch im Jahr 2010 tritt der Eichenprozessionsspinner wieder auf. Er ist in vielen Ländern Süd- und Mitteleuropas verbreitet, in Bayern ist ein gehäuftes Auftreten besonders in Mittelfranken und somit auch in Nürnberg festgestellt worden.

An seinen langen Prozessionen mit Hunderten von Raupen an den Stämmen der befallenen Eichen ist er relativ leicht zu erkennen. Sonnige Standorte, einzeln stehende Bäume und lichte Wälder werden bevorzugt befallen.Die sehr feinen Brennhaare der Raupe, welche ein Eiweißgift enthalten, können beim Menschen zu toxischen und / oder allergischen Reaktionen wie Nesselausschläge, Reizerscheinungen an Bindehaut und Atemwegen bis zu Asthmaanfällen führen. Dabei muss man mit der Raupe selbst gar nicht in Kontakt kommen, da die Haare leicht brechen und bei günstiger Witterung über weitere Strecken verteilt werden.

Verhaltenstipps

Nach Kontakt mit den Raupenhaaren kann sich ein intensiver Juckreiz entwickeln, dem ein Hautausschlag folgt. Dieser ist meist örtlich begrenzt auf unbedeckte und besonders empfindliche Hautstellen ( Gesicht,, Hals, Ellenbeugen). Falls die Härchen in ein oder beide Augen gelangen zeigt sich hier das Bild einer akuten Bindehautentzündung. Beim Einatmen kann es zu Reizungen im Rachenbereich mit Halsschmerzen und Hustenreiz kommen. Asthmatische Beschwerden sind bei entsprechender Prädisposition möglich , aber sehr selten.

  • Die Raupen und Gespinste sollten besonders von Kindern nicht angefasst werden.
  • Befallsgebiete sollten gemieden werden, also z.B. kein Picknick unter befallenen Eichen. Absperrungen und Hinweisschilder beachten! Auch Hunde sollte nicht in abgesperrten Bereichen herumlaufen, da über sie eine Eintrag der Härchen in den häuslichen Raum stattfinden kann und es auch bei ihnen zu Reizerscheinungen kommen kann.
  • Hautbereiche wie Nacken, Hals und Unterarme sollten bei empfindlichen Personen durch Kleidung geschützt werden.
  • Nach möglichem Kontakt ist ein sofortiger Kleiderwechsel und ein Duschbad mit Haarwäsche zu empfehlen. Ggf. Augen mit Wasser ausspülen. Kleidung waschenEs ist darauf zu achten , dass keine Härchen mit der Kleidung, Gegenständen oder Haustieren in den Wohnbereich eingetragen werden. Bei Auftreten von Juckreiz und Hautreizungen sollte der Haus- oder Hautarztes aufgesucht werden, der gegebenenfalls mit kortisonhaltigen Präparaten die Reaktion des menschlichen Körpers auf die feinen Brennhärchen etwas eindämmen und mit Antihistaminika den Juckreiz lindern kann.
  • Die Behandlung befallener Bäume sollte Fachleuten überlassen werden.Zu medizinischen Fragen informiert Sie das Gesundheitsamt. Ansprechpartnerinnen: Frau Scheunemann Tel. 231-14182

Bekämpfungsmaßnahmen

Bild: Eichenspinner Nest

Es gibt verschiedene Bekämpfungsmaßnahmen. Chemische Abwehrmaßnahmen sind bei großflächigem Befall fern von Wohngebieten, Gewässern oder Spielplätzen mit entsprechender behördlicher Genehmigung zu bestimmten Zeiten prinzipiell möglich. In Nürnberg handelt es sich zumeist um kleinere Eichengruppen in Naherholungsräumen oder einzelne Bäume auf öffentlichem Grund oder in Privatgärten. Hier ist primär eine Absperrung sinnvoll und dann eine mechanische Abwehrmaßnahme gegen die Raupen.Es gibt drei unterschiedliche Methoden: Verkleben der Gespinstnester, Abflammen und Absaugen, wobei sich letzteres in den vergangenen Jahren als die effektivste Methode herausstellte. Daher werden die Raupen auf städtischem Grund von Fachfirmen durch Absaugen entfernen. Das Gartenbauamt koordiniert diese Maßnahmen.

An wen kann ich mich wenden, wenn ich befallene Bäume entdecke:

Bürger, die befallene Eichen auf städtischem Grund entdecken, können diese unter genauer Angabe des Ortes unter folgender Telefonnummer: 231-7637 (SÖR-Servicetelefon) melden. Das Telefon ist zu den üblichen Bürozeiten erreichbar. Grundstückseigentümer mit Eichenbestand werden gebeten, die privaten Bäume in den nächsten Wochen untersuchen zu lassen Unter der Telefonnummer 231- 7637 werden Ihnen auch Ansprechpartner zur Baumbehandlung genannt.

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