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Initiativen in der Metropolregion Nürnberg

Forum Klimaschutz und nachhaltige Entwicklung

Organisation & Struktur

Die Einrichtung eines neuen Gremiums der Metropolregion Nürnberg "Klimaschutz und nachhaltige Entwicklung" wurde am 30.04.2010 in der Ratsversammlung beschlossen. Das Forum tagte das erste Mal im September 2010 und arbeitet seither an der Umsetzung folgender Ziele:

  • einen lokalen Beitrag zum globalen Klimaschutz liefern (Klimapakt der Metropolregion umsetzen),
  • die Stadt-Land-Kooperation in der Metropolregion Nürnberg fördern,
  • Best Practices austauschen sowie
  • die Kommunikation der Klimaschutzkompetenz nach innen wie nach außen verbessern.

Leitung des Forums "Klimaschutz und nachhaltige Entwicklung" der Metropolregion Nürnberg:


Politischer Sprecher
Thomas Thumann
Oberbürgermeister der Stadt Neumarkt

Fachlicher Sprecher
Rainer Kleedörfer
Leiter Zentralbereich Unternehmensentwicklung/Beteiligungen und Prokurist der N-ERGIE Aktiengesellschaft

Geschäftsführer
Dr. Peter Pluschke
Referent für Umwelt und Gesundheit der Stadt Nürnberg

Derzeit gehören dem Forum 93 Mitglieder der Gebietskörperschaften der Region – Oberbürgermeister, Bürgermeister, Landräte und Verwaltungsexperten – sowie Vertreter aus Wirtschaft und Wissenschaft an.
Das Forum hat einen Klimapakt der Metropolregion Nürnberg erarbeitet, der im Januar 2012 von der Ratsversammlung verabschiedet worden ist; er wird derzeit aktualisiert

In sieben Initiativkreisen verfolgt das Forum die Realisierung seiner Ziele. Diese Initiativkreise entwickeln Projekte und Strategien, die jeweilige Umsetzung erfolgt durch verschiedenste Institutionen und Unternehmen in der Metropolregion Nürnberg.

Initiativkreis Energieeffizienz im Tourismus

Schwerpunkt Schwimmbäder, Thermen und Kurbäder in der Metropolregion Nürnberg

Im Bereich des Tourismus hat der Initiativkreis die Bäder in der Region als besonders energieintensive Unternehmen in den Fokus genommen. 2014 wurde ein "EXPERTEN-NETZWERK BÄDER" initiiert, in dem Vertreter aus aktuell 15 Bädern aus der Metropolregion regelmäßig zusammenkommen und sich über ihre Erfahrungen bei Thema Energieeffizienz bzw. Energiemanagement austauschen.

Initiativkreis zukunftsfähige Immobilie (IZI)

IZI ist ein Kreis kompetenter Fachleute aus Wissenschaft, Wirtschaft und Verwaltung, die sich zum Ziel gesetzt haben, die Energieeffizienz von Gewerbeimmobilien ganzheitlich zu optimieren und dazu die erprobten Konzepte für die Planung, die Realisierung und Nutzung bis hin zu Abriss/Verwertung zu hinterfragen und neue, nachhaltige Lösungsansätze zu erarbeiten. Die Schwerpunkte liegen im Bereich "Krankenhaus der Zukunft", zukunftsfähige Pflegeeinrichtungen, BIM und Smart Buildings.

Initiativkreis regenerative Energien - Biomasse

Schwerpunkt des Initiativkreises ist die verstärkte Nutzung von Biomasse in der Metropolregion Nürnberg. Hierfür ist die Landmaschinenschule Triesdorf ein Erprobungs- und Bildungs-Kompetenzzentrum. Ziel ist es, die in der Metropolregion Nürnberg sehr verbreiteten und erfolgreichen Anlagen zur energetischen Nutzung von Biomasse zu dokumentieren und zu verbreiten.

Initiativkreis Kraft-Wärme-Kopplung

In der europäischen Metropolregion Nürnberg sind umfangreiche Kompetenzen zur Kraft/Wärme (Kälte)-Kopplung vorhanden. Dazu gehören Wärmenetzbetreiber mit langjährigen Erfahrungen in Heizkraftwerken, Anbieter von KW(K)K- und KW(K)K-fähigen Komponenten, Anlagen und Systemen, beratende und planende Ingenieurbüros sowie Anlagenbetreiber (Contractors). Seit Anfang 2013 fasst der Runde Tisch KW(K)K dauerhaft die metropolitanen Kompetenzen zusammen, baut diese systematisch aus, macht sie nach außen hin besser sichtbar, beteiligt sich an der politischen Diskussion und fördert so den Einsatz dieser sinnvollen Technologie in der Metropolregion Nürnberg.

Damit die anspruchsvolle Zielsetzung im Klimapakt der Metropolregion, die CO2-Emissionen auf ihrem Gebiet insgesamt um 80% bis 2050 zu verringern, erreicht wird, müssen nicht nur erneuerbare Energien konsequent ausgebaut und genutzt, sondern es muss auch die Effizienz der konventionellen Energieerzeugung deutlich erhöht werden. Dies wird mit einem maximal möglichen Wirkungsgrad erreicht, wenn Kraft-Wärme (Kälte)-Kopplung eingesetzt wird. KW(K)K kann schon heute mit vorhandener und erprobter Technologie Energie als Wärme speichern. KW(K)K kann durch ihre Regelbarkeit netzdienlich in idealer Weise fluktuierende, erneuerbare Energien wie Wind und Sonne ergänzen. Wird die KW(K)K-Anlage noch dazu mit nachhaltigem Brennstoff (z.B. Biogas, Holzvergasung, synthetisches Gas aus Power-to-Gas-Anlagen, etc.) betrieben, erfolgt die Energiewandlung CO2-neutral.

Der Initiativkreis KW(K)K hat vier "Steckbriefe" für erfolgreich in der Metropolregion Nürnberg umgesetzte KWK-Anlagen erarbeitet. Diese zeigen konkrete Beispiele auf für KWK-Anlagen bei Kommunen, im Bestand und Neubau von Wohngebäuden sowie bei Gewerbe/Handel/Dienstleistungen.

Initiativkreis Wohnen und Energie

In der Metropolregion Nürnberg ist der wesentliche Anteil des Endenergieverbrauchs dem Sektor Gebäude zuzuordnen. Bis zu 70% werden im Wärmesektor verbraucht, hinzu kommt ein erheblicher Stromverbrauch für die Gebäudetechnik, wie Beleuchtung, Lüftung und Klimatisierung und andere Infrastrukturanlagen.

Der Initiativkreis Wohnen und Energie ist der Nachfolger des früheren Netzwerkes Bau und Energie und legt seinen Schwerpunkt auf den Bereich der Mehrfamilienhäuser. Der Kreis hat sich in den Jahren 2015/2016 neu gegründet und wird durch einen kompetenten Steuerungskreis geleitet.

Initiativkreis faire Metropolregion

Am 18.06.2015 fand das Auftakttreffen zur Gründung des "Initiativkreises Faire Metropolregion Nürnberg" in Neumarkt statt. Ende 2015 waren bereits 20 Städte und Gemeinden mit ca. 1,15 Mio. Einwohnern als "Fairtrade Stadt bzw. Gemeinde" ausgezeichnet. Im Februar 2017 wurde die Metropolregion Nürnberg – als erste Metropolregion überhaupt – mit dem Transfair-Siegel ausgezeichnet.

Klimaschutzmanager der Metropolregion Nürnberg

Der "Initiativkreis der Klimaschutzmanager/innen in der Europäischen Metropolregion Nürnberg (EMN)", in dem 25 Kommunen und Landkreise sowie eine Arbeitsgemeinschaft vertreten sind, bildete sich im Sommer 2015 anlässlich der 2. Internationalen Klimaschutzkonferenz der Metropolregion in Nürnberg.

Der Initiativkreis hat folgende Ziele:

  • Netzwerk für den konkurrenzfreien Ideen- und Erfahrungsaustausch zu Projekten und zu Themen des Klimaschutzes
  • Entwicklung von gemeinsamen Projektideen und Veranstaltungen
  • Bündelung der Kompetenz im Bereich Klimaschutzmanagement
  • Meinungsbildung und Ausarbeitung von politischen Stellungnahmen

Klimapakt der Metropolregion Nürnberg

Das Forum "Klimaschutz und nachhaltige Entwicklung" hat einen in der Bundesrepublik bisher einmaligen "Klimapakt" der Metropolregion erarbeitet, der am 13.01.2012 von der Ratsversammlung beschossen wurde und der im Juli 2017 aktualisiert werden soll. Ziel wird dann sein, gemäß der Pariser Klimaschutzbeschlüsse vom Dezember 2015 die CO2-Emissionen auf dem Gebiet der Metropolregion Nürnberg bis 2050 um 80 -95% zu reduzieren. Dabei setzt der Klimapakt auf die bewährte Stadt-Land-Kooperation in der Metropolregion Nürnberg: Nicht jeder Landkreis oder jede Stadt muss das anspruchsvolle Ziel realisieren, sondern die Metropolregion als Ganzes kann ihre Energiekompetenz und ihren Umsetzungswillen beweisen.

Internationale Klimaschutzkonferenzen der Stadt und Metropolregion Nürnberg

2012 fand in Nürnberg eine erste Klimaschutzkonferenz "Energy Future Today: Cities and Districts as Protagonists of Climate Protection" statt, an der insgesamt ca. 180 Personen teilnahmen – vorwiegend aus der Metropolregion Nürnberg, aber auch aus den Partnerstädten Nürnbergs. Die 2. Internationale Klimaschutzkonferenz fand im Juli 2015 geplant. Die 3. Klimaschutzkonferenz ist im Juli 2018 geplant.

Broschuere zum Lenkungskreis

Hier finden Sie Organisation, Ziele und Projekte des Forums "Klimaschutz und nachhaltige Entwicklung" der Metropolregion Nürnberg.

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