Nachrichten aus dem Rathaus

Nr. 711 / 15.07.2021

Mehr als 500 000 Impfungen und weitere Impfangebote

Es geht deutlich voran: Ende April waren 171 000 Impfungen, Ende Mai 301 000 und Ende Juni 450 000 Impfungen in Nürnberg verabreicht worden. Am gestrigen Mittwoch, 14. Juli 2021, hat die Stadt die Marke von 500 000 übersprungen und liegt jetzt bei 501 338 in Nürnberg verabreichten Impfungen. 221 623 Personen sind in Nürnberg nun bereits vollständig geimpft. Zusätzlich wird die Stadt ihre Impfangebote nochmals ausweiten. Die Bayerische Staatsregierung hatte in ihrer Kabinettssitzung diese Woche eine weitere Flexibilisierung bei der Umsetzung der Impfkampagne angekündigt, um die Impfbereitschaft der Bürgerinnen und Bürger zu steigern. Besonders im Fokus steht dabei die Altersgruppe der 16- bis 30-Jährigen.


Impfungen künftig auch ohne Termine

Die Terminbuchungen im Bayerischen Impfportal bleiben alle bestehen. Erhält man eine Einladung zur Terminbuchung, kann diese wie bisher gebucht werden. Zusätzlich sind ab sofort Erstimpfungen im Impfzentrum in der Messehalle 3 C in der Zeit von 8 bis 16 Uhr am Montag, Mittwoch, Freitag, Samstag, Sonntag und an den „langen Tagen“ Dienstag und Donnerstag von 7 bis 20 Uhr auch ohne vorherige Registrierung und Termin möglich. In der Filiale City Point ist dies bis auf sonntags an allen Tagen der Woche von 9 bis 18 Uhr möglich, in der Alten KfzZulassungsstelle von Montag bis Sonntag von 9 bis 18 Uhr.

Je nach Auslastung muss mit Wartezeit gerechnet werden. Das Mitbringen eines Impfpasses ist sinnvoll, aber nicht erforderlich. Vor Ort wird eine Impfdokumentation in Papierform sowie zusätzlich ein digitaler Impfnachweis erstellt. Zudem ist die Wohnortbindung aufgehoben. Impfinteressierte können sich künftig auch stadt-, landkreis- und bundeslandübergreifend impfen lassen.


Flexible Terminierung der zweiten Impftermine

Darüber hinaus ist es ab sofort möglich, den Zweittermin zur Impfung mit zum Beispiel den m-RNA-Impfstoffen BioNTech oder Moderna bei dem Erstimpftermin individuell vor Ort einzubuchen. So kann die Zweitimpfung mit BioNTech zwischen drei und sechs Wochen und die Zweitimpfung mit Moderna nach vier bis sechs Wochen im Impfzentrum durch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Impfzentrums eingebucht werden. Ist eine Erstimpfung mit AstraZeneca erfolgt und man wünscht eine Zweitimpfung mit einem m-RNA-Impfstoff, kann diese ab vier Wochen erfolgen.

Auf diese Art und Weise kann unkompliziert ein kompletter Impfschutz für Urlaubsreisen und Freizeitveranstaltungen erworben werden. Es ist zu beachten, dass diese flexible Buchung der Impfabstände leider noch nicht im Bayerischen Impfportal vorgenommen werden kann. Das Bayerische Staatsministerium für Gesundheit und Pflege hat zeitnah eine Anpassung im System angekündigt. Es können auch Erst- und Zweitimpfungen von niedergelassenen Ärzten und Impfzentren in Kombination vorgenommen werden, das heißt, wer eine Erstimpfung beim Hausarzt erhalten hat, kann die Zweitimpfung in den Impfstellen der Stadt Nürnberg erhalten. Alternativ kann eine Verschiebung des zweiten Impftermins bei der Termin-Hotline des Nürnberger Impfzentrums unter 09 11 / 14 89 82 43 erfolgen.


Einsatz Impfbus

Ergänzend sind in Nürnberg weitere Sonderimpfaktionen in Vorbereitung. So sind Impfungen mit mobilen Teams zum Beispiel vor Geschäften, auf Märkten oder bei Sportveranstaltungen in Planung. Ab voraussichtlich nächster Woche wird der Impfbus durch Nürnberg touren, Interessierte werden gebeten, die Pressemitteilungen der Stadt Nürnberg unter www.presse.nuernberg.de, das Stadtportal unter www.nuernberg.de oder die städtischen Angebote auf Twitter, Telegram, Facebook oder Instagram zu verfolgen. Dort werden die Standorte des Impfbusses tagesaktuell eingestellt. Das Mitbringen eines Impfpasses ist sinnvoll, aber nicht erforderlich. Vor Ort wird zusätzlich ein digitaler Impfnachweis erstellt.


Impfung von Kindern ab 12 Jahren

Die STIKO empfiehlt die Impfung mit dem Impfstoff BioNTech für die Personengruppe der 12- bis 17-Jährigen mit spezifischen Vorerkrankungen. Der Einsatz von BioNTech bei Kindern und Jugendlichen im Alter von 12 bis 17 Jahren ohne Vorerkrankungen wird derzeit von der STIKO nicht allgemein empfohlen, ist aber nach ärztlicher Aufklärung und bei individuellem Wunsch und Risikoakzeptanz des Kindes oder Jugendlichen beziehungsweise der Sorgeberechtigten möglich. Die Vorlage eines Impfempfehlungsschreibens vom Kinder- und Jugendarzt beziehungsweise von einem anderen behandelnden Arzt (vor allem bei Vorerkrankungen oder speziellen Kontaktsituationen) ist nicht erforderlich. Kinder und Jugendliche sollen in Begleitung eines Erziehungsberechtigten bei der Impfung erscheinen.

Kinder zwischen 12 und 16 Jahren können im Impfportal noch keine Terminbuchung vornehmen. Eine Anpassung der Software ist jedoch angekündigt.

Deshalb wird die Stadt Nürnberg künftig auch Kindern und Jugendlichen ein Impfangebot machen. In Nürnberg können ab sofort Kinder und Jugendliche auch ohne Termin zum Impfzentrum kommen und geimpft werden. Wie bei niedergelassenen Ärzten muss möglicherweise mit etwas Wartezeit gerechnet werden. Die Aufklärung von Kindern und Jugendlichen erfolgt individuell in den Impfkabinen.

Wenn man mit den Eltern zum Impftermin geht, wäre es sinnvoll, dass sich die Eltern oder ein Elternteil registrieren und Termine buchen, damit vor Ort keine Wartezeit entstehen. Das Kind wird dann einfach ohne Termin mitgeimpft und seine Impfung wird sowohl im Impfpass als auch digital dokumentiert.


Sonderaktionen

Zusätzlich werden im Moment zahlreiche Sonderimpfaktionen an dezentralen Standorten wie in der AWO-Migrationsberatung (am kommenden Freitag, 16. Juli, mit Johnson & Johnson), im Nachbarschaftshaus Gostenhof (am kommenden Sonntag, 18. Juli, mit Johnson & Johnson und BioNTech) sowie in der Islamischen Gemeinschaft der Bosniaken – Dzemat Nürnberg (am Samstag, 24. Juli, mit Johnson & Johnson) angeboten. Mehr Informationen dazu gibt es unter
https://www.nuernberg.de/internet/stadtportal/corona_impfung.html#impfangebote.
 

Britta Walthelm, Referentin für Gesundheit und Umwelt, begrüßt die neuerliche Ausweitung der Impfangebote: „Vielleicht liegt das Erfolgsrezept in der Niederschwelligkeit des Impfangebots. Mein Appell: Wenn Sie noch nicht geimpft sind, nutzen Sie eines der vielen Impfangebote überall in der Stadt. Sich impfen lassen ist auch eine Frage der Solidarität. Jede geimpfte Person schützt sich selbst wirksam vor schweren Krankheitsverläufen und einer möglichen intensivmedizinischen Behandlung; und Nachbarinnen und Nachbarn, die Familie sowie Freundinnen und Freunde gleich mit. Dann können alle den Sommer genießen, der jetzt endlich vor der Tür steht“.

Stadt Nürnberg

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