Markenzeichen der Stadt Nürnberg

Nachrichten aus dem Rathaus

Nr. 946 / 07.09.2026

Endspurt beim bundesweiten Wettbewerb Abpflastern

Unter dem Motto „Dort Asphalt. Hier Aufbruch“ nimmt Nürnberg dieses Jahr erstmals am bundesweiten Wettbewerb Abpflastern teil. Ziel des im März gestarteten Wettbewerbs ist es, dass möglichst viele Flächen entsiegelt und begrünt werden. Noch bis Ende Oktober 2026 können alle mitmachen, die über eine passende Fläche verfügen und Lust auf mehr Stadtgrün in ihrer Umgebung haben.

Bis Ende August wurden in Nürnberg durch verschiedene Initiativen und Firmen für den Wettbewerb bereits mehrere Flächen begrünt. Im Nürnberger Norden wurden beispielsweise einige Parkplätze eines Supermarkts in eine Grünfläche verwandelt, ebenso wie in der Rollnerstraße eine Hinterhoffläche und in der Innenstadt eine Fläche am Oberen Bergauerplatz. Aktive, die noch bis Ende Oktober eine Fläche in Nürnberg entsiegeln, haben die Chance auf einen von 20 Pflanzgutscheinen im Wert von 50 Euro für den Gartenmarkt der Noris Inklusion. Weitere Informationen zur Aktion finden Interessierte auf der städtischen Klimahomepage unter klimaneutrales.nuernberg.de oder unter abpflastern.de.

Britta Walthelm, Referentin für Umwelt und Gesundheit der Stadt Nürnberg, betont die Wichtigkeit von Grünflächen in Zeiten des Klimawandels. „Nicht zuletzt der diesjährige Sommer mit mehreren längeren Hitzeperioden hat uns noch einmal deutlich vor Augen geführt, welche Folgen der Klimawandel für Nürnberg hat. Auch die gesundheitlichen Folgen der Hitze waren dieses Jahr für viele Menschen spürbar. Der beste Schutz vor hohen Temperaturen in Städten sind Grünflächen und Bäume. Deshalb ist jede zusätzliche Grünfläche wichtig und leistet einen Beitrag für mehr Lebensqualität und gesunde Wohnverhältnissen in den Stadtvierteln“, sagt sie.

Auch der Servicebetrieb Öffentlicher Raum Nürnberg (Sör) setzt 2026 zahlreiche Entsiegelungs- und Begrünungsprojekte im Stadtgebiet um. Unter anderem wurden in der Amberger Straße im Stadtteil Schweinau 3 000 Quadratmeter Verkehrsfläche in Grünfläche umgewandelt. Im Westpark setzt Sör derzeit ein Zeichen für nachhaltiges und zukunftsfähiges Bauen. Durch den vollständig klimaneutralen Rückbau einer alten Gärtnerei konnte eine Fläche von mehr als 3 000 Quadratmetern entsiegelt und der Park dadurch erweitert werden. Auch in der Nürnberger Innenstadt bei der Umgestaltung des Lorenzer Platzes wurden Bäume gepflanzt, 360 Quadratmeter Fläche entsiegelt und Baumscheiben mit Staudenpflanzungen angelegt. Im Stadtteil St. Johannis ist ein neuer Pocket Park entstanden, dabei wurden rund 500 Quadratmeter entsiegelt.

Bürgermeister Andreas Krieglstein sagt dazu: „Eine grünere und lebenswertere Stadt entsteht nicht allein durch große Projekte. Auch viele kleinere Maßnahmen können in ihrer Summe eine große Wirkung entfalten. Jede entsiegelte Fläche, jeder neu gepflanzte Baum und jeder Quadratmeter zusätzliches Grün tragen dazu bei, die Aufenthaltsqualität in unseren Stadtteilen zu verbessern und Nürnberg widerstandsfähiger gegen die Folgen des Klimawandels zu machen. Mit der Vielfalt an Projekten, die wir im gesamten Stadtgebiet umsetzen, gehen wir diesen Weg konsequent weiter. Denn am Ende zählt jeder Beitrag: Gemeinsam können wir unsere Stadt Schritt für Schritt grüner, lebenswerter und zukunftsfähiger gestalten.“

Förderangebote für mehr Grün in Nürnberg
Die Stadt Nürnberg fördert mit verschiedenen Angeboten mehr Stadtgrün und Bäume in Nürnberg. Gefördert werden beispielsweise private Dach-, Fassaden- und Hofbegrünungen in Stadterneuerungsgebieten. Außerdem wird der Kauf von Bäumen durch das Förderprogramm „Der geschenkte Baum“ bezuschusst. Weitere Informationen hierzu finden sich online unter nuernberg.de/internet/klima/foerderangebote.html#_0_0.

Wer keine eigenen Flächen hat, kann auch mittels einer Baum- oder Gießpatenschaft einen ehrenamtlichen Beitrag für Stadtgrün in Nürnberg leisten. Weitere Informationen hierzu gibt es online unter nuernberg.de/internet/soer_nbg/gruen.html.    tom