Die Stadt Nürnberg plant den Ersatzneubau des Schulzentrums Südwest mit ca. 85 Klassen (Gymnasium und Realschule) für ca. 2.500 Schülerinnen und Schüler in 90451 Nürnberg, Pommernstraße 10. Im Schulzentrum sind angesiedelt die Schulneubauten Peter-Henlein-Realschule und Sigmund-Schuckert-Gymnasium, deren Ganztagesbetreuung, eine kombinierte Schul- und Stadtteilbibliothek, die Dienststelle des Ministerialbeauftragten für Realschulen sowie Gebäude für Sportnutzung mit sieben Übungseinheiten für den Hallensport, Freisportanlagen und Außenanlagen.
Mit dem Neubau wird eine gestalterisch anspruchsvolle Lösung für das Bestandsgebäude aus den 70er Jahren gebaut, das pädagogisch nachhaltige Räumlichkeiten bereitstellt bei gleichzeitiger Beachtung von Funktionalität und Flächeneffizienz zur Ressourcenschonung und Werterhaltung.
Energetische Zielsetzung ist die Umsetzung einer „klimaneutralen Schule‘‘ im Sinne einer Null- bzw. Plusenergiebilanz mit einer sehr hohen Eigenbedarfsdeckung durch den Einsatz regenerativer Energien. Es wird hierbei insbesondere Wert auf ein ausgewogenes, passives Gebäudekonzept gelegt, das die Aspekte der Energieeffizienz und des Komforts berücksichtigt.
Kennwerte des Bauvorhabens (ca.-Angaben)
Fläche nach DIN 277-1
Sporthalle 1
Schulgebäude
Sporthalle 2
gesamt
BGF
4.100 m²
35.900 m²
4.800 m²
44.800 m²
NRF
3.500 m²
31.300 m²
4.100 m²
38.900 m²
BRI
26.600 m³
158.500 m³
31.800 m³
216.900 m³
Bauen in Bauabschnitten
Das Bestandsschulgebäude bleibt während der Baumaßnahme bis zum Umzug ins neue Gebäude in Betrieb. Daher muss in allen Bauphasen ein gefahrloses Betreten aller genutzten Schulgebäude sowie der notwendigen Außenflächen möglich sein. Ein anspruchsvoller Interimsnutzungsplan zur bestmöglichen Berücksichtigung aller Nutzerinteressen ist daher Grundlage des gesamten Bauablaufs.
Der Rohbau des zweiten Bauabschnitts ist fertiggestellt. Derzeit werden die Fassadenarbeiten intensiv vorangetrieben, die Fertigstellung der Fassaden ist für das zweite Quartal 2026 vorgesehen. Die geklinkerten Lochfassaden des Gemeinschaftsgebäudes sowie der Erdgeschosse der beiden Schulbaukörper sind nahezu fertiggestellt. Die Obergeschosse der beiden Schulbaukörper sind als Stahlbetonskelettbauten konzipiert. Fassadenseitig sind hier die Fensterbänder bereits montiert, aktuell werden die Photovoltaikelemente im Bereich der Fensterbrüstungen angebracht. Im Gebäudeinneren laufen derweil die Montagen der technischen Gebäudeausrüstung sowie die Ausbauarbeiten. In Teilbereichen wurde bereits der Gussasphaltboden eingebaut. Die Errichtung der Technikzentralen auf den Dächern ist nahezu abgeschlossen und sobald es die Witterung zulässt, beginnen die Arbeiten an der Dachabdichtung. Die bauliche Fertigstellung und die Übergabe des Gebäudes an die Bedarfsträger sind für Ende 2027 vorgesehen.