Im Workshop „Pop Meets Literature: Ophelia in Taylor Swift’s The Fate of Ophelia and in Shakespeare’s Hamlet“ beschäftigten wir uns im Rahmen der Begabtenförderung mit der literarischen Figur der Ophelia.
Zu Beginn hörten wir den Song The Fate of Ophelia von Taylor Swift und schauten uns das dazugehörige Musikvideo an. In diesem Lied singt Taylor Swift davon, dass sie nicht dasselbe Schicksal wie Ophelia ereilt hat. Um zu verstehen, worauf sich der Song bezieht, betrachteten wir die Figur der Ophelia genauer. Deshalb beschäftigten wir uns mit Ophelias tragischem Schicksal in Hamlet. Durch das Lesen ausgewählter Szenen aus Shakespeares Drama wurde deutlich, wie Ophelia unter anderem unter Hamlets Zurückweisung leidet. Außerdem besprachen wir, welche Rolle die Entscheidungen der anderen Figuren für ihr Schicksal spielen und warum Ophelia bis heute als Symbol für Trauer und Verlust gilt. Anschließend stellte sich die Frage, inwiefern Taylor Swift dieses tragische Schicksal in ihrem Song verändert. Anders als die Ophelia aus Shakespeares Werk lässt sich Swift nicht von den Umständen überwältigen. Dadurch entsteht eine moderne Neuinterpretation der bekannten literarischen Figur. Außerdem lernten wir das Gemälde Ophelia des deutschen Künstlers Theodor Heyser kennen, das im Museum Wiesbaden ausgestellt ist. Das Gemälde zeigt Ophelia im Wasser und diente als Inspiration für die Eröffnungsszene von Taylor Swifts Musikvideo. So konnten wir erkennen, wie Swifts Popmusik nicht nur ein literarisches Meisterwerk aufgreift, sondern auch ein bedeutendes Kunstwerk. Zum Schluss schlüpften die Teilnehmenden selbst in die Rollen von Hamlet, Ophelia und den anderen Figuren und erweckten Shakespeares Drama zum Leben.
Der Workshop zeigte, dass klassische Literatur auch heute noch aktuell ist und Künstlerinnen wie Taylor Swift alte Geschichten neu erzählen können.
Stefanie Mark

