Nachrichten aus dem Rathaus

Nr. 1078 / 27.10.2016

Preisträger des Architekturpreises 2016 stehen fest

Der Architekturpreis der Stadt Nürnberg 2016 geht an drei Preisträger: Ausgezeichnet werden das Bürowirtschaftliche Zentrum am Berufsbildungszentrum (Bauherr: Stadt Nürnberg Hochbauamt / Architekt: Michel & Wolf Architekten, Stuttgart), der Nordostpark Freiraum (Bauherr: Officefirst Immobilien AG & Co KG / Freiflächenplaner: WGF Objekt Landschaftsarchitekten, Nürnberg) und Auf AEG – Revitalisierung des ehemaligen AEG-Fabrikareals (Bauherr: MIB Coloured Fields GmbH / Planer: 3M Bauzentrale, Leipzig). Das hat der Stadtrat in nichtöffentlicher Sitzung am 26. Oktober 2016 beschlossen.

Der Rat folgte damit den Vorschlägen des Preisgerichts, bestehend aus den Mitgliedern des Baukunstbeirats der Stadt Nürnberg unter Vorsitz von Professor Willi Egli. Die Stadt Nürnberg hat im Mai 2016 zum fünften Mal den Architekturpreis der Stadt Nürnberg ausgelobt. Gestalterische Qualität, Nachhaltigkeit und Standortgerechtigkeit sind die wichtigsten Kriterien bei der Vergabe dieses Preises. Die Objekte müssen im Stadtgebiet liegen und zwischen Anfang 2007 und Ende 2015 fertiggestellt worden sein. Die Auslobung stieß auf große Resonanz: Insgesamt wurden 56 Arbeiten eingereicht – so viele wie noch nie.

Davon waren rund 40 Prozent Sanierungen, Um- oder Anbauten im Bestand und rund 60 Prozent Neubauten. Über 40 Prozent der eingereichten Arbeiten waren öffentliche Bauaufgaben. Das Angebot, erstmals auch Freianlagen zur Beurteilung einzureichen, wurde nur zaghaft angenommen. Nur drei landschaftsplanerische Beiträge finden sich im Teilnehmerfeld. Planungs- und Baureferent Daniel F. Ulrich dazu: „Aber nicht die Quantität ist entscheidend, sondern ihre Qualität. Für diese zu werben, ist das Ziel des Architekturpreises.

Folgende weitere Objekte erhalten eine Anerkennung: das Easy Credit-Haus (Bauherr: S&P OD Objekt 8 GmbH & Co.KG / Entwurf: Baumschlager Eberle, Lochau (A) / Ausführung: GP Wirth Architekten, Nürnberg), die Autobahnmeisterei Fischbach (Bauherr: Autobahndirektion Nordbayern / Architekt: Bernhard Landbrecht mit Christian Parthe, München) und die Dreifachsporthalle Uhlandschule (Bauherr: Stadt Nürnberg, Hochbauamt / Architekt: Peck Daam Architekten GmbH, München).

Die Bandbreite der Wettbewerbsbeiträge ist ein Querschnitt aus neun Jahren Baugeschehen: Vom Bürogebäude bis zur Messehalle, von der Platzgestaltung bis zur Konzerthalle, von der Kindertagesstätte und der Wohnanlage bis zum privaten Einfamilienhaus. Der Vorsitzende des Preisgerichtes Professor Willi Egli ist sich sicher: „Tatsache ist überall, dass die Wahrnehmung höherer Ansprüche in der Regel das Bauen nicht verteuert. Was mehr Investitionen kostet, ist die Denkarbeit. Eines jener kostbaren Güter, welches uns Menschen am deutlichsten vom Tierreich unterscheidet. Kultur und Wirtschaft dürfen sich nicht feindlich gegenüberstehen, langfristig sind sie beide in gegenseitiger Akzeptanz für eine gesunde Entwicklung unabdingbar. Bauen und Kultur vereint als Baukultur zu pflegen ist unsere ureigenste Verpflichtung gegenüber unserer Gesellschaft, unserer Umwelt und unseren Erben.“

Die drei prämierten Objekte werden mit einer Bronzeplastik des verstorbenen Bildhauers Heinz Heiber ausgezeichnet, der auch das bekannte Westportal an der Sebalduskirche gestaltet hat. Die öffentliche Verleihung des Architekturpreises mit Oberbürgermeister Dr. Ulrich Maly. findet am Mittwoch, 16. November 2016, um 17.30 Uhr in der Aula des Baumeisterhauses, Bauhof 9, statt. Daneben sprechen der Planungs- und Baureferent Daniel F. Ulrich und der Vorsitzende des Baukunstbeirats, Professor Willi Egli. Interessierte Bürgerinnen und Bürger sind herzlich eingeladen.

Darüber hinaus sind die preisgekrönten Arbeiten und alle weiteren abgegebenen Arbeiten in einer Ausstellung im Offenen Büro des Stadtplanungsamts, Lorenzer Straße 30, vom 15. November bis zum 9. Dezember 2016 zu sehen. Die Öffnungszeiten sind Montag, Dienstag und Donnerstag von 8.30 bis15.30 Uhr sowie Mittwoch und Freitag von 8.30 bis 12.30 Uhr.

Alle Arbeiten können auch angesehen werden unter www.nuernberg.de/internet/referat6/architekturpreis.html

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