Nr. 440 / 20.04.2026
Feierliche Schlusssteinlegung für eines der derzeit größten Schulbauprojekte Nordbayerns: Die Rohbauarbeiten für das Schulzentrum Südwest, Pommernstraße 10, in Eibach sind fertig. Am heutigen Montag, 20. April 2026, ist im Beisein von Oberbürgermeister Marcus König, Bürgermeisterin Prof. Dr. Julia Lehner, der Referentin für Schule und Sport, Cornelia Trinkl, sowie Planungs- und Baureferent Daniel F. Ulrich die Jahrestafel der Grundsteinlegung am Haupteingang enthüllt worden. Die Gesamtinvestition beläuft sich auf rund 219 Millionen Euro, davon entfallen etwa 153 Millionen Euro auf den zweiten Bauabschnitt, der den Ersatzneubau des Schulgebäudes umfasst.
Künftig sind dort das Sigmund-Schuckert-Gymnasium, die Peter-Henlein-Realschule, die kombinierte Schul- und Stadtteilbibliothek sowie die Dienststelle des Ministerialbeauftragten für Realschulen in Mittelfranken untergebracht. Insgesamt können ab Mitte 2028 dort rund 2 500 Schülerinnen und Schüler lernen. Oberbürgermeister Marcus König hebt hervor: „Mit der Schlusssteinlegung des Schulzentrums Südwest setzen wir ein starkes Zeichen für die Zukunft unserer Stadt. Bildung hat in Nürnberg höchste Priorität – sie ist der Schlüssel für Chancengleichheit, gesellschaftlichen Zusammenhalt und eine erfolgreiche Entwicklung unserer jungen Generation. Deshalb investieren wir gezielt in moderne, gut ausgestattete Lernorte, die den Anforderungen von heute und morgen gerecht werden. Das Schulzentrum Südwest wird weit mehr sein als ein Ort des Unterrichts: Es entsteht ein lebendiger Raum für Begegnung, Austausch und persönliche Entfaltung. Hier sollen sich Schülerinnen und Schüler wohlfühlen, ihre Talente entdecken und bestmöglich gefördert werden. Ich danke allen Beteiligten, die dieses wichtige Projekt möglich machen, und freue mich darauf, wenn dieser Ort schon bald mit Leben gefüllt wird.“
„Mit dem Schulzentrum Südwest entsteht ein moderner Lern- und Lebensort für rund 2 500 Schülerinnen und Schüler, der weit über den klassischen Unterricht hinausgeht. Besonders erfreulich ist dabei die enge Verbindung von schulischer und kultureller Bildung – etwa durch die integrierte Schul- und Stadtteilbibliothek, die ein offener Ort des Lesens, Lernens und der Begegnung für den gesamten Stadtteil sein wird. Mein herzlicher Dank gilt dem Freistaat Bayern für die großzügige Unterstützung dieses zukunftsweisenden Projekts. Diese Investition ist ein starkes gemeinsames Signal für Bildungsgerechtigkeit, kulturelle Teilhabe und die Zukunft unserer Kinder und Jugendlichen“, so Bürgermeisterin Prof. Dr. Julia Lehner.
Schul- und Sportreferentin Cornelia Trinkl ergänzt: „Mit dem Schulzentrum Südwest führen wir die gewachsenen Stärken des Sigmund-Schuckert-Gymnasiums und der Peter-Henlein-Realschule in eine gemeinsame Zukunft. Es entsteht ein Ort, der Vertrautes bewahrt und zugleich neue Räume für Begegnung, Austausch und Entwicklung eröffnet. So schaffen wir für die Schülerinnen und Schüler nicht nur moderne Lernbedingungen, sondern ein lebendiges schulisches Zuhause.“
Das städtische Hochbauamt hat im September 2023 mit den Arbeiten für den zweiten Bauabschnitt begonnen. Das gesamte Projekt umfasst den Neubau von zwei Schulen mit zugehörigen Sporthallen und Freisportanlagen, die Dienststelle des Ministerialbeauftragten für die Realschulen in Mittelfranken sowie eine Schul- und Stadtteilbibliothek. Die Umsetzung erfolgt in insgesamt drei Abschnitten. Der bestehende Gebäudebestand wird schrittweise durch Neubauten ersetzt. Bereits im Jahr 2023 konnte im Rahmen des ersten Bauabschnitts eine neue dreifach Sporthalle in Betrieb genommen werden. Im gerade stattfindenden zweiten Bauabschnitt entsteht der Ersatzneubau für das Schulgebäude. Sobald der Betrieb im neuen Schulgebäude gestartet ist, werden im dritten und letzten Bauabschnitt das alte Schulgebäude samt Nebengebäuden abgerissen und anschließend eine Vierfachsporthalle mit Freianlagen und zusätzlichen Kfz- und Fahrradstellplätzen, ein weiterer Spielhof sowie die restlichen Außensportflächen einschließlich Rasenspielfeld und Laufbahn neu errichtet.
Nach Abschluss des Rohbaus des zweiten Bauabschnitts werden derzeit die Fassadenarbeiten intensiv vorangetrieben. Deren Fertigstellung ist für das zweite Quartal 2026 vorgesehen. Die geklinkerten Lochfassaden des Gemeinschaftsgebäudes sowie der Erdgeschosse der beiden Schulbaukörper sind nahezu fertig. Die Obergeschosse der beiden Baukörper sind als Stahlbetonskelettbauten konzipiert. Die Fensterbänder sind bereits montiert, aktuell werden die Photovoltaikelemente im Bereich der Fensterbrüstungen angebracht. Im Gebäudeinneren laufen derweil die Montagen der technischen Gebäudeausrüstung sowie die Ausbauarbeiten. In Teilbereichen ist bereits der Gussasphaltboden eingebaut. Die Technikzentralen auf den Dächern sind nahezu fertig. Sobald es die Witterung zulässt, beginnen die Arbeiten an der Dachabdichtung. Die bauliche Fertigstellung und die Übergabe des Gebäudes an die Bedarfsträger sind für Ende 2027 vorgesehen.
Der Entwurf des Architekturbüros Staab Architekten sieht einen dreiteiligen Schulbaukörper mit dezentraler Campuserschließung vor. Ein Vorplatz an der Ecke Pommernstraße und Werkvolkstraße markiert den Haupteingang und führt in das zentrale Gemeinschaftsgebäude. Daran angrenzend befinden sich die beiden Schulbaukörper – das Gymnasium im Norden und die Realschule im Osten. Das Gemeinschaftsgebäude, die Sockelgeschosse der Schulbauten sowie die beiden Sporthallen werden in Stahlbetonmassivbauweise errichtet. Die Obergeschosse der Schulbauten werden in Stahlbetonskelettbauweise realisiert. Die Brüstungsbereiche sowie die begrünten Flachdächer werden großflächig mit Photovoltaikelementen ausgestattet. Ergänzt wird das Raumangebot durch eine Mensa mit Produktionsküche, die künftig als Frischeküche die tägliche Versorgung der Schulfamilie übernimmt. „Wir leisten mit dem Neubau einen wichtigen Beitrag zum Thema Klimaneutralität in Nürnberg. Der Energiebedarf und die regenerative Energieerzeugung gleichen sich aus. zudem wird der bilanzierte Endenergieverbrauch durch Photovoltaik gedeckt“, so Planungs- und Baureferent Daniel F. Ulrich.
Der Freistaat Bayern beteiligt sich an den Gesamtkosten mit einer Förderung von rund 63 Millionen Euro im Rahmen des Bayerischen Finanzausgleichsgesetzes (BayFAG). Die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) fördert das Bauvorhaben (1. Bauabschnitt) durch einen zinsgünstigen Kredit mit Tilgungszuschuss innerhalb der Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG), erreicht wird der Standard „Neubau Effizienzgebäude 40“. Außerdem fördert die KfW das Bauvorhaben (2. Bauabschnitt) im Zuge des Programms „Klimafreundlicher Neubau Nichtwohngebäude Kommunen“ mit einer halben Million Euro.
Weitere Informationen zum Bauprojekt unter
https://www.nuernberg.de/internet/hochbauamt/ssw.html