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Projektionen zum zukünftigen Klima in Nürnberg

Aktuelle Klimaprojektionen gehen bis zum Ende des 21. Jahrhunderts von einem kontinuierlichen und deutlichen Temperaturanstieg aus. Für das mittlere Emissionsszenario A1B reichen die Zunahmen in Bayern je nach Klimamodell bis 2050 von +1°C bis +2°C und bis 2100 von +2°C bis +4°C im Vergleich zu derzeitigen Temperaturverhältnissen. Wobei die Erwärmung im Winter stärker ausfällt, als im Sommer. Maßgeblich über die Intensität der Erwärmung entscheidet die konkrete Umsetzung der Klimaschutzziele.

Die aktuellen Klimaprojektionen sehen für die Zukunft eine Zunahme an Hitzeereignissen vorher. So wird sich die Anzahl der heißen Tage (Tagesmaximum der Lufttemperatur ≥ 30°C) bis Mitte des 21. Jahrhunderts in Bayern vermutlich verdoppeln und die Anzahl der Sommertage (Tagesmaximum der Lufttemperatur ≥ 25°C) um 50% erhöhen. Hitzewellen werden sowohl in der Dauer als auch in der Intensität zunehmen. Dagegen wird die Anzahl der Frosttage (Tagesminimum der Lufttemperatur ≤ 0°C) und der Eistage (Tagesmaximum der Lufttemperatur ≤ 0°C) bis Mitte des 21. Jahrhunderts um 20-30% abnehmen.

Hinsichtlich der Niederschlagsentwicklung sind die Klimamodelle uneinheitlicher. In der Jahressumme gehen die meisten Modelle von mehr oder weniger gleichbleibenden Niederschlagsmengen für Nordbayern aus. Im Jahresverlauf werden für das Winterhalbjahr (Nov-Apr) tendenziell höhere Niederschlagssummen projiziert und für das Sommerhalbjahr (Mai-Okt) niedrigere Niederschlagssummen. Durch die deutliche Erwärmung der Wintermonate, werden die Tage mit Schneefall stetig abnehmen. Im Sommer sind in Franken vermehrte und längere Trocken- und Niedrigwasserperioden durchaus möglich. Bayernweit wird zudem von einer Zunahme an Starkregenereignissen, insbesondere im Winterhalbjahr, ausgegangen. Die mögliche Entwicklung des Starkregens im Sommerhalbjahr ist dagegen uneinheitlicher.

Insbesondere bei der Niederschlagsentwicklung muss allerdings beachtet werden, dass regionalisierte Klimamodelle noch mit größeren Unsicherheiten behaftet sind und Aussagen für einzelne Städte nur begrenzt möglich sind. Dies trifft insbesondere für die Starkregenereignisse zu.

Mehr Informationen zu den Klimaprojektionen bietet der DWD Klimaatlas (Deutschlandweit) und das LfU (Bayernweit).

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