Der Servicebetrieb Öffentlicher Raum Nürnberg (Sör) beginnt mit dem Um- und Ausbau der Ambergerstraße im Stadtteil Schweinau. Der verschlissene Straßenzug zwischen der Nopitschstraße und der Zweibrückener Straße wird saniert und als Teil der Radschnellverbindung Nürnberg-Schwabach in weiten Teilen zur Fahrradstraße ausgebaut. Zum Beginn der Arbeiten besuchte Bürgermeister und Erster Sör-Werkleiter Andreas Krieglstein am Donnerstag, 20. August 2026, die Baustelle.
Andreas Krieglstein sagt: „Mit dem Umbau der Ambergerstraße schaffen wir einen wichtigen Baustein für die Radschnellverbindung zwischen Nürnberg und Schwabach. Gleichzeitig investieren wir in einen modernen Straßenraum, der den Anforderungen einer wachsenden Stadt gerecht wird: sicher, übersichtlich und zukunftsfähig. So stärken wir den Radverkehr und schaffen attraktive Alternativen zum Auto.“
Die geplante Fahrradstraße ist für den Radverkehr von hoher Bedeutung, da der Abschnitt eine attraktive Verbindung in Richtung Innenstadt darstellt und dabei Hauptverkehrsstraßen meidet. Ziel der Umgestaltung ist daher eine durchgängig sichere, komfortable und attraktive Radverkehrsführung. Hierfür werden die Straßenquerschnitte und Oberflächen verändert und erneuert, Gehwege vergrößert, Bestandsgleise entfernt sowie Parkplätze und die Entwässerung neu geordnet. Die entsprechenden Straßenabschnitte werden an den aktuellen Nürnberger Fahrradstraßenstandard angepasst; insbesondere an Kreuzungen wird durch Beschilderung und Rotmarkierung Vorrang für den Radverkehr geschaffen. Neues Straßenbegleitgrün und 22 Baumpflanzungen sorgen zugleich für ein besseres städtisches Klima.
„Von der Neugestaltung werden alle profitieren, die die Ambergerstraße täglich nutzen, ob zu Fuß, mit dem Fahrrad oder mit dem Auto. Breitere Gehwege, neue Bäume und eine klare Verkehrsführung schaffen mehr Sicherheit und machen den Straßenraum zugleich spürbar angenehmer und lebenswerter. Damit wird die Ambergerstraße weit mehr als nur eine Fahrradstraße: Sie wird zu einem Ort, an dem sich Menschen gerne aufhalten und sich im gesamten Stadtteil sicherer und wohler fühlen. Besonders freue ich mich darüber, dass parallel auch die Grünanlage und der angrenzende Schulhof der Georg-Paul-Amberger-Schule umfassend durch Sör neugestaltet werden. Wenn wir das Ergebnis im Sommer 2027 gemeinsam eröffnen, wird hier ein Stück mehr Lebensqualität für unseren Stadtteil sichtbar und erlebbar sein“, betont Bürgermeister Andreas Krieglstein.
Bis voraussichtlich Freitag, 23. Oktober, wird als erstes die Ambergerstraße inklusive der Einmündung Friesenstraße bis zur Georg-Paul-Amberger-Schule zur Fahrradstraße umgebaut. Die Kreuzung Ambergerstraße/Friesenstraße und die Ausfahrt der VAG Verkehrs-Aktiengesellschaft Nürnberg bleiben während des ersten Bauabschnitts so lange wie möglich geöffnet.
Im weiteren Verlauf bis zur Turnerheimstraße wird die bestehende Ambergerstraße zu einem eigenständigen Zwei-Richtungs-Radweg mit einer Breite von vier Metern umgebaut. Dieser Weg verläuft parallel zum neuen Grünzug, der derzeit von Sör umgesetzt wird. Die Arbeiten dauern hier voraussichtlich von Montag, 26. Oktober, bis Mitte Dezember.
Im Frühjahr 2027 gehen die Arbeiten je nach Wetter weiter: Im März und April sollen die Ambergerstraße zwischen Friesenstraße und Nopitschstraße sowie die Stichverbindung Nopitschstraße/Holzwiesenstraße umgestaltet werden. An der Kreuzung Nopitschstraße/Ambergerstraße wird außerdem die Ampelanlage erneuert. Im Mai und Juni baut Sör die Kreuzung Turnerheimstraße/Zweibrückener Straße inklusive eines Abschnitts entlang der Zweibrückener Straße aus.
Abschließend, im Juli, erhält die Holzwiesenstraße entlang des neu gebauten Kinder- und Jugendhauses einen neuen Geh- und Radweg, der in den zukünftig geplanten Wendehammer auf Höhe des aktuell vorhandenen Parkplatzes mündet. Von dort aus führt künftig nur noch ein Rad- und Fußweg zur Nopitschstraße. Die Einfahrt zum Kinder- und Jugendhaus von der Nopitschstraße aus bleibt für den Autoverkehr möglich.
Die Ambergerstraße erhält durch diesen Umbau einen strukturierten und freundlichen Charakter. Auch das angrenzende Umfeld zur Ambergerstraße profitiert von der Neugestaltung. Auf der gesamten Strecke wird die Sicherheit nicht nur für Schulkinder, sondern für alle Verkehrsteilnehmenden verbessert. Auch die Belange mobilitätseingeschränkter Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmer werden berücksichtigt: Es werden zwei Behindertenstellplätze vor der Georg-Paul-Amberger-Schule integriert und der Knoten Nopitschstraße/Ambergerstraße barrierefrei umgebaut. Zusätzlich wird im Zuge der Baumaßnahme die Straßenbeleuchtung komplett neu errichtet.
Die Gesamtkosten für das Projekt betragen rund 11 Millionen Euro. Davon entfallen circa 6,1 Millionen Euro auf die Grünmaßnahme mit schrittweiser Umwandlung der versiegelten Straße in eine öffentliche Grünanlage samt Spiel- und Bewegungsangeboten. Der tatsächliche Umbau der Ambergerstraße in eine Fahrradstraße wird voraussichtlich rund 5,5 Millionen Euro kosten. Der Umbau zur Fahrradstraße wird mit rund 3,4 Millionen Euro aus dem Förderprogramm „Radoffensive Klimaland Bayern“ vom Staatsministerium für Wohnen, Bau und Verkehr bezuschusst. Die Fertigstellung ist für Juli 2027 geplant – gemeinsam mit der Fertigstellung des anliegenden Grünzugs. tom
Mehr Informationen auf der Sör-Webseite unter nuernberg.de/internet/soer_nbg/ambergerstrasse_fahrradstrasse.html.