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Hitze

Bild: Thermometer misst 40 Grad vor der Sonne

Stadtklima in Nürnberg

Die Sommermonate waren in den letzten Jahren gekennzeichnet von immer neuen Hitzerekorden. In Nürnberg wurden 2015 schon rekordverdächtige 33 Tage mit Temperaturen über 30°C gemessen. Bis zum Ende des Jahrhunderts soll die Zahl auf um die 45 Tage ansteigen. Gesundheitlich besonders belastend ist die Aneinanderreihung mehrere Hitzetage, sogenannte Hitzewellen und die Ausbildung von Tropennächten, in denen die Temperatur nachts nicht unter 20°C absinkt. Davon besonders betroffen sind die stark versiegelten und verdichteten und wenig durchlüfteten Nürnberger Stadtgebiete. Die Temperaturdifferenz zwischen Stadt und Umland kann bei solchen Wettersituationen um die 10°C betragen.
siehe hierzu auch Pkt 1 im Berichtsband

Bild: Frau mit Wasserflasche

Hitzebedingte gesundheitliche Notfallmaßnahmen

Wetterlagen mit großer Hitze erfordern besondere Verhaltensregeln damit es nicht zu gesundheitlichen Beeinträchtigungen kommt. Sollten diese trotzdem auftreten, so sind gesundheitliche Notfallmaßnahmen durchzuführen. Gegebenenfalls muss auch ärztliche Hilfe in Anspruch genommen werden.

siehe hierzu auch Pkt 2 im Berichtsband

Besondere Risikogruppen

Hitzeperioden und starke Temperaturschwankungen innerhalb kurzer Zeit belasten vor allem das Herz-Kreislaufsystem. Ältere und kranke Menschen, Säuglinge und Kleinkinder, Kranke und geschwächte Personen sowie einzelne Berufsgruppen gelten als besonders gefährdet.

siehe hierzu auch Pkt 3 im Berichtsband

Bild: Kind mit Sonnenschutz

Säuglinge und Kleinkinder brauchen besonders viel Schutz und Fürsorge. Gerade in Zeiten hoher Hitzebelastungen sind sonst gesundheitliche Beeinträchtigungen die Folge. Zu den Maßnahmen gehören u.a. eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr und ein guter Sonnenschutz.

Schulkinder und Lehrer müssen auch in Zeiten großer Hitze die gleichen Leistungen erbringen wie sonst auch. Die Beachtung einiger Verhaltensregeln kann für etwas Erleichterung sorgen.

Hitzewarnsystem des Deutschen Wetterdienstes

Der Deutsche Wetterdienst informiert auf seiner Internetseite aktuell über zu erwartende Hitzeereignisse. Dazu kann auch eine app heruntergeladen werden.
In Nürnberg gibt es eine Reihe von Trinkwasserbrunnen, die öffentlich zugänglich sind. Es gibt eine Stadtkarte mit den Brunnenstandorten.

siehe hierzu auch Pkt 4 im Berichtsband

Beruf und Freizeit

Bild: Mann mit Rasenmäher

Berufstätige haben es manchmal schwerer als andere Bevölkerungsgruppen, auf die Belastungen zu reagieren, die im Lauf einer Hitzewelle auf sie zukommen. Arbeitszeiten und zum Teil auch Standards für die Kleidung am Arbeitsplatz sind oft wenig flexibel.

Auch der Spielraum für die Wahl des Verkehrsmittels, der Fahrzeiten, der Haltestellen bzw. für die Wahl der Straßenverbindung ist für die meisten Arbeitnehmer/ innen gering. Die Tätigkeit in geschlossenen Räumen wie auch im Freien belastet den Körper auf unterschiedliche Weise. Dementsprechend unterscheiden sich die Maßnahmen, die Arbeitnehmer, aber auch Arbeitgeber zum Schutz vor Gesundheitsschäden am Arbeitsplatz ergreifen können. Entsprechende Verhaltensempfehlungen gelten auch für die Freizeit „in-door“ und „out-door“.

siehe hierzu auch Pkt 5 im Berichtsband

Bild: Zwei ältere Menschen auf einer Brücke

Ältere und/ oder vorerkrankte Personen

Ältere Erwachsene ab 65 Jahren stehen in der Regel nicht mehr im Berufsleben und sind daher seltener äußeren Zwängen in der Tagesgestaltung ausgesetzt. Aufgrund der altersgemäß zunehmenden körperlichen Beschwerden und Erkrankungen kann jedoch bei einem Teil von ihnen mit Einschränkungen der räumlichen Mobilität und mit einer regelmäßigen Medikamenteneinnahme gerechnet werden. Dann wird es für die Betroffenen schwieriger, der thermischen Belastung räumlich auszuweichen, z.B. durch einen Badeausflug; die Adaptionsfähigkeit des Körpers an die Hitze verändert oder vermindert sich. Gehören Sie zu der Altersgruppe oder leiden Sie – unabhängig davon – an gesundheitlichen Einschränkungen, sollten Sie bestimmte Empfehlungen beachten.

siehe hierzu auch Pkt 6 im Berichtsband

Pflegebedürftige Menschen

Pflegebedürftigkeit bedeutet, daß ein Mensch nicht oder nur wenig mobil ist, sich nicht selbst versorgen und nicht selbst auf die körperliche Belastung durch die Hitze reagieren kann. Sind Sie in der Situation, einen pflegebedürftigen Menschen zu betreuen, sollten Sie zusätzlich zum alltäglichen Pflegeaufwand auf bestimmte Dinge besonders achten.

siehe hierzu auch Pkt 7 im Berichtsband

Ihr soziales Umfeld

Bild: Hund

Ein großer Teil der Einwohner Nürnbergers lebt allein (50,4% im Jahr 2014). Dies ist mit hoher Wahrscheinlichkeit auch in Ihrem sozialen Umfeld – im Freundeskreis und in der Nachbarschaft - der Fall. Werfen Sie vorsorglich ein Auge auf Freunde/-innen und Nachbarn/-innen, ob sie während einer Hitzewelle zurechtkommen. Sie können sie in dieser Situation unterstützen.

Denken Sie auch an Ihre Haustiere

Vergessen Sie nicht, daß Ihre Haustiere ebenfalls unter der Hitze leiden und ihre Gesundheit beeinträchtigt werden kann. Beachten Sie ein paar einfache Dinge, um Ihrem Haustier die Situation zu erleichtern.

siehe hierzu auch Pkt 8 und 9 im Berichtsband

Allgemeine Auswirkungen des Klimawandels auf die Gesundheit

Bild: gezeichnetes Herz als EKG

Neben den individuellen Auswirkungen von Hitzewellen auf die Gesundheit zeichnet sich eine Reihe allgemeiner Folgen auf die Gesundheit der Bevölkerung ab, wenn sich das Klima längerfristig verändert. Extreme Wetterereignisse erzeugen neben materiellen und körperlichen Schäden auch Traumatisierungen der menschlichen Psyche sowie des ökologischen Gefüges der betroffenen Regionen.

Es ist zu erwarten, daß kreislaufbedingte Belastungen und die Sterblichkeit an Herz-Kreislauf-Erkrankungen zunehmen werden. Die Pollenflugsaison wird sich verlängern und intensivieren und zusammen mit der zunehmenden Belastung der Außenluft durch Feinstaubpartikel das allergene Potential der Außenluft erhöhen.

Der Vermehrungs- und Verbreitungszyklus der Überträger (Vektoren) von Infektionskrankheiten kann durch ein wärmeres Klima entscheidend beeinflußt werden, z.B. durch die Verbesserung ihrer Lebensbedingungen (Temperatur und Nahrungsangebot). Daher gilt es, eine Reihe vektorübertragener Krankheiten zu beobachten, deren regionale und quantitative Verbreitung innerhalb Deutschlands sich bereits verändert hat und sich wahrscheinlich weiter verändern wird.

Tourismus und Warenlieferungen können neue Vektoren (Mücken, Nager) oder neue Erreger aus ihrem bisherigen Verbreitungsgebiet nach Deutschland einschleppen. Schnelle Flugverbindungen fördern diesen Prozeß. Auch sind Übertragungen dieser in Deutschland neuartigen Infektionskrankheiten auf dem Weg von Blut- und Plasmaspenden sowie Organtransplantationen potentiell möglich.

siehe hierzu auch Pkt 10 im Berichtsband

Bild: Petrischale mit Keimen

Auch die Ausbreitung bakterieller Infektionen kann begünstigt werden. Neben anderen Faktoren sind hohe Temperaturen für ihre Vermehrung der Erreger förderlich. Dazu gehören bereits weit verbreitete lebensmittelbedingte Magen-Darm-Infektionen.

Erreger aus dem Wasser verursachen ebenfalls Durchfall und Beschwerden im Verdauungstrakt. Übertragungswege sind Schmierinfektionen und Lebensmittel.

Klimawandel und Gesundheit (der Gesamtbericht)

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