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Corona: Informationen zur Impfung




Wir veröffentlichen Zahlen täglich von Montag bis Freitag. Bei den Patientenzahlen und den Impfungen ist jeweils die Veränderung zum Vortag beziehungsweise zur letzten Meldung angezeigt.


Verteilung der Impfdosen

Die stationären Senioren- und Pflegeeinrichtungen haben inzwischen alle mindestens die Erstimpfung erhalten. Immer mehr Einrichtungen sind inzwischen auch mit der Zweitimpfung versorgt worden. Deshalb sind dort auch die Infektionszahlen deutlich rückläufig. Im Moment werden die Einrichtungen des Betreuten Wohnens und Behinderteneinrichtungen von den mobilen Teams besucht.


Impftermine für über 80-Jährige

Die Schutzimpfung der über 80-Jährigen mit dem Impfstoff BioNTech/Pfizer schreitet voran. Die Stadt schreibt seit drei Wochen die über 80-Jährigen gestaffelt nach Jahrgängen beginnend bei den Ältesten an.

Die Impflinge können entweder ins Impfzentrum kommen oder sich in den Impfbussen beziehungsweise an dezentralen Impforten impfen lassen. In Boxdorf sind die Erstimpfungen derzeit abgeschlossen. In Laufamholz können Sie sich noch bis 28. Februar im Pfarrsaal Laufamholz impfen lassen. Aufgrund der vielen Anmeldungen für den dezentralen Impfort Katzwang werden die Impfungen vom 1. bis 7. März nicht wie ursprünglich geplant auf dem Kirchweihplatz in Katzwang durchgeführt, sondern in der Halle des ARSV-Sportzentrum Katzwang in der Katzwanger Hauptstraße 31. Barrierefreie WCs sind sowohl in der Halle als auch auf der Südseite des Parkplatzes vorhanden. An allen Stationen werden ab 9 Uhr Impfungen verabreicht. Die Zweitimpfung findet drei Wochen später jeweils am gleichen Ort statt.

Sie können sich entweder über das Impfportal des Freistaats anmelden. Dazu benötigen Sie eine E-Mailadresse und ein Mobiltelefon. Nach der Registrierung erhalten Sie eine Nachricht auf das Mobiltelefon beziehungsweise eine E-Mail, sobald Termine im Impfzentrum gebucht werden können. Beide Termine werden gleichzeitig vereinbart. Der Impfbogen wird online ausgefüllt. Daraufhin wird eine Bestätigungsmail zugesandt, die Sie zum ersten Impftermin mitbringen müssen.

Oder sie melden sich telefonisch an. Die Servicenummer sowie Details zur Terminreservierung sind in dem Schreiben der Stadt enthalten. Bitte füllen Sie bei einer telefonischen Anmeldung zu Hause den beigelegten Impfbogen aus und bringen Sie ihn zur Impfung mit. Vor Ort werden Ihre Angaben dann in den Computer eingegeben. Wichtig ist es, bei der telefonischen Registrierung anzugeben, ob eine Impfung im Impfzentrum oder im Impfbus gewünscht ist. Terminbuchungen für eine Impfung in einem der Impfbusse beziehungsweise dezentralen Impfort sind ausschließlich telefonisch möglich.

Bitte bachten Sie: Da der Impfstoff BioNTech/Pfizer besondere Transportvorgaben erfordert, kann er nicht unbegrenzt an den dezentralen Impforten vorgehalten werden. Impfwillige Personen ohne Terminreservierung können daher nicht berücksichtigt werden.

Die bereits zum Impftermin eingeladenen Altersgruppen können einen gemeinsamen Impftermin für sich und den Ehepartner reservieren, sofern er oder sie das 80. Lebensjahr vollendet hat.


Service-Hotline aufgestockt

Die Hotline war in den vergangenen Tagen überlastet, wird nun aber deutlich aufgestockt und wird bis voraussichtlich Mitte nächster Woche in vollem Umfang erreichbar sein.

Bitte rufen Sie dort nur an:
- wenn Sie über 80 Jahre sind und ein Oberbürgermeisterschreiben erhalten haben.
- wenn Sie noch nicht unter dem Online-Impfportal impfzentren.bayern registriert sind.
- wenn Sie keine Möglichkeit zu einer Registrierung auf dem Online-Impfportal impfzentren.bayern haben.
- wenn Sie eine Impfung an einem dezentralen Impfort wünschen.

Nach wie vor ist der Impfstoff BioNTech noch begrenzt und damit auch die Verfügbarkeit von Impfterminen. Das betrifft das Impfzentrum und die dezentralen Impforte. In der Hotline können Sie sich aber für einen Impftermin registrieren lassen. Sie werden angerufen, sobald wieder Termine frei sind. Legen Sie deshalb bei einer Warteschleife nicht sofort auf.

So vermeiden Sie Wartezeiten im Impfzentrum

Damit Sie nicht zu lange warten müssen, bitten wir Sie dringend, nicht zu früh zu Ihrem Termin zu kommen. Eine Ankunft wenige Minuten vor dem Impftermin genügt. Im Eingangsbereich gibt es aus Sicherheitsgründen keine Sitzmöglichkeiten. Sie können am Eingang aber einen Rollstuhl anfordern, der Ihnen während des Impfvorgangs zur Verfügung steht. Im Wartebereich vor der Anmeldung und entlang der Impfstraße stehen jeweils einzelne Stühle für eine Ruhepause.


Covid-19-Impfstoffe

Neben den bereits eingesetzten Impfstoffen von BioNTech/Pfizer und AstraZeneca wird ab 1. März auch der Impfstoff von Moderna im Impfzentrum und von den mobilen Teams verwendet. So unterscheiden sich die Impfstoffe:

mRNA-Impfstoffe: BioNTech/Pfizer und Moderna

Genbasierte Impfstoffe wie die Impfstoffe von BioNTech/Pfizer und Moderna kommen ohne Krankheitserreger oder deren Bestandteile (Antigene) aus. Sie enthalten lediglich Teile der Erbinformation des Virus in Form von mRNA beziehungsweise DNA. Diese stellen den Bauplan für ein oder mehrere Virusproteine bereit. Nach der Impfung nehmen einige wenige menschliche Körperzellen die mRNA oder DNA auf, die den Körperzellen als Vorlage dienen, um die Virusproteine selbst zu produzieren. Es wird somit nur ein Bestandteil des Virus gebildet, sodass ein Entstehen von kompletten und vermehrungsfähigen Viren ausgeschlossen ist. Die neu gebildeten, ungefährlichen Virusproteine (Antigene) aktivieren das Immunsystem und erzeugen die schützende Immunantwort. Falls eine geimpfte Person später in Kontakt mit Coronaviren kommt, erkennt das Immunsystem das Antigen und bekämpft das Virus beziehungsweise die Infektionskrankheit gezielt.

Die Logistik dieser Impfstoffe ist herausfordernd, denn sie müssen ultratiefgekühlt bei minus 60 bis 70 Grad Celsius vom Herstellungsort im gesamten Bundesgebiet verteilt werden. Ihre Haltbarkeit nach dem Auftauen beträgt verdünnt in der Durchstechflasche maximal sechs Stunden, unverdünnt im Kühlschrank maximal fünf Tage und unverdünnt bei Raumtemperatur maximal zwei Stunden.

Der Impfstoffe von BioNTech/Pfizer wurde bereits am 21. Dezember zugelassen. Der Abstand zwischen erster und zweiter Impfung beträgt drei Wochen. Der Impfstoff von Moderna erhielt am 6. Januar die Zulassung. Der Impfabstand beträgt hier vier Wochen.

In den Zulassungsstudien hat sich gezeigt, dass alle drei bisher zugelassenen COVID-19-Impfstoffe im Vergleich zu den bisherigen bereits gegen andere Viruserkrankungen verfügbaren Standardimpfstoffen häufiger Impfreaktionen hervorrufen. Das heißt, es zeigte sich unter anderem ein vergleichsweise höherer Anteil mit kurzfristigem Unwohlsein, erhöhter Temperatur und Frösteln. Diese Reaktionen sind Ausdruck des durch die Impfung aktivierten Immunsystems und gehen laut Studienlage nach 24 bis 48 Stunden vorüber.

Vektor-Impfstoffe: AstraZeneca

Vektor-Impfstoffe wie der Impfstoff von AstraZeneca enthalten für den Menschen harmlose Erreger: die Vektoren. Sie tragen ein oder mehrere Moleküle (Antigene) des Krankheitserregers, um eine Immunantwort auszulösen. Der Impfstoff wird durch die Körperzellen aufgenommen, die das Immunsystem anregen, Abwehrstoffe zu bilden. Bei späterem Kontakt mit Coronaviren kann das Immunsystem diese erkennen und eine Infektion verhindern.

Damit ein Impfstoff zugelassen werden kann, müssen drei Phasen einer klinischen Studie durchlaufen werden. Um die Phase drei einer klinischen Studie zu erreichen, müssen mindestens 20.000 Teilnehmer die Impfung verabreicht und überstanden haben. Der Impfstoff AstraZeneca wurde in vier Studien mit etwa 24.000 Teilnehmern erprobt. In Phase drei – der letzten Stufe der klinischen Zulassungsstudie – war der Impfstoff zu 70.4 Prozent wirksam gegen COVID-19.

Laut der europäischen Zulassungsbehörde Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA) wurde der Impfstoff AstraZeneca am 29. Januar für Personen ab 18 Jahren empfohlen. Die EU-Kommission erteilte am gleichen Tag die Zulassung. Die Ständige Impfkommission am Robert Koch-Insitut (STIKO) empfiehlt den Impfstoff AstraZeneca nur Personen im Alter von 18 bis 64 Jahren, da für Personen ab 65 Jahren ausreichende Daten zur Wirksamkeit fehlen. Die Zweitimpfung mit dem Impfstoff AstraZeneca wird idealerweise nach zwölf Wochen verabreicht, was die Wirksamkeit laut klinischer Zulassungsstudie auf 80 Prozent erhöht.

Das Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) hält den AstraZeneca-Impfstoff zum Individualschutz und zur Bekämpfung der Corona-Pandemie für gut geeignet. Die Empfehlung, die auch der Sicht der STIKO folgt, ist das Ergebnis einer Analyse und Bewertung von Impfstoffen durch das LGL und andere Mitglieder der Landesarbeitsgemeinschaft Impfen (LAGI). Kürzlich veröffentliche Studienergebnisse aus Schottland zeigen, dass gerade der AstraZeneca-Impfstoff besonders wirksam ist hinsichtlich der Reduzierung von COVID-19-bedingten Krankenhausaufenthalten.

In den Zulassungsstudien hat sich gezeigt, dass alle drei bisher zugelassenen COVID-19-Impfstoffe im Vergleich zu den bisherigen bereits gegen andere Viruserkrankungen verfügbaren Standardimpfstoffen häufiger Impfreaktionen hervorrufen. Das heißt, es zeigte sich unter anderem ein vergleichsweise höherer Anteil mit kurzfristigem Unwohlsein, erhöhter Temperatur und Frösteln. Diese Reaktionen sind Ausdruck des durch die Impfung aktivierten Immunsystems und gehen laut Studienlage nach 24 bis 48 Stunden vorüber. Im Gegensatz zu den Impfstoffen von BioNTech und Moderna fällt die Impfreaktion nach der Zweitimpfung mit AstraZeneca sehr moderat aus.


Impfzentrum Nürnberg


Das Impfzentrum Nürnberg befindet sich in Halle 3C im Messezentrum in Langwasser. Das Messezentrum ist barrierefrei und sowohl mit dem Auto (Parkdeck Süd) als auch mit der U-Bahnlinie U1 (Station Messezentrum) gut erreichbar. Die Wege vom U-Bahnhof und vom Parkdeck zum Impfzentrum sind ausgeschildert. Betrieben wird das Impfzentrum nach einer Ausschreibung von der Ecolog Deutschland GmbH, die auch schon das Corona-Testzentrum der Stadt am Flughafen betreibt.


Hotline des Impfzentrums

09 11 / 14 89 82 40

Von Montag bis Freitag von 8 bis 18 Uhr beantworten die Mitarbeiter der Hotline des Impfzentrums Ihre Fragen rund um das Thema Impfung, zum Beispiel zur Reihenfolge der Impfungen, zum Ablauf im Impfzentrum oder zur Wirkung des Impfstoffs.

Bitte beachten Sie: Die Hotline dient nicht der Terminvergabe für eine Impfung im Impfzentrum. Die telefonische Terminreservierung ist derzeit noch nicht möglich.


Aufklärungsvideo

Aufklärungsvideo des Impfzentrum-Betreibers Ecolog Deutschland GmbH: Alles, was Sie über die Corona-Schutzmpfung wissen müssen.


Blick ins Impfzentrum

Städtisches Corona-Impfzentrum im Messezentrum Nürnberg.

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In Nürnberg befindet sich das Impfzentrum im Messezentrum in Langwasser.

Städtisches Corona-Impfzentrum im Messezentrum Nürnberg.

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In der 9.600 Quadratmeter großen Halle 3C wurde das Impfzentrum aufgebaut.

Städtisches Corona-Impfzentrum im Messezentrum Nürnberg.

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Vor der Impfung müssen Sie sich am Check-In-Schalter registrieren lassen.

Impfzentrum Aufklärung

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Danach geht es zur nächsten Station, der Impfaufklärung.

Städtisches Corona-Impfzentrum im Messezentrum Nürnberg.

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Abgetrennter Bereich für die Impfaufklärung in Form eines etwa 15-minütigen Films.

Impfboxen im Impfzentrum

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Nach der Impfaufklärung folgt erst die Impfung in einer der Impfboxen.

Impfboxen im Impfzentrum

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Insgesamt 20 Impfboxen gibt es im Nürnberger Impfzentrum.

Städtisches Corona-Impfzentrum im Messezentrum Nürnberg.

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In der Impfbox finden das Aufklärungsgespräch und die Impfung statt

Impfzentrum Check In Vogelperspektive

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Der Check-In-Bereich aus der Vogelperspektive.

Impfboxen Vogelperspektive

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Die Impfboxen aus der Vogelperspektive.

Impfzentrum Materialanlieferung

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Materialanlieferung im Impfzentrum.


Mobile Impfteams, Impfbusse und dezentrale Impforte

In Nürnberg gibt es acht mobile Impfteams und drei Impfbusse. Die acht mobilen Impfteams fahren zuerst zu den Alten- und Pflegeheimen. Sie bestehen jeweils aus einem Arzt, einem Medizinisch-Technischen Assistenten und einer Verwaltungskraft. Außerdem steht den mobilen Impfteams jeweils ein Krankentransportfahrzeug zur Verfügung.

Mit den Impfbussen wird die Impfversorgung in den Außenbereichen Nürnbergs sichergestellt. Die Busse sind je mit zwei Ärzten, einem Medizinisch-Technischen Assistenten und einer Verwaltungskraft besetzt. Die Standorte der Impfbusse werden immer wieder neu festgelegt. In einigen Fällen werden Kirchweihplätze genutzt, die in der Regel eine gute Infrastruktur aufweisen. Zum Teil finden die Impfungen auch in Innenräumen, zum Beispiel in Pfarrsälen oder Sporthallen, statt.

Betrieben werden die mobilen Einheiten nach einer Ausschreibung von der IZ-Bayern GmbH. Insgesamt werden durch die IZ-Bayern GmbH 36 Personen bei den Impfungen eingesetzt, hinzu kommen Personen in der Verwaltung oder im Lager.


Häufig gestellte Fragen

Termine und Ablauf

Wie erhalte ich einen Termin im Impfzentrum?

Jede Person, die sich impfen lassen möchte, muss einen Termin vorweisen, um im Impfzentrum geimpft zu werden. Mit dem Online-Anmeldesystem des Freistaats Bayern können Sie sich für eine Impfung registrieren lassen. Das Anmeldesystem besteht aus den beiden Stufen Anmeldung und Terminvergabe.

Bei der Anmeldung müssen Sie Ihre persönlichen Daten angeben. Erfüllen Sie die Kriterien der jeweiligen Impfphase, beispielsweise aufgrund Ihres Alters oder Ihrer Berufsgruppe, werden Sie zum zweiten Anmeldeschritt zugelassen. Je nach Verfügbarkeit der Impftermine werden Sie vom Impfzentrum per SMS oder E-Mail, gegebenenfalls auch telefonisch, zur persönlichen Terminbuchung eingeladen. Die Vergabe der Impftermine orientiert sich an der Zugehörigkeit zur jeweiligen Prioritätengruppe. So wird sichergestellt, dass immer die besonders gefährdeten Menschen zuerst geimpft werden. Erfüllen Sie die Kriterien noch nicht, werden Sie als Interessent registriert und informiert, sobald Sie geimpft werden können.

Bitte beachten Sie: Sie müssen sich nur einmal registrieren und werden automatisch kontaktiert, sobald Sie an der Reihe sind. Eine weitere Kontaktaufnahme mit dem Impfzentrum ist nicht erforderlich. Bitte verzichten Sie auch auf Nachfragen, da dies die Kapazitäten des Impfzentrums belastet und zu Verzögerungen im Ablauf der Terminvereinbarungen führt.

Mit der Anmeldung werden ein Aufklärungsmerkblatt und weitere Informationen zum Impfvorgang zum Download bereitgestellt. Zur Vorbereitung können Sie den Aufklärungsbogen des Robert Koch-Instituts und die Datenschutzinformationen herunterladen.

Ich habe Probleme bei der Registrierung. Wer kann mir helfen?

Probleme bei der Dateneingabe im Online-Anmeldesystem haben sich zum Beispiel ergeben, wenn Nutzer nur eine E-Mail-Adresse für mehrere Personen verwenden wollten. Dies wurde nun vereinfacht: Seit 12. Februar können sich bis zu fünf Menschen mit einer einzigen E-Mail-Adresse für eine Impfung registrieren. Weitere „Häufige Fragen zum Online-Registrierungsportal“ hat das bayerische Gesundheitsministerium auf seiner Website zusammengestellt.

Ist das Impfzentrum barrierefrei und ausgeschildert?

Ja, alle Zugänge sowie Innnenräume im Impfzentrum sind barrierefrei erreichbar. Der barrierefreie Weg vom Parkdeck Süd zum Eingang des Impfzentrums in Halle 3C beträgt etwa 300 Meter. Der barrierefreie Weg von der U-Bahnstation „Messe“ zum Impfzentrum beträgt etwa 350 Meter. Das Impfzentrum ist komplett barrierefrei, das heißt zum Beispiel auch mit einem Rollator gut begehbar. Auch die Impfkabinen sind daraufhin ausgelegt worden.

Für die Impfung werden zudem Zeitfenster vergeben. Das heißt, dass die Wartezeiten gering sein werden. Demzufolge wird auch kein hoher Parkdruck im Parkhaus entstehen, der weite Wege verursacht.

Alle Wege vom U-Bahnhof und vom Parkdeck zum Impfzentrum sind ausgeschildert. Wo sich die Halle 3C, die U-Bahnstation und das Parkdeck Süd befindet, können Sie dem Hallen- und Übersichtsplan entnehmen. In einem separaten Plan sind darüber hinaus alle Fußwege zum Impfzentrum, zum Parkdeck sowie zum U-Bahnhof eingezeichnet.

Sind die Impfbusse barrierefrei?

Ja. Die Impfbusse sind ebenfalls barrierefrei ausgestattet.

Wo befinden sich die Impfbusse und dezentralen Impforte?

Aufgrund der kalten Witterung bis Mitte Februar wurden die Impforte von den Kirchweihplätzen in Boxdorf und Laufamholz in Innenräume verlegt. In Boxdorf sind die Erstimpfungen derzeit abgeschlossen. In Laufamholz befindet sich der Impfort im Pfarrsaal Laufamholz (22. bis 28. Februar), in Katzwang (1. bis 7. März) in der Halle des ARSV-Sportzentrum Katzwang. Alle Impforte sind mit Wartebereichen, WCs und Parkmöglichkeiten ausgestattet.

Wie kann ich mich für eine Impfung in einem Impfbus anmelden?

Wenn Sie eine Impfung in einem Impfbus oder an einem dezentralen Impfort wünschen, müssen Sie hierfür die telefonische Anmeldung nutzen. Die Servicenummer für die telefonische Anmeldung ist in dem Schreiben enthalten, das die Stadt an die jeweilige Altersgruppe versendet, die einen Impftermin vereinbaren kann. Im Impfportal des Freitaats können dagegen nur Termine für das Impfzentrum vergeben werden.

Ich bin nicht mobil. Kann ich kostenlos mit dem Taxi fahren?

Personen mit einem Schwerbehindertenausweis „aG“, „Bl“ oder „H“ und Personen mit Pflegegrad 3, 4 oder 5 (bei Pflegegrad 3 zusätzlich eine „dauerhafte Beeinträchtigung der Mobilität“) haben unter Umständen Anspruch auf eine Fahrtkostenübernahme durch die gesetzliche Krankenversicherung.

Erforderlich ist ein Nachweis für eine Krankenbeförderung. Sollten Sie ein Transportmittel zum Impfzentrum benötigen, sprechen Sie dies deshalb vorab in Ihrer Hausarztpraxis an. Auch ein Arzt im Impfzentrum, der gleichzeitig auch Vertragsarzt ist, kann diesen Nachweis ausstellen.

Was ist, wenn die Krankenkasse die Taxi-Kosten nicht übernimmt?

Wenn Sie über 80 Jahre alt sind und Ihre Krankenkasse die Fahrtkosten nicht übernimmt, erhalten Sie einen Zuschuss in Form eines Taxi-Gutscheins in Höhe von zehn Euro pro Person und pro Fahrt zum Impfort. Zeigen Sie hierfür dem Taxifahrer das Schreiben des Oberbürgermeisters. Daraufhin werden zehn Euro von der Taxirechnung abgezogen. Taxifahrer, die Personen zum Impfort bringen, erhalten vor Ort eine entsprechende Bestätigung auf der Taxiquittung. Die Taxizentrale übernimmt die Abrechnung mit der Stadt.

Wie komme ich vom Taxi ins Impfzentrum, wenn ich Hilfe brauche?

Bitte bringen Sie zu Ihrer Impfung eine Begleitperson mit, die Ihnen beim Weg ins Impfzentrum behilflich sein kann. Der Sicherheitsdienst am Eingang wird dann im Impfzentrum einen Rollstuhl anfordern, der Ihnen während des Impfvorgangs zur Verfügung steht.

Wenn Sie keine Begleitperson haben, informieren Sie bitte die Taxizentrale bei der Taxi-Bestellung, dass Sie Hilfe beim Einsteigen ins Taxi benötigen. Dann holt Sie der Taxifahrer an Ihrer Wohnungstür ab und begleitet Sie zum Taxi und bei Ankunft am Impfzentrum zum Sicherheitsdienst am Eingang. Falls erforderlich erhalten Sie dort einen Rollstuhl. In Kürze werden zwei Freiwillige des THW Hilfsbedürftigen beim Durchlaufen des Impfzentrums zur Seite stehen.

Ich benötige Hilfe. Kann ich eine Begleitperson mitnehmen?

Ja. Sie können zum Impftermin eine Begleitperson mitnehmen, wenn Sie Hilfe benötigen. Bitte beschränken Sie sich dabei jedoch auf eine Person. Ihre Begleitung kann während des gesamten Impfvorgangs dabeibleiben und muss nicht separat warten.

Kann ich mich auch zuhause impfen lassen?

Nein. Die Zulassungen für die Impfstoffe von BioNTech und Moderna enthalten derzeit noch keinen Transport von Einzeldosen in der Spritze. BioNTech hat signalisiert, dass ein Transport die Haltbarkeit nicht beeinträchtigt, die Zustimmung der europäischen Zulassungsbehörde steht aber noch aus. Wenn Einzeldosen transportiert werden dürfen, könnten mobile Teams oder Hausärzte auch Personen, die nicht mobil sind, in der eigenen Wohnung impfen.

Was muss ich zur Impfung mitbringen?

Bitte bringen Sie zur Impfung Ihren Personalausweis oder Reisepass, Ihren Impfpass, das Aufklärungsblatt sowie den ausgefüllten Impfbogen beziehungsweise die Bestätigungs-E-Mail mit. Falls vorhanden, sollten Sie auch wichtige Unterlagen wie zum Beispiel Ihren Diabetikerausweis oder eine Medikamentenliste mitbringen.

Mein Ausweis ist abgelaufen. Muss ich ihn vorher verlängern lassen?

Nein. Entscheidend ist, dass Sie sich identifizieren können. Sollten Ihre Personaldokumente (Personalausweis oder Reisepass) abgelaufen sein, müssen Sie nicht zwingend eine Verlängerung beantragen, um eine Impfung zu bekommen.

Ich habe keinen Impfpass. Ist das ein Problem?

Nein. In diesem Fall erhalten Sie eine Bestätigung über die Impfserie auf einem Formular.

Gibt es eine Maskenpflicht beim Impftermin?

Ja. Bitte tragen Sie eine FFP2-Maske oder eine Maske der Schutzklasse KN 95 und halten Sie die üblichen Abstandregelungen ein.

Wie läuft der Impftermin ab?

Das Impfzentrum ist als Einbahnstraßensystem angelegt:

Nach der Ankunft wird Ihre Zugangsberechtigung geprüft und kontaktlos Fieber gemessen. Personen mit einer Körpertemperatur von mehr als 37,5 Grad dürfen das Impfzentrum nicht betreten. Danach erreichen Sie den Check-In, in dem Sie registriert werden. Dies dauert etwa fünf Minuten.

Daran schließt sich die Impfaufklärung in Form eines etwa 15-minütigen Films an. Im Anschluss werden Sie in eine von 20 Impfkabinen geführt, in der eine Ärztin oder ein Arzt das Aufklärungsgespräch führt. Dabei wird auch nach Allergien, Vorerkrankungen und weiteren medizinischen Parametern gefragt. Ein Medizinisch-Technischer Assistent oder eine Assistentin führt anschließend die Impfung aus.

Danach müssen Sie noch mindestens fünf Minuten in einem Wartebereich für die Nachbeobachtung bleiben – bei Risikopatienten kann die Nachbeobachtung auch 15 bis 30 Minuten dauern. Sollte es direkte Impfreaktionen geben, stehen zwei Notfallkabinen bereit. Vor dem Verlassen des Impfzentrums müssen Sie einen Check-Out durchführen. Insgesamt ist also im Durchschnitt mit einem Zeitbedarf von einer Stunde zu rechnen.

Damit Sie nicht zu lange warten müssen, bitten wir Sie dringend, nicht zu früh zu Ihrem Termin zu kommen. Im Eingangsbereich können aus Sicherheitsgründen keine Sitzmöglichkeiten angeboten werden.

Das Bayerische Gesundheitsministerium hat einen Leitfaden veröffentlicht, der über Hintergrund und Ablauf der Corona-Schutzimpfung im Impfzentrum informiert. Den Leitfaden können Sie hier herunterladen.

Wie viel Zeit muss ich insgesamt ungefähr einplanen?

Bitte planen Sie für Ihren Impftermin etwa 30 bis 45 Minuten ein.

Wie oft muss geimpft werden?

Der Impfstoff wird zweimal gespritzt. Je nach Impfstoff erfolgt die zweite Impfung drei, vier oder neun Wochen nach der ersten. Deshalb werden bei der Terminvergabe gleich zwei Termine vereinbart.

Welche Impfstoffe werden in Nürnberg verwendet?

Neben den bereits eingesetzten Impfstoffen von BioNTech/Pfizer und AstraZeneca wird ab 1. März auch der Impfstoff von Moderna im Impfzentrum und von den mobilen Teams verwendet.

Darf ich mir einen Impfstoff aussuchen?

Nein. Grundsätzlich entscheidet der behandelnde Arzt, in enger Absprache mit seinem Patienten, über die konkrete medizinische Behandlungsleistung sowie die Auswahl eines geeigneten Impfstoffs. Bei der Auswahl des Impfstoffs werden die Empfehlungen der Ständigen Impfkommission am Robert Koch-Institut (STIKO) und die Vorgaben der Zulassung berücksichtigt, zum Beispiel hinsichtlich der zu impfenden Patientengruppen. Ein Recht, den Impfstoff eines bestimmten Herstellers zu wählen, besteht wegen der Impfstoffknappheit auch nach der aktuellen Fassung der Corona-Impfschutzverordnung vom 8. Februar nicht.

Was kostet die Impfung?

Die Corona-Schutzimpfung ist für alle Bürger, unabhängig von ihrem Versicherungsstatus, kostenlos. Die Kosten für den Impfstoff übernimmt der Bund. Die Länder tragen, gemeinsam mit der gesetzlichen Krankenversicherung und der privaten Krankenversicherung, die Kosten für den Betrieb der Impfzentren.

Bekomme ich einen Nachweis über die Impfung?

Ja. Laut Infektionsschutzgesetz muss jede Schutzimpfung unverzüglich in einem entsprechenden Ausweis (Impfpass) eingetragen oder als Bescheinigung ausgehändigt werden.

Wie kann ich mich auf den Impftermin vorbereiten?

Damit möglichst viele Fragen schon geklärt sind, wenn Sie geimpft werden, bitten wir Sie, sich frühzeitig über die Impfung zu informieren. Bitte legen Sie vorsorglich Ihren Impfpass bereit und sprechen Sie das Thema Schutzimpfung bei Ihrem Hausarzt an, wenn Sie an Vorerkrankungen leiden.

Darüber hinaus informieren die Mitarbeiter der Hotline des Impfzentrums Nürnberg unter der Rufnummer 09 11 /14 89 82 40 von Montag bis Freitag von 8 bis 18 Uhr zu allgemeinen Fragen rund um die Impfung und zum Ablauf im Impfzentrum. Achtung: Es werden an dieser Hotline jedoch keine Termine zur Impfung vergeben!


Allgemeines und Rechtliches

Gibt es eine Impfpflicht in der Bundesrepublik?

Nein, die Impfung gegen Covid-19 ist freiwillig. Im neuen Infektionsschutzgesetz ist allerdings in Ausnahmefällen eine verpflichtende Impfung für „bedrohte Teile der Bevölkerung“ vorgesehen. Aber sowohl Bundeskanzlerin Angela Merkel als auch Bundesgesundheitsminister Jens Spahn haben betont, dass es keine Impfpflicht geben wird. Auch die Ständige Impfkommission, der Ethikrat und die Leopoldina lehnen eine Impfpflicht ab.

Wie ist die Reihenfolge der Impfungen geregelt?

Die Reihenfolge der Impfungen regelt die Coronavirus-Impfverordnung des Bundesgesundheitsministeriums. In der ersten Phase werden Personen mit höchster Priorität geimpft, gefolgt von Menschen mit hoher und erhöhter Priorität. In der letzten Phase können alle übrigen Personen geimpft werden.

Wer gehört zu den Personen mit höchster Priorität (Gruppe 1)?

1) Über 80-Jährige. Diese Personen können getrennt nach Geburtsjahrgängen, beginnend mit den ältesten Jahrgängen, zeitversetzt zur Impfung eingeladen werden.

2) Personen, die in stationären und teilstationären Einrichtungen für ältere oder pflegebedürftige Menschen behandelt, betreut oder gepflegt werden oder tätig sind.

3) Pflegekräfte in ambulanten Pflegediensten sowie Personen, die im Rahmen der ambulanten Pflege Begutachtungs- oder Prüftätigkeiten ausüben.

4) Beschäftigte in medizinischen Einrichtungen mit hohem Expositionsrisiko wie Intensivstationen, Notaufnahmen, Rettungsdienste, als Leistungserbringer der spezialisierten ambulanten Palliativversorgung, Corona-Impfzentren und in Bereichen mit infektionsrelevanten Tätigkeiten.

5) Beschäftigte in medizinischen Einrichtungen, die Menschen mit einem hohen Risiko behandeln, betreuen oder pflegen, bei denen ein sehr hohes Risiko für einen schweren oder tödlichen Krankheitsverlauf nach einer Infektion mit dem Coronavirus besteht, insbesondere in der Onkologie oder Transplantationsmedizin.

Falls Impfstoffe ausschließlich für bestimmte Altersgruppen empfohlen werden, zum Beispiel Personen, die das 65. Lebensjahr noch nicht vollendet haben, sollen diese Personen vorrangig mit diesen Impfstoffen versorgt werden.

Wer gehört zu den Personen mit hoher Priorität (Gruppe 2)?

1) Über 70-Jährige

2) Personen, bei denen ein sehr hohes oder hohes Risiko für einen schweren oder tödlichen Krankheitsverlauf nach einer Infektion mit dem Coronavirus besteht. Dazu gehören:
- Personen mit Trisomie 21
- Personen nach einer Organtransplantation
- Personen mit Demenz oder geistiger Behinderung oder schwerer psychiatrischer Erkrankung, insbesondere bipolare Störung, Schizophrenie oder schwere Depression
- Personen mit malignen hämatologischen Erkrankungen oder behandlungsbedürftigen soliden Tumorerkrankungen, die nicht in Remission sind oder deren Remissionsdauer weniger als fünf Jahre beträgt
- Personen mit interstitieller Lungenerkrankung, COPD, Mukoviszidose oder einer anderen, ähnlich schweren chronischen Lungenerkrankung
- Personen mit Diabetes mellitus (mit HbA1c ≥ 58 mmol/mol oder ≥ 7,5%)
- Personen mit Leberzirrhose oder einer anderen chronischen Lebererkrankung
- Personen mit chronischer Nierenerkrankung
- Personen mit Adipositas (Personen mit Body-Mass-Index über 40)
- Personen, bei denen nach individueller ärztlicher Beurteilung ein sehr hohes oder hohes Risiko für einen schweren oder tödlichen Krankheitsverlauf nach einer Infektion mit dem Coronavirus besteht

3) Bis zu zwei enge Kontaktpersonen von:
- pflegebedürftigen Personen, die nicht in einer Einrichtung leben und das 70. Lebensjahr vollendet haben
- pflegebedürftigen Personen, die nicht in einer Einrichtung leben und bei denen ein sehr hohes oder hohes Risiko für einen schweren oder tödlichen Krankheitsverlauf nach einer Infektion mit dem Coronavirus besteht
- Schwangeren

4) Personen, die in stationären Einrichtungen für geistig behinderte Menschen tätig sind oder im Rahmen ambulanter Pflegedienste regelmäßig geistig behinderte Menschen behandeln, betreuen oder pflegen.

5) Personen, die in Bereichen medizinischer Einrichtungen mit einem hohen oder erhöhten Expositionsrisiko in Bezug auf das Coronavirus tätig sind, insbesondere Ärzte und sonstiges Personal mit regelmäßigem Patientenkontakt, Personal der Blut- und Plasmaspendedienste und in Corona-Testzentren.

6) Polizei- und Ordnungskräfte, die im Dienst, etwa bei Demonstrationen, einem hohen Infektionsrisiko ausgesetzt sind, sowie Soldaten, die bei Einsätzen im Ausland einem hohen Infektionsrisiko ausgesetzt sind.

6a) Personen, die in Kinderbetreuungseinrichtungen, in der Kindertagespflege und in Grundschulen, Sonderschulen oder Förderschulen tätig sind.

7) Personen, die im öffentlichen Gesundheitsdienst und in relevanten Positionen der Krankenhausinfrastruktur tätig sind.

8) Personen, die in Flüchtlings- und Obdachloseneinrichtungen leben oder tätig sind.

9) Personen, die im Rahmen der nach Landesrecht anerkannten Angebote zur Unterstützung im Alltag im Sinne des § 45a des Elften Buches Sozialgesetzbuch regelmäßig bei älteren oder pflegebedürftigen Menschen tätig sind.

Wer gehört zu den Personen mit erhöhter Priorität (Gruppe 3)?

1) Über 60-Jährige

2) Personen, bei denen ein erhöhtes Risiko für einen schweren oder tödlichen Krankheitsverlauf nach einer Infektion mit dem Coronavirus besteht. Dazu gehören:
- Personen mit behandlungsfreien in Remission befindlichen Krebserkrankungen, wenn die Remissionsdauer mehr als fünf Jahre beträgt
- Personen mit Immundefizienz oder HIV-Infektion, Autoimmunerkrankungen oder rheumatologische Erkrankungen
- Personen mit einer Herzinsuffizienz, Arrhythmie, einem Vorhofflimmern, einer koronaren Herzkrankheit oder arterieller Hypertonie
- Personen mit zerebrovaskulären Erkrankungen, Apoplex oder einer anderen chronischen neurologischen Erkrankung
- Personen mit Asthma bronchiale
- Personen mit chronisch entzündlicher Darmerkrankung
- Personen mit Diabetes mellitus (mit HbA1c < 58 mmol/mol oder < 7,5%)
- Personen mit Adipositas (Personen mit Body-Mass-Index über 30)
- Personen, bei denen nach individueller ärztlicher Beurteilung ein erhöhtes Risiko für einen schweren oder tödlichen Krankheitsverlauf nach einer Infektion mit dem Coronavirus besteht

3) Bis zu zwei enge Kontaktpersonen von:
- pflegebedürftigen Personen, die nicht in einer Einrichtung leben und das 60. Lebensjahr vollendet haben
- pflegebedürftigen Personen, die nicht in einer Einrichtung leben und bei denen ein erhöhtes Risiko für einen schweren oder tödlichen Krankheitsverlauf nach einer Infektion mit dem Coronavirus besteht

4) Personen in relevanter Position in Regierungen, Verwaltungen und den Verfassungsorganen, in Streitkräften, bei der Polizei, beim Zoll, Feuerwehr, Katastrophenschutz und THW, Justiz und Rechtspflege, in Auslandsvertretungen der Bundesrepublik Deutschland oder bei Organisationen der Entwicklungszusammenarbeit mit Sitz in der Bundesrepublik Deutschland

5) Personen in relevanter Position in Unternehmen der kritischen Infrastruktur, insbesondere in Apotheken und in der Pharmawirtschaft, im Bestattungswesen, in der Ernährungswirtschaft, in der öffentlichen Ver- und Entsorgung, im Transport- und Verkehrswesen, in der Informationstechnik und Telekommunikation

6) Beschäftigte in medizinischen Einrichtungen mit niedrigen Expositionsrisiko (Labore) und ohne Betreuung von Patienten mit Verdacht auf Infektionskrankheiten

7) Beschäftigte im Lebensmitteleinzelhandel

8) Personen, die in Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe und in Schulen tätig sind, die nicht zu Kinderbetreuungseinrichtungen, Kindertagespflege und Grundschulen, Sonderschulen oder Förderschulen zählen

9) Personen mit prekären Arbeits- oder Lebensbedingungen

Ich habe eine schwere und seltene Erkrankung, die nicht aufgeführt ist. Was kann ich tun, um eher geimpft zu werden?

Auch Personen mit schweren und seltenen Erkrankungen, die nicht in der Coronavirus-Impfverordnung aufgeführt sind, bei denen aber nach ärztlicher Beurteilung ein sehr hohes oder hohes beziehungsweise erhöhtes Risiko für einen schweren oder tödlichen Krankheitsverlauf nach einer Corona-Infektion besteht, haben mit hoher beziehungsweise erhöhter Priorität Anspruch auf eine Schutzimpfung.

Die Möglichkeit einer Einzelfallentscheidung für Schutzimpfungen mit hoher beziehungsweise höchster Priorität besteht derzeit nicht. Gemäß der Verordnung sind zur Ausstellung des erforderlichen ärztlichen Zeugnisses für diese Einzelfälle ausschließlich Einrichtungen berechtigt, die von den obersten Landesgesundheitsbehörden oder den von ihnen bestimmten Stellen mit der Wahrnehmung dieser Aufgabe beauftragt wurden. Eine eigenständige Berechtigung des Gesundheitsministeriums, der Impfzentren oder der örtlichen Gesundheitsbehörden zur Ausstellung des erforderlichen ärztlichen Zeugnisses besteht nicht. Das Gesundheitsministerium wird hierfür zeitnah eine Impfkommission einrichten und die Kontakt- und Antragsmodalitäten öffentlich bekannt geben.

Wo finde ich die Coronavirus-Impfverordnung?

Die aktuelle Version der Coronavirus-Impfverordnung (CoronaImpfV) finden Sie auf der Website des Bundesgesundheitsministeriums.


Sicherheit und Wirksamkeit

Wie sicher ist der Impfstoff?

Nach Aussage des Robert Koch-Instituts wird ein Impfstoff erst nach ausreichender Überprüfung auf den Markt gebracht. Nach der Zulassung wird der Impfstoff ständig auf seine Wirksamkeit und mögliche Nebenwirkungen kontrolliert. Nebenwirkungen und Impfreaktionen werden zentral durch das Paul-Ehrlich-Institut erfasst.

Wie lange wurde an den Impfstoffen geforscht?

Normalerweise vergehen 15 bis 20 Jahre, ehe Hersteller einen Impfstoff bis zur Marktzulassung bringen. Damit einen Impfstoff zugelassen werden kann, müssen drei Phasen einer klinischen Studie durchlaufen werden. Um die Phase drei einer klinischen Studie zu erreichen, müssen mindestens 20.000 Teilnehmer die Impfung verabreicht und überstanden haben. Dieses Mal geht es schneller – auch, weil Experten über neue Technologien verfügen und auf Erkenntnissen aus anderen Impfstoffprojekten gegen verwandte Viren aufbauen konnten. In einem Kraftakt ohnegleichen haben Forscher weltweit zeitgleich daran gearbeitet, ihre Ergebnisse miteinander geteilt und direkt an die Prüfbehörden weitergegeben. So ein globales wissenschaftliches Zusammenwirken gab es vor dieser Pandemie noch nie. Mehrere Biotechnologieunternehmen haben so in kurzer Zeit Impfstoff-Kandidaten entwickelt. Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) befinden sich aktuell 48 mögliche Impfstoffkandidaten im Test, 164 weitere sind in der vorklinischen Entwicklung.

Wie lange dauert eine Zulassung in Deutschland normalerweise?

In Deutschland erfolgt die Zulassung eines Impfstoffs nur dann, wenn er alle drei Phasen des klinischen Studienprogramms besteht. Diese nationalen und internationalen Qualitätsstandards gelten wie bei allen anderen Impfstoff-Entwicklungen auch bei der Zulassung einer Corona-Schutzimpfung. Bis vor wenigen Jahren hätten Beteiligte für das Durchlaufen aller Etappen bis zu 20 Jahre angesetzt. Doch neue Technologien, Vorerfahrung mit Impfstoffprojekten gegen verwandte Viren wie zum Beispiel MERS-CoV und die intensive Zusammenarbeit mit verantwortlichen Behörden ermöglichen es, so schnell wie noch nie einen Impfstoff zu entwickeln, der den Qualitätsanforderungen entspricht.

Welche Impfreaktionen kann es geben?

Typische Beschwerden nach einer Impfung sind Rötung, Schwellung und Schmerzen an der Impfstelle, auch Allgemeinreaktionen wie Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen, Müdigkeit und Unwohlsein sind möglich. Diese Reaktionen sind keine schweren Nebenwirkungen, sondern Ausdruck der erwünschten Auseinandersetzung des Immunsystems mit dem Impfstoff und klingen in der Regel nach wenigen Tagen komplett ab. Leichte Gaben von Paracetamol oder Ibuprofen können Abhilfe schaffen. Ältere Menschen leiden übrigens weniger unter Nebenwirkungen, weil ihr Immunsystem sehr viel langsamer aktiviert wird als das Immunsystem jüngerer Menschen.

Wo kann ich Nebenwirkungen melden?

Nebenwirkungen können Sie bei Apotheken und bei Ihrem Hausarzt melden. Apotheken und Hausärzte sind Ansprechpartner bei der Bewertung der Nebenwirkungen, einer möglichen Diagnose und Folgebehandlung, auch wenn sie den Impfstoff nicht verabreicht haben. Nebenwirkungen werden sehr ernst genommen. Es wird jeweils so schnell wie möglich aufgeklärt, ob es sich um eine zufällig in zeitlichem Zusammenhang auftretende Reaktion oder eine tatsächliche Nebenwirkung handelt. Nebenwirkungen können Sie außerdem über eine Website oder eine App des Paul-Ehrlich-Instituts melden.

Wie lange wirkt der Impfstoff?

Dazu können derzeit noch keine Aussagen gemacht werden, weil noch keine Langzeiterfahrungen vorliegen.

Wer haftet bei Impfschäden?

Wenn es durch die Anwendung des Impfstoffs zu einer Schädigung kommt, kommt je nach Fallgestaltung eine Haftung unter anderem des pharmazeutischen Unternehmens aufgrund verschiedener gesetzlicher Grundlagen in Betracht. Haftungsregelungen können sich ergeben aus dem Arzneimittelrecht, dem Produkthaftungsgesetz sowie den allgemeinen Haftungsregelungen des Bürgerlichen Gesetzbuchs. Im Infektionsschutzgesetz (§ 60 Abs. 1 S. 1 IfSG) ist auch genau geregelt, wann jemand einen Antrag auf Versorgung nach dem Bundesversorgungsgesetz stellen kann. Das ist zum Beispiel der Fall, wenn jemand durch eine Impfung, die von einer zuständigen Landesbehörde öffentlich empfohlen wurde, gesundheitlichen Schaden erlitten hat.

Werden Schwangere geimpft?

Laut Robert Koch-Institut liegen bisher noch keine Daten zur Sicherheit und Wirksamkeit der Impfung in der Schwangerschaft und Stillzeit vor. Die Impfung wird daher vorerst in der Schwangerschaft und Stillzeit nicht empfohlen.

Werden Kinder geimpft?

Laut Robert Koch-Institut wird es den Impfstoff zunächst nur für Erwachsene geben. Die Impfstoffe sind bei Kindern und Jugendlichen noch nicht genügend auf Wirksamkeit und Sicherheit untersucht worden.

Schnell abfallende Antikörperspiegel: Was bringt dann eine Impfung?

Nach einer Corona-Infektion sollen die Antikörperspiegel teilweise schnell abfallen. Das Immunsystem umfasst allerdings viele verschiedene, hoch spezialisierte Zelltypen, die in einem komplexen Zusammenspiel miteinander interagieren. Die Bildung von Antikörpern gehört zu einem sehr wichtigen Arm des Immunsystems, nämlich dem humoralen Immunsystem. Einen weiteren wichtigen Arm des Immunsystems bildet die zelluläre Immunantwort. Auch dieser Teil des Immunsystems wird durch eine Impfung angeregt. Die zelluläre Immunantwort umfasst so auch Immunzellen, die infizierte Zellen erkennen und zerstören können. Somit ist es möglich, dass auch im Falle einer unzureichenden Antikörper-Erzeugung eine schützende Immunantwort durch eine Impfung erreicht werden kann. Der Einfluss der Impfung auf diese zelluläre Immunantwort wird derzeit bei der Prüfung der Impfstoffe untersucht.

Ich benötige noch andere Impfungen. Was muss ich beachten?

Laut Robert Koch-Institut soll zu anderen planbaren Impfungen ein Mindestabstand von 14 Tagen vor Beginn und nach Ende der Impfserie eingehalten werden. Notfallimpfungen sind davon ausgenommen.


Impfung und Corona-Infektion

Bin ich nach einer Infektion immun oder soll ich mich impfen lassen?

Auch nach überstandener SARS-CoV-2-Infektion ist aus medizinischer Sicht eine Impfung zu empfehlen, da es bislang keine belastbaren Aussagen zur Dauer der Immunität gibt. Allgemein gilt: Eine durchgemachte Infektionskrankheit kann einen Immunschutz erzeugen, der bei manchen Infektionskrankheiten ein Leben lang anhält. Es ist bekannt, dass Infizierte Antikörper gegen das Virus SARS-CoV-2 ausbilden. Wie stark die Immunantwort vom Infektionsverlauf abhängt, wie lange Antikörper vorhanden sind, ob und für wie lange sie vor einer erneuten Infektion schützen, ist Gegenstand aktueller Forschung und kann noch nicht abschließend beantwortet werden.

Muss ich nach der Impfung die Hygieneregeln beachten?

Ja. Laut Robert Koch-Institut erlauben die bisher vorliegenden Daten noch nicht, die Wirksamkeit der Impfstoffe hinsichtlich einer Verhinderung oder Reduktion der Übertragung abschließend zu bewerten. Bis zum Vorliegen neuer Daten müssen Sie deshalb auch nach der Impfung die allgemein empfohlenen Schutzmaßnahmen wie die Abstands- und Hygieneregeln weiterhin einhalten.

Muss ich vor der Impfung einen Corona-Test machen?

Nein. Laut Robert Koch-Institut gibt es nach den bisher vorliegenden Daten keinen Hinweis darauf, dass die Impfung nach bereits unbemerkt durchgemachter Corona-Infektion eine Gefährdung darstellt. Entsprechend besteht keine Notwendigkeit, vor der Impfung das Vorliegen einer akuten asymptomatischen oder unerkannt durchgemachten Infektion labordiagnostisch auszuschließen.

Was ist, wenn ich nach der ersten Impfdosis positiv getestet werde?

Laut Robert Koch-Institut soll die zweite Impfung vorerst nicht gegeben werden, wenn nach Verabreichung der ersten Impfstoffdosis eine Infektion labordiagnostisch gesichert (positiver PCR-Test) wird.


Verteilung und Organisation

Wie wird der Impfstoff verteilt?

Für den Kauf und die Verteilung auf die Bundesländer ist der Bund zuständig. Die regionale Verteilung organisieren die Länder. In Bayern sorgt der Freistaat für die Verteilung auf die Lagerzentren. Von dort aus werden die Impfstoffe an die Impfzentren ausgegeben.

Wie werden die temperaturempfindlichen Impfstoffe gelagert?

Die Impfstoffe von BioNTech werden passiv mit Trockeneis gekühlt vom Hersteller an die Lagerzentren geliefert. In den Lagerzentren stehen Ultra-Tiefkühlschränke. Darin wird der Impfstoff von BioNTech/Pfizer bei mindestens minus 75 Grad gelagert. In den Ultra-Tiefkühlschränken können gleichzeitig bis zu drei Millionen Impfdosen gelagert werden. Die Kühlschränke verfügen über besondere Schutzmaßnahmen zur Ausfallsicherheit und sind in den Lieferzentren an ein Überwachungssystem angeschlossen.

Wie gelangen die Impfstoffe von den Lagerzentren an die Impfzentren?

Von den Lagerzentren übernimmt ein Kühllogistiker die weitere Verteilung des BioNTech-Impfstoffs. Dieser Impfstoff kann nach der Entnahme aus den Lieferzentren und der Verteilung an die regionalen Impfzentren auch in normalen Arzneimittelkühlschränken gelagert werden, sodass die Impfzentren keine speziellen Hochleistungskühlschränke benötigen.

Sind die Impfzentren gesichert?

Ja. Die Impfzentren werden an sieben Tagen rund um die Uhr durch Sicherheitspersonal bewacht. Dies geschieht in enger Absprache mit der Polizei. Die Vorgabe der Sicherung der Impfzentren dient nicht nur der Sicherung des Impfstoffes, sondern auch der Sicherstellung des reibungslosen Betriebsablaufs tagsüber.

Kann ich als medizinische Fachkraft meine Mitarbeit anbieten?

Medizinische Fachkräfte können sich für eine Mitarbeit im Impfzentrum (Firma Ecolog) per E-Mail sowie bei den mobilen Teams der IZ-Bayern GmbH direkt bewerben.

Wie viele Impfungen sind pro Tag in Nürnberg geplant?

Die Kapazität in Nürnberg liegt bei bis zu 2.000 Impfungen pro Tag, die Hälfte davon im Impfzentrum. Bei einer angenommenen momentanen Impfbereitschaft von etwa 60 Prozent der Bevölkerung wird mit bis zu 300.000 Personen gerechnet, die sich in Nürnberg impfen lassen. Da zweimal geimpft wird, sind das rund 600.000 Impfungen.

Wie viele Menschen gehören in Nürnberg zu den priorisierten Gruppen?

Insgesamt geht die Stadt von rund 60.000 Personen aus, die zur höchsten Prioritätsstufe (Gruppe 1) zählen. Zu den Personen mit hoher Priorität (Gruppe 2) zählen rund 45.000 Personen. Rund 58.000 Menschen gehören zu den Personen mit erhöhter Priorität (Gruppe 3). Insgesamt zählen rund 163.000 Menschen in Nürnberg zu den priorisierten Gruppen.

Wann werden Personen geimpft, die zu den priorisierten Gruppen zählen?

Falls die Impfstofflieferungen in den zugesagten Mengen in Nürnberg eintreffen, soll die Impfung der Personen mit der höchsten Priorität im Februar abgeschlossen sein. Personen mit hoher Priorität sollen von April bis Juni geimpft werden, Personen mit erhöhter Priorität im Juni und Juli.

Wann werden Personen geimpft, die zu keiner der Gruppen zählen?

Die Koordinierungsstelle des Impfzentrums der Stadt wird eine parallele Impfung der priorisierten Gruppen planerisch umsetzen, um das Tempo der Impfungen sowohl durch die mobilen Teams als auch im Impfzentrum voranzutreiben.

Danach – vermutlich ab Juli – kommen die Bürger im Alter von 59 Jahren und darunter zum Zuge, die nicht unter die beschriebenen Indikationen fallen. Diese können laut dem jetzigen Stand der Planung auch bei niedergelassenen Ärzten geimpft werden.

Insgesamt betrachtet ist die Stadt zuversichtlich, dass im Lauf des Jahres 2021 jedem Nürnberger die Schutzimpfung angeboten werden kann.


Merkblätter und Formulare

Downloads des bayerischen Gesundheitsministeriums

Auf der Website des bayerischen Gesundheitsministeriums können Sie sich vorab verschiedene Unterlagen zur Vorbereitung auf die Impfung herunterladen:
- Einwilligungserklärung in die Schutzimpfung des Robert Koch-Instituts
- Aufklärungsbogen des Robert Koch-Instituts
- Datenschutzinformation der Digitalen Impfverwaltung Bayern
- Leitfaden zur Corona-Schutzimpfung im Impfzentrum


Informationen in Leichter Sprache


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Aktualisiert am 26.02.2021, 16:02 Uhr

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