Markenzeichen der Stadt Nürnberg

Nachrichten aus dem Rathaus

Nr. 94 / 28.01.2026

Zukunft des Kaufhof-Areals: Stadtrat startet nächsten Entwicklungsschritt

Der Nürnberger Stadtrat hat in seiner Sitzung am Mittwoch, 28. Januar 2026, den Start eines strukturierten Auswahlverfahrens für die zukünftige Entwicklung des ehemaligen Kaufhof-Areals beschlossen. In das Verfahren werden auch der benachbarte City-Point sowie das Zeughaus und die Mauthalle einbezogen. Damit stellt die Stadt die Weichen für die nächste Phase der Entwicklung eines der zentralsten Innenstadtstandorte Nürnbergs.

Mit dem Beschluss knüpft der Stadtrat an die bisherigen Schritte seit dem Zwischenerwerb der Immobilie durch die Stadt Nürnberg an. In diese Phase fließen auch zahlreiche Anregungen ein, die Bürgerinnen und Bürger in den vergangenen Monaten in unterschiedlichen Beteiligungsformaten eingebracht haben. Ziel ist es, auf Basis der bereits vorliegenden Untersuchungen, Marktsondierungen und der Konzeptstudie nun systematisch tragfähige Entwicklungsperspektiven für das Areal zu erarbeiten, ohne sich vorschnell auf eine einzelne Nutzung oder einen Umsetzungspfad festzulegen.

Oberbürgermeister Marcus König: „Mit der Entscheidung des Stadtrats können wir nun zielgerichtet an der Weiterentwicklung dieses wichtigen Innenstadtquartiers arbeiten. Das Areal rund um Kaufhof und City-Point bietet uns die Chance, einen zentralen Teil unseres Stadtzentrums vollkommen neu zu denken und einen Ort zu schaffen, der für alle Nürnbergerinnen und Nürnberger sowie für Gäste attraktiv ist. Für mich ist das ein Nürnberger Zukunfts-Carré. Der Beschluss ist daher eine weitere wichtige Weichenstellung für eine lebendige und zukunftsfähige Nürnberger Innenstadt.“

Dr. Andrea Heilmaier, Wirtschafts- und Wissenschaftsreferentin: „Die Entwicklung dieses Innenstadtareals ist eine Jahrhundertchance für Nürnberg. Ich freue mich sehr über den klaren Beschluss zum weiteren Vorgehen. Damit haben wir die Grundlage geschaffen, die nächsten Schritte strukturiert und qualitätsorientiert anzugehen. Das Interesse potenzieller Investoren und Entwicklungspartner ist groß. Jetzt gilt es, das Beste für Nürnberg herauszuholen und eine wirtschaftlich tragfähige sowie vielfältige Nutzung zu entwickeln, die das Herz unserer Stadt nachhaltig stärkt.“

Das beschlossene Konzeptauswahlverfahren ist als mehrstufiger Prozess angelegt, in dem unterschiedliche Ideen und Nutzungskonzepte verschiedener potenzieller Investoren und Entwicklungspartner systematisch miteinander verglichen werden. Es ermöglicht, unterschiedliche Nutzungsideen und Entwicklungskonzepte unter einheitlichen Rahmenbedingungen miteinander zu vergleichen. Bewertet werden dabei unter anderem der Nutzungsmix, die städtebauliche Qualität, der Umgang mit den denkmalgeschützten Gebäuden Kaufhof, Zeughaus und Mauthalle sowie Wirtschaftlichkeit, Kaufpreis und Umsetzbarkeit. Auf dieser Grundlage entsteht eine transparente und nachvollziehbare Entscheidungsgrundlage für den Stadtrat.

Mit dem jetzigen Beschluss ist ausdrücklich noch keine Entscheidung über ein konkretes Nutzungskonzept oder einen Entwicklungspartner verbunden. Diese Entscheidungen werden in den kommenden Verfahrensphasen vorbereitet und dem Stadtrat jeweils zur Beschlussfassung vorgelegt. Parallel zur sogenannten „großen Lösung“ im Quartierszusammenhang werden auch weiterhin Optionen für eine eigenständige Entwicklung des Kaufhof-Gebäudes geprüft.

Zwischennutzungen sorgen für Leben im ehemaligen Kaufhof
Während die langfristige Entwicklung vorbereitet wird, bleibt der Standort aktiv. Seit September 2025 sorgen verschiedene gewerbliche und kulturelle Zwischennutzungen im ehemaligen Kaufhof wieder für Leben im Gebäude. Das Nürnberger Modeunternehmen Wöhrl nutzt das Erdgeschoss als Hauptmieter, ergänzt durch Pop-up-Stores unter anderem von Ikea, dem Tessloff Verlag („Was ist was“) und Tretter-Schuhe. Hinzu kommen gastronomische Angebote sowie die „UTN Science Lounge“ der Technischen Universität Nürnberg in den Außenläden.

Die Pop-up-Nutzungen sind bewusst als zeitlich befristete Formate angelegt. Ziel ist es, insbesondere im Innenbereich des Gebäudes, ergänzend zur Nutzung durch Wöhrl, immer wieder neuen Pop-up- und Zwischennutzungsinteressierten Raum zu geben. Damit ermöglicht die Stadt an dieser Stelle gezielt die Erprobung neuer Konzepte und Ideen, die sich bestenfalls im Anschluss auch dauerhaft etablieren. Ein erstes Erfolgsbeispiel hierfür ist die nun ausgeweitete Zusammenarbeit von Wöhrl mit dem Nürnberger Tessloff Verlag und seiner Kinderbuchreihe „Was ist was“. Künftig sind die bekannten Kinderbücher auch in allen regulären Wöhrl-Filialen deutschlandweit erhältlich.    let

Weitere Informationen zum Kaufhof-Gebäude unter:
nuernberg.de/internet/stadtportal/kaufhof.html  

1 Anhang