Markenzeichen der Stadt Nürnberg

Nachrichten aus dem Rathaus

Nr. 858 / 30.07.2026

Breitere Radfahrstreifen im Thumenberger Weg

Der Nürnberger Verkehrsausschuss hat in seiner Sitzung am Donnerstag, 30. Juli 2026, die deutliche Verbreiterung der Radfahrstreifen im Thumenberger Weg, zwischen der Oedenberger Straße und der Ewaldstraße, beschlossen. Die Umsetzung soll gemeinsam mit der Sanierung der bestehenden Ampelanlage an der Kreuzung zur Oedenberger Straße erfolgen. Ein genaues Datum dafür steht noch nicht fest.

Der Thumenberger Weg ist Bestandteil der Radvorrangroute Nummer 4, die von Schniegling über den Marienbergpark nach Mögeldorf führt. Der existierende Radfahrstreifen in diesem Abschnitt ist zu schmal und ohne ausreichenden Abstand zu den vorhandenen Parkbuchten markiert. Dadurch steigt das Risiko von sogenannten Dooring-Unfällen: Kollisionen, bei denen Radfahrende gegen plötzlich geöffnete Autotüren prallen. Mit dem heutigen Beschluss soll der Radfahrstreifen in beiden Fahrtrichtungen auf jeweils 2,50 Meter zuzüglich Breitstrichmarkierung, die der optischen Trennung des Radwegs dient, verbreitert werden. Für den motorisierten Individualverkehr bleibt eine Fahrspurbreite von 3,25 Metern erhalten. An der Kreuzung Oedenberger Straße sind zwei aufgeweitete Radaufstellstreifen vorgesehen, um das Linksabbiegen für den Radverkehr sicherer und komfortabler zu gestalten. Mit der Pflanzung von zwei neuen Bäumen werden zudem rund 27 Quadratmeter Fläche entsiegelt.

„Bei vergleichsweise geringem Aufwand schaffen wir eine deutliche Erhöhung der Verkehrssicherheit für den Radverkehr. Gleichzeitig schließen wir eine wichtige Lücke im Netz der Radvorrangrouten“, fasst Bürgermeister Andreas Krieglstein den heutigen Beschluss zusammen.

Was sind Radvorrangrouten?
Die Radvorrangrouten zur Förderung des Radverkehrs in der Stadt Nürnberg sind in Abstimmung mit den Mitgliedern des „Runden Tischs Radverkehr“ erarbeitet und im September 2020 mit 19 Routen vom Stadtrat beschlossen worden. Diese Routen sollen zukünftig ein Netz an durchgängigen Radrouten mit einem besonderen Komfort bei Ausbau und Wegweisung bilden, auf denen dem Radverkehr ein besonderer Vorrang eingeräumt wird. Radvorrangrouten bilden zukünftig im Radwegesystem die zweithöchste Qualitätsstufe nach den Radschnellverbindungen. Geplante Lückenschlüsse im Netz sollen zukünftig prioritär entlang dieser Routen ausgebaut werden. Außerdem soll auf Basis der bestehenden, bundesweit einheitlichen Systematik der Wegweisung eine möglichst intuitive Führung auf diesen zentralen Radrouten etabliert werden.    tom

Mehr Informationen zum Thema Radvorrangrouten online unter
nuernberg.de/internet/verkehrsplanung/radvorrangrouten.html.