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Corona: Informationen zur Impfung



Corona-Themen Übersicht


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Arztpraxen:

(Stand: , ­Quelle: Stadt Nürnberg)

Öffentliches Testcenter (Flughafen) am

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Davon positiv:

(Stand: , ­Quelle: Stadt Nürnberg)


Die Zahlen zu Patienten, Impfungen und Tests in Nürnberg veröffentlichen wir von Montag bis Freitag. Die Zahlen in Klammern zeigen dabei die Veränderung zum Vortag beziehungsweise zur letzten Meldung der Vorwoche.


Aktuelle Nachrichten


Sonder-Impfaktionen

Derzeit tourt ein Impfbus durchs Stadtgebiet. Eine Station ist zum Beispiel der Hauptmarkt. Darüber hinaus gibt es Impfaktionen in Einrichtungen im ganzen Stadtgebiet. Übrigens: Bei den Aktionen können Sie sich auch nur zweitimpfen lasse.

19. Oktober

Impfaktion im Nachbarschaftshaus Gostenhof

Ob Erst-, Zweit- oder Auffrischungsimpfungen: Zur nächsten Impfaktion im Nachbarschaftshaus Gostenhof sind alle Impfwilligen dazu eingeladen, sich von 9 bis 17 Uhr mit den Impfstoffen von BioNTech und Johnson & Johnson impfen zu lassen.

20. Oktober

Impfaktion im Cinecitta

Sie können sich bei der Impfaktion im Cinecitta (Kasse im Cinemagnum, Katharinengasse 24, 90403 Nürnberg) von 13 bis 20 Uhr impfen lassen. Verimpft werden die Impfstoffe von BioNTech und Johnson & Johnson.

21. Oktober

Impfaktion im Cinecitta

Sie können sich bei der Impfaktion im Cinecitta (Kasse im Cinemagnum, Katharinengasse 24, 90403 Nürnberg) von 13 bis 20 Uhr impfen lassen. Verimpft werden die Impfstoffe von BioNTech und Johnson & Johnson.

22. Oktober

Impfaktion im Cinecitta

Sie können sich bei der Impfaktion im Cinecitta (Kasse im Cinemagnum, Katharinengasse 24, 90403 Nürnberg) von 13 bis 20 Uhr impfen lassen. Verimpft werden die Impfstoffe von BioNTech und Johnson & Johnson.

28. Oktober

Impfaktion im Mercado Einkaufscenter

Von 9 bis 18 Uhr können Sie sich im Mercado Einkaufscenter in der Äußeren Bayreuther Str. 78 (im Erdgeschoss direkt neben Hervis) impfen lassen. Verimpft werden die Impfstoffe von BioNTech und Johnson & Johnson. Für jeden Impfling gibt es ein kleines Goodiebag.

29. Oktober

Impfaktion im Mercado Einkaufscenter

Von 9 bis 18 Uhr können Sie sich im Mercado Einkaufscenter in der Äußeren Bayreuther Str. 78 (im Erdgeschoss direkt neben Hervis) impfen lassen. Verimpft werden die Impfstoffe von BioNTech und Johnson & Johnson. Für jeden Impfling gibt es ein kleines Goodiebag.

Übersicht der Impfaktionen vor Ort

Auf der Seite des Gesundheitsministeriums finden Sie eine Karte, die sämtliche Impfaktionen in Bayern zeigt. Sie können in die Karte zoomen und einen Ort auswählen oder die Einträge nach verschiedenen Kriterien filtern.


Impfzentrum Nürnberg


Impfzentrum in der alten KfZ-Zulassungsstelle

Großreuther Straße 115 b

90425 Nürnberg


Das Impfzentrum in der alten KfZ-Zulassungsstelle erreichen Sie über die Kilianstraße. Dort folgen Sie bitte den Wegweisern „Impfzentrum Nord“. Die Zugänge sind barrierefrei.


Öffnungszeiten:

Montag, Freitag und Samstag von 9 bis 18 Uhr


Impfstelle im City Point

Pfannenschmiedsgasse 20

90402 Nürnberg


Die Impfstelle im ehemaligen City Point befindet sich in der Pfannenschmiedsgasse 20 im ersten Obergeschoss in den Räumen des ehemaligen Bekleidungsgeschäfts „NewYorker“. Die Zugänge sind barrierefrei.


Öffnungszeiten:

Dienstag, Mittwoch, Donnerstag und Freitag von 9 bis 18 Uhr
Letzter Öffnungstag: 29. Oktober



Hotline für Terminvergaben

Termine werden nicht länger über die Hotline vergeben. Wenn Sie sich impfen lassen möchten, können Sie sich an Ihren Hausarzt wenden, an einer Impfaktion teilnehmen oder zu den Öffnungszeiten das Impfzentrum in der alten KfZ-Zulassungsstelle oder bis 29. Oktober die Impfstelle im City Point aufsuchen.

Hotline für allgemeine Fragen zu Impfungen

09 11 / 23 11 06 44

Von Montag bis Sonntag von 8.30 bis 16 Uhr beantworten die Mitarbeiter des Bürgertelefons Ihre Fragen rund um das Thema Impfung.


Häufig gestellte Fragen


Allgemeines und Rechtliches

Gibt es eine Impfpflicht in der Bundesrepublik?

Nein, die Impfung gegen Covid-19 ist freiwillig. Im neuen Infektionsschutzgesetz ist allerdings in Ausnahmefällen eine verpflichtende Impfung für „bedrohte Teile der Bevölkerung“ vorgesehen. Aber sowohl Bundeskanzlerin Angela Merkel als auch Bundesgesundheitsminister Jens Spahn haben betont, dass es keine Impfpflicht geben wird. Auch die Ständige Impfkommission, der Ethikrat und die Leopoldina lehnen eine Impfpflicht ab.

Wie ist die Reihenfolge der Impfungen geregelt?

Die Reihenfolge der Impfungen regelt die Coronavirus-Impfverordnung des Bundesgesundheitsministeriums. In der ersten Phase wurden Personen mit höchster Priorität geimpft, gefolgt von Menschen mit hoher und erhöhter Priorität. Seit 1. Juli ist die Impf-Priorisierung aufgehoben.

Wo finde ich die Coronavirus-Impfverordnung?

Die aktuelle Version der Coronavirus-Impfverordnung (CoronaImpfV) finden Sie auf der Website des Bundesgesundheitsministeriums.


Registrierung und Terminbuchung

Wie erhalte ich einen Impftermin?

Im bayerischen Impfportal können Sie sich online für eine Impfung im Impfzentrum registrieren. Bei der Registrierung müssen Sie Ihre persönlichen Daten angeben. Je nach Verfügbarkeit der Impftermine werden Sie entweder sofort oder zu einem späteren Zeitpunkt vom Impfzentrum per SMS oder E-Mail, gegebenenfalls auch telefonisch, zur Terminbuchung eingeladen.

Mit der Registrierung werden ein Aufklärungsmerkblatt und weitere Informationen zum Impfvorgang zum Download bereitgestellt. Zur Vorbereitung können Sie den Aufklärungsbogen des Robert Koch-Instituts und die Datenschutzinformationen auch hier herunterladen.

Kann ich mir aussuchen, wo ich geimpft werden möchte?

Ja, im Impfportal können Sie frei wählen, ob Sie sich im Impfzentrum oder in der dezentralen Impfstelle impfen lassen möchten. Bei der Terminbuchung werden freie Termine an folgenden Standorten angeboten:

- in der ehemaligen KfZ-Zulassungsstelle in Großreuth h.d.V.
- im ehemaligen Kaufhaus City Point in der Innenstadt

Ich habe Probleme bei der Registrierung. Wer kann mir helfen?

Weitere „Häufige Fragen zum Online-Registrierungsportal“ hat das bayerische Gesundheitsministerium auf seiner Website zusammengestellt.

Was tun, wenn mein Account im Impfportal gelöscht werden soll?

Viele Nürnberger haben eine automatische E-Mail vom bayerischen Impfportal erhalten, in der eine automatische Löschung des Accounts ankündigt wird. In dieser E-Mail wird auch auf die Möglichkeit der Datenspeicherung für zukünftige Impfungen, zum Beispiel Auffrischimpfungen, hingewiesen. Sie können der Datenspeicherung für künftige Impfungen online zustimmen. Mit der Zustimmung wird der Account nicht automatisch gelöscht.

Bitte loggen Sie sich hierfür auf Ihren Account auf https://impfzentren.bayern ein. Auf der Startseite (Personenauswahl) befindet sich ein blau hinterlegtes Feld „Daten für zukünftige Impfungen speichern.“ Bitte klicken Sie dieses Feld an und folgen Sie den weiteren Anweisungen. Eventuell müssen Sie vorher die Inaktivierung aufheben. Bitte klicken Sie dazu im Profil auf „Anmeldestatus ändern“ und folgen Sie den weiteren Anweisungen.

Falls Ihr Account bereits gelöscht wurde, können Sie ihn jederzeit neu anlegen oder reaktivieren. Melden Sie sich hierzu unter https://impfzentren.bayern/citizen mit Ihren Zugangsdaten an und wählen Sie die deaktivierte Person in Ihrem Konto aus. Unter Anmeldestatus klicken Sie auf „Anmeldung reaktivieren“.


Ablauf der Impfungen

Ich benötige Hilfe. Kann ich eine Begleitperson mitnehmen?

Ja. Sie können zum Impftermin eine Begleitperson mitnehmen, wenn Sie Hilfe benötigen. Bitte beschränken Sie sich dabei jedoch auf eine Person. Ihre Begleitung kann während des gesamten Impfvorgangs dabeibleiben und muss nicht separat warten.

Was muss ich zur Impfung mitbringen?

Bitte bringen Sie Ihren Personalausweis, Ihren Impfpass, das Aufklärungsblatt sowie den ausgefüllten Impfbogen beziehungsweise die Bestätigungs-E-Mail mit. Falls vorhanden, sollten Sie auch wichtige Unterlagen wie zum Beispiel Ihren Diabetikerausweis oder eine Medikamentenliste mitbringen. Bitte tragen Sie bei der Impfung Kleidung, bei der Sie leicht den Oberarm frei machen können.

Wo finde ich das Aufklärungsblatt zur Impfung in weiteren Sprachen?

Zur Impfung müssen Sie ein Aufklärungsblatt mitbringen und dieses vor der Impfung unterzeichnen. Auf der Seite des Robert Koch-Instituts können Sie das Aufklärungsblatt in knapp 20 verschiedenen Fremdsprachen herunterladen.

Mein Ausweis ist abgelaufen. Muss ich ihn vorher verlängern lassen?

Nein. Entscheidend ist, dass Sie sich identifizieren können. Sollten Ihre Personaldokumente (Personalausweis oder Reisepass) abgelaufen sein, müssen Sie nicht zwingend eine Verlängerung beantragen, um eine Impfung zu bekommen.

Ich habe meinen Ausweis verloren. Wie kann ich mich impfen lassen?

Falls Sie keinen Personalausweis besitzen, können sich in der Außenstelle im City Point impfen lassen. Die Mitarbeiter übernehmen für Sie die Registrierung.

Ich habe keinen Impfpass. Ist das ein Problem?

Nein. In diesem Fall erhalten Sie eine Bestätigung über die Impfserie auf einem Formular.

Gibt es eine Maskenpflicht beim Impftermin?

Ja. Im Impfzentrum müssen Sie mindestens eine medizinische Maske tragen. Empfohlen wird weiterhin eine FFP2-Maske zum Eigenschutz. Wenn Sie keine FFP2-Maske dabei haben, wird Ihnen eine kostenfrei zur Verfügung gestellt.

Wie läuft der Impftermin ab?

Das Impfzentrum ist als Einbahnstraßensystem angelegt. Nach der Ankunft wird Ihre Zugangsberechtigung geprüft. Danach erreichen Sie den Check-In, in dem Sie registriert werden. Im Anschluss werden Sie in eine Impfkabine geführt, in der eine Ärztin oder ein Arzt das Aufklärungsgespräch führt. Ein Medizinisch-Technischer Assistent oder eine Assistentin führt anschließend die Impfung aus. Danach müssen Sie noch mindestens fünf Minuten in einem Wartebereich für die Nachbeobachtung bleiben. Sollte es direkte Impfreaktionen geben, stehen Notfallkabinen bereit. Vor dem Verlassen des Impfzentrums müssen Sie einen Check-Out durchführen.

Wie viel Zeit muss ich insgesamt ungefähr einplanen?

Bitte planen Sie für Ihren Impftermin etwa 15 bis 30 Minuten ein.

Kann ich mir einen Impfstoff aussuchen?

Ja. Allerdings entscheidet grundsätzlich der Arzt über die Auswahl eines geeigneten Impfstoffs und orientiert sich dabei an den Empfehlungen der Ständigen Impfkommission und den Vorgaben der Zulassung.

In den Impfzentren werden Impfstoffe von BioNTech, Moderna und Johnson & Johnson eingesetzt. Bei Sonderaktionen kommen die Impfstoffe von BioNTech und Johnson & Johnson zum Einsatz.

Was kostet die Impfung?

Die Corona-Schutzimpfung ist für alle Bürger, unabhängig von ihrem Versicherungsstatus, kostenlos. Die Kosten für den Impfstoff übernimmt der Bund. Die Länder tragen, gemeinsam mit der gesetzlichen Krankenversicherung und der privaten Krankenversicherung, die Kosten für den Betrieb der Impfzentren.

Bekomme ich einen Nachweis über die Impfung?

Ja. Laut Infektionsschutzgesetz muss jede Schutzimpfung unverzüglich in einem entsprechenden Ausweis (Impfpass) eingetragen oder als Bestätigung ausgehändigt werden. Vor dem Hintergrund der Erleichterungen für vollständig Geimpfte ist es sehr wichtig, die Dokumentation der Impfungen im Impfpass oder auf der Impfbescheinigung in Papierform sorgfältig aufzubewahren. Zum Thema digitaler Impfnachweis lesen Sie bitte die entsprechenden FAQ-Einträge.


Impfungen in Arztpraxen

Kann ich mich auch beim Hausarzt impfen lassen?

Ja. Die niedergelassenen Ärzte impfen eigenständig im Rahmen der Regelversorgung und nicht im Auftrag der Impfzentren oder als Außenstelle. Eine Registrierung im Impfportal ist nicht notwendig. Die Arztpraxen organisieren und dokumentieren die Impfungen in ihren Praxen in Eigenregie unabhängig davon, ob ihre Patienten im Impfportal registriert sind oder nicht.

Ich wurde vom Hausarzt geimpft. Was passiert mit meinem Profil?

Bitte löschen Sie Ihr Profil im bayerischen Impfportal, falls Sie in einer Arztpraxis geimpft wurden. Die Arztpraxen geben Ihre Impfdaten nicht an das Impfportal weiter, sodass Sie im System weiterhin als impfwillig registriert sind und gegebenenfalls Termine erhalten. Falls Sie mit Ihrem Account mehrere Personen verwalten, löschen Sie bitte nur den Eintrag zu Ihrer Person.

Kann ich die Zweitimpfung im Impfzentrum durchführen lassen?

Ja, inzwischen können Sie auch nur die Zweitimpfung im Impfzentrum vornehmen lassen. Dabei ist nur eine Impfung mit einem mRNA-Impfstoff möglich. Eine vorherige Registrierung ist nicht notwendig, wird aber vom Personal im Impfzentrum vorgenommen.

Falls Sie einen Termin im bayerischen Impfportal buchen, ist der Termin, der Ihnen als „Erstimpfung“ vom Impfportal vorgeschlagen wird, maßgeblich. Dieser Termin wird der Termin Ihrer Zweitimpfung sein. Der Termin für die „Zweitimpfung“, der Ihnen vorgeschlagen wird, ist für Sie nicht relevant und wird am Impftag vor Ort storniert.

Bitte beachten Sie, dass der Termin für die Zweitimpfung ja nach Impfstoff mindestens drei Wochen (BioNTech) beziehungsweise mindestens vier Wochen (Moderna) nach dem Termin der Erstimpfung liegen muss. Bei Erstimpfungen mit Moderna oder BioNTech muss mit dem jeweils gleichen Impfstoff zweitgeimpft werden. Bitte erkundigen Sie sich nach dem Impfstoff, der beim gewünschten Termin verimpft wird.

Teilen Sie dem Personal an der Anmeldung mit, dass Sie bereits eine Impfung erhalten haben und zur Zweitimpfung kommen. Dann legen Sie den Nachweis über die Erstimpfung vor. Alles weitere wie die Stornierung des zweiten Termins wird von den Kollegen im Impfzentrum erledigt. Bitte informieren Sie nach der Zweitimpfung im Impfzentrum Ihren Hausarzt, dass Sie bei ihm keinen zweiten Impftermin mehr benötigen. Dadurch kommen andere Impfinteressierte bei Ihrem Hausarzt schneller zu einen Impftermin.


Impfung für Kinder und Jugendliche

Ab welchem Alter können Kinder und Jugendliche geimpft werden?

Kinder und Jugendliche ab zwölf Jahren dürfen gegen Corona geimpft werden.

Welche Impfstoffe sind für Kinder und Jugendliche zugelassen?

Seit Mai ist der Impfstoff von BioNTech zugelassen. Im Juli hat die Europäische Arzneimittel-Agentur außerdem die Zulassung des Impfstoffs von Moderna für Kinder und Jugendliche ab 12 Jahren empfohlen. Die Zustimmung der EU-Kommission gilt als Formsache.

Müssen die Eltern in die Impfung einwilligen?

Ja. Eltern müssen in die Impfung ihrer Kinder einwilligen. Dazu muss ein Elternteil das Aufklärungsmerkblatt für den mRNA-Impfstoff auf der letzten Seite im letzten Block unterschreiben.

Müssen die Eltern bei der Impfung dabei sein?

Kinder bis einschließlich 15 Jahre werden nur in Begleitung eines Elternteils geimpft. 16- bis 17-Jährige können alleine zur Impfung kommen. Hier ist eine Einwilligung der Eltern auch vorab schriftlich möglich. 16- bis 17-Jährige bringen bitte das Aufklärungsmerkblatt für den mRNA-Impfstoff zur Impfung mit, das von einem Elternteil unterzeichnet sein muss. Das Dokument muss auf der letzten Seite im letzten Block unterschrieben werden.

Für welche Kinder und Jugendliche wird die Impfung empfohlen?

Die Ständige Impfkommission (Stiko) empfiehlt Impfungen für alle Kinder und Jugendliche im Alter ab 12 Jahren. Nach sorgfältiger Bewertung neuer wissenschaftlicher Beobachtungen und Daten kam die Stiko zur Einschätzung, dass nach gegenwärtigem Wissensstand die Vorteile der Impfung gegenüber dem Risiko von sehr seltenen Nebenwirkungen überwiegen. Die Empfehlung zielt auf den direkten Schutz der Kinder und Jugendlichen vor COVID-19 und den damit in Verbindung gebrachten psychosozialen Folgeerscheinungen ab.

Wann können Kinder unter zwölf Jahren geimpft werden?

Für die Impfung von Kindern zwischen fünf und elf Jahren Jahren muss die Zulassungsentscheidung der Europäischen Arzneimittelagentur und gegebenenfalls eine Einschätzung der Ständigen Impfkommission abgewartet werden. Die Impfungen sollen dann die Kinderärzte vornehmen.

Wo können sich Kinder und Jugendliche impfen lassen?

Kinder und Jugendliche können sich im Impfzentrum, beim Arzt oder bei Sonder-Impfaktionen impfen lassen. Für eine Impfung im Impfzentrum können Sie online oder telefonisch einen Termin buchen, eine Impfung ohne Termin ist aber genauso möglich. Bei Sonder-Impfaktionen können Kinder geimpft werden, wenn dort der für Kinder zugelassene Impfstoff von BioNTech zum Einsatz kommt. Auch Kinder und Jugendliche aus anderen Bundesländern, die zu Besuch in Bayern weilen, können dieses Impfangebot des Freistaats wahrnehmen.

Wie sicher ist die Impfung bei Kindern und Jugendlichen?

mRNA-Impfstoffe gelten als sicher. Die Ständige Impfkommission (Stiko) hat auf Grundlage neuer Überwachungsdaten, insbesondere aus dem US-amerikanischen Impfprogramm mit nahezu zehn Millionen geimpften Kindern und Jugendlichen eine Risikobewertung vorgenommen. So schreibt die Stiko, dass die sehr seltenen, beobachteten Herzmuskelentzündungen, die bevorzugt bei jungen männlichen Geimpften im Zusammenhang mit der Impfung auftraten, als Nebenwirkungen gewertet werden müssen. In der Mehrzahl der Fälle wurden die Patienten mit diesen Herzmuskelentzündungen im Krankenhaus behandelt. Bei den Jugendlichen wurde jedoch mit entsprechender medizinischer Versorgung ein unkomplizierter Verlauf beobachtet. Zudem sind bisher keine weiteren schweren Nebenwirkungen aufgetreten.

Welche Symptome können nach einer Impfung auftreten?

Schmerzen und Rötungen an der Einstichstelle sowie Schwäche, Kopfschmerzen, Fieber, Schüttelfrost und Magen-Darm-Beschwerden sind als Impfreaktionen möglich. Die Symptome klingen nach wenigen Tagen ab. Nach der zweiten Impfung treten die Reaktionen in der Regel häufiger und heftiger auf.

Wie wirksam ist die Impfung bei Kindern und Jugendlichen?

Laut Robert Koch-Institut liegt die Wirksamkeit von mRNA-Impfstoffen bei 12 bis 15-Jährigen, die zwei Impfungen erhalten haben, bei 100 Prozent. Es ist davon auszugehen, dass die Impfung auch bei Kindern und Jugendlichen gut vor schweren Verläufen schützt.

Wann wird die Zweitimpfung empfohlen?

Die Zweitimpfung wird im Abstand von drei Wochen nach der ersten Impfung empfohlen. Generell ist es möglich ist, die Zweitimpfung im Zeitraum von drei bis sechs Wochen nach der Erstimpfung durchzuführen.

Werden noch weitere Impfstoffe für Kinder zugelassen?

Ja. Weitere Impfstoffe für Kinder verschiedener Altersgruppen sind laut Robert Koch-Institut derzeit in klinischer Prüfung.

Wie verläuft COVID-19 bei Kindern und Jugendlichen?

Covid-19-Infektionen verlaufen bei 12- bis 17-Jährigen überwiegend mild bis moderat und häufig ganz ohne Symptome. Kinder ohne Vorerkrankungen können nach einer Infektion an Fieber und Husten, Kopfschmerzen, Abgeschlagenheit und Gliederschmerzen sowie Magen-Darm-Beschwerden leiden. Sie erholen sich meist rasch und ohne Langzeitfolgen.

Bei Kindern und Jugendlichen mit Vorerkrankungen verläuft COVID-19 häufiger schwer. Etwa ein Prozent der erkrankten Kinder und Jugendlichen muss ins Krankenhaus. 0,001 Prozent der Erkrankten verstirbt. Nach Informationen des Robert Koch-Instituts gab es in Deutschland sehr wenige Todesfälle. Diese traten bei Kindern mit sehr schweren Vorerkrankungen auf.

Wo finde ich weitere Informationen zum Thema Impfung für Kinder?

Auf den Seiten des Robert Koch-Insituts und des Bundesgesundheitsministeriums finden Sie viele weiterführende und detaillierte Informationen zum Thema Corona-Impfung für Kinder und Jugendliche.


Impfung von Schwangeren und Stillenden

Werden Schwangere und Stillende geimpft?

Ja. Die Ständige Impfkommission (Stiko) hat am 10. September eine Impfempfehlung für Schwangere und Stillende ausgesprochen. Die Stiko empfiehlt die Impfung für alle Schwangeren ab dem zweiten Trimenon und Stillende unabhängig von Vorerkrankungen. Empfohlen wird die Impfung mit zwei Dosen eines mRNA-Impfstoffs im Abstand von drei bis sechs beziehungsweise vier bis sechs Wochen. Wenn die Schwangerschaft nach bereits erfolgter Erstimpfung festgestellt wurde, sollte die Zweitimpfung erst ab dem zweiten Trimenon durchgeführt werden.

Darüber hinaus empfiehlt die Impfkommission ausdrücklich allen noch nicht oder unvollständig Geimpften im gebärfähigen Alter die Impfung, damit bereits vor Eintritt einer Schwangerschaft ein sehr guter Schutz vor dieser Erkrankung besteht.

Grundlage für die Empfehlung sind laut der Stiko vorliegende Daten, die ein Risiko von schweren Covid19-Verläufen in der Schwangerschaft bestätigen. Dieses Risiko erhöht sich bei vorliegenden Vorerkrankungen wie Adipositas, Bluthochdruck und Diabetes mellitus.

Wie hoch ist die Wirksamkeit der Impfung bei Schwangeren?

Die vorliegenden Studien zeigen eine hohe Wirksamkeit der mRNA-Impfstoffe bei Schwangeren. Die Impfung schützt sehr gut vor einer Infektion mit Symptomen und vor schweren Krankheitsverläufen. Laut Stiko ist davon auszugehen, dass ungeimpfte Schwangere durch die erhöhte Infektiosität der Delta-Variante stärker gefährdet sind.

Weitere Informationen finden Sie auf den Seiten des Robert-Koch-Instituts und im Epidemiologischen Bulletin.

Wie sicher ist eine Impfung während der Schwangerschaft?

Die vorliegenden Erkenntnisse aus Studien sind bisher zwar begrenzt, doch sie liefern keine Hinweise auf schwere unerwünschte Nebenwirkungen (Fehlgeburt, Totgeburten, Fehlbildungen) bei der Schwangeren und dem Fötus nach einer Impfung während der Schwangerschaft.

Nach der Impfung wurde eine Übertragung der Antikörper der Mutter über die Plazenta zum Fetus nachgewiesen. Ob dadurch ein klinisch relevanter Schutz für das Neugeborene erzielt werden kann, ist derzeit nicht klar.

Die Empfehlung zur Impfung basiert auf einer systematischen Aufarbeitung von Daten zum Risiko von schweren Verläufen in der Schwangerschaft sowie zur Effektivität und Sicherheit einer Impfung bei Schwangeren und Stillenden. Vorliegende Daten zur Sicherheit zeigen kein gehäuftes Auftreten von schweren unerwünschten Arzneimittelwirkungen während der Schwangerschaft oder ein erhöhtes Risiko für schwere unerwünschte Arzneimittelwirkungen während der Stillzeit für Mutter und Kind.

Besteht ein Risiko bei Impfungen während der Stillzeit?

Es gibt keine Hinweise, dass eine Covid19-Impfung während der Stillzeit ein Risiko für Mutter oder Kind darstellt.

Wo können sich Schwangere und Stillende impfen lassen?

Schwangere und Stillende können sich beim Haus- oder Facharzt impfen lassen. Außerdem werden Schwangere und Stillende in den Impfstellen in der alten KfZ-Zulassungsstelle und im City Point sowie bei den Sonderimpfaktionen geimpft. Verimpft wird der Impfstoff von BioNTech.


Auffrischungsimpfung

Wer kann eine Auffrischungsimpfung erhalten?

Grundsätzlich können alle vollständig Geimpften eine Auffrischungsimpfung erhalten. Voraussetzung ist, dass der Abschluss der ersten Impfserie mindestens sechs Monate zurückliegt. Auffrischungsimpfungen für Personen zwischen 18 und 69 Jahren sind derzeit allerdings noch nicht geplant.

Anders ist dies bei Personen, die mit dem Impfstoff von Johnson & Johnson geimpft wurden. Hier empfiehlt die Ständige Impfkommission (Stiko) bereits nach vier Wochen eine Auffrischungsimpfung mit einem mRNA-Impfstoff. Die Stiko begründet dies mit dem geringeren Schutz, den die Impfung vor der Delta-Variante bieten soll.

In den Impfstellen in der Alten KfZ-Zulassungsstelle und im City Point sowie bei Sonderimpfaktionen sind ab sofort Auffrischungsimpfungen ohne Termin möglich für:

- Personen ab 70 Jahren
- Bewohner von Pflegeeinrichtungen und Altenheimen, auch unter 70 Jahren
- Beschäftigte mit direktem Kontakt in Pflegeeinrichtungen
- medizinisches Personal mit direktem Patientenkontakt
- Personen, die mit Johnson & Johnson geimpft wurden
- Personen ab zwölf Jahren mit einer schweren Immundefizienz

Welcher Impfstoff wird bei Auffrischungsimpfungen verwendet?

Bei den Auffrischungsimpfungen sollen möglichst die gleichen mRNA-Impfstoffe wie bei den ersten Impfungen verwendet werden. Es genügt bei mRNA-Impfstoffen eine Impfstoffdosis frühestens sechs Monate nach Abschluss der ersten Impfserie. Auch Personen, die zuvor mit einem Vektor-Impfstoff von AstraZeneca oder Johnson & Johnson geimpft wurden, sollen laut der Stiko als Auffrischung einen mRNA-Impfstoff erhalten. Dies gilt auch für Genesene, die mit einem Vektor-Impfstoff geimpft wurden.

Ich wurde mit Johnson & Johnson geimpft. Was muss ich beachten?

Falls Sie mit dem Impfstoff von Johnson & Johnson geimpft wurden, fällt der Impfschutz gegenüber der Delta-Variante geringer aus. Im Verhältnis zur Anzahl der verabreichten Impfdosen wurden in Deutschland die meisten Impfdurchbrüche bei Personen beobachtet, die mit Johnson & Johnson geimpft wurden.

Die Ständige Impfkommission (Stiko) empfiehlt deshalb, sich bereits vier Wochen nach der Johnson & Johnson-Impfung mit einem mRNA-Impfstoff impfen zu lassen. Auffrischungsimpfungen sind ohne Termin in den Impfstellen in der Alten KfZ-Zulassungsstelle und im City Point sowie bei Sonderimpfaktionen möglich.

In welcher Reihenfolge finden Auffrischungsimpfungen statt?

Die Reihenfolge legt das bayerische Gesundheitsministerium fest. Die Impfzentren und mobilen Teams beginnen zunächst mit Impfungen von Bewohnern in Pflegeeinrichtungen und weiteren vulnerablen Personen in Einrichtungen. Pflegebedürftige, die zuhause wohnen, und Menschen ab 70 Jahren kommen ebenfalls für Auffrischungsimpfungen in Frage.

Auch Personen, die mit dem Impfstoff von Johnson & Johnson geimpft wurden, können vier Wochen nach der ersten Impfung eine Auffrischungsimpfung mit einem mRNA-Impfstoff erhalten.

Ich habe eine schwere Immundefizienz. Was kann ich tun?

Es gibt ein Angebot zu Auffrischungsimpfungen mit einem mRNA-Impfstoff für Personen ab zwölf Jahren mit einer schweren Immundefizienz, zum Beispiel infolge einer Transplantation oder wegen einer Krebserkrankung. Das Angebot kann vier Wochen nach Abschluss der ersten Impfserie wahrgenommen werden.

Der Hintergrund: Bei Personen mit schwerer Immundefizienz besteht die Möglichkeit einer nicht ausreichenden oder fehlenden Immunantwort. Damit kann trotz verabreichter Impfungen ein lückenhafter oder fehlender Schutz gegen COVID-19 vorliegen.

Außerdem können Menschen mit schwerer Immundefizienz eine serologische Untersuchung auf spezifische Antikörper gegen das SARS-CoV-2-Spike-Protein sowohl nach der vierten Woche nach der zweiten Impfstoffdosis sowie nach der vierten Woche nach der dritten Impfstoffdosis wahrnehmen. Das Ergebnis der ersten Antikörpertestung muss nicht abgewartet werden, bevor eine dritte Impfstoffdosis verabreicht werden kann.

Kann ich gleichzeitig eine Grippe- und eine Auffrischimpfung erhalten?

Ja, das ist möglich. Impfungen gegen COVID-19 und gegen Influenza können zeitgleich verabreicht werden.

Muss ich für die Auffrischungsimpfung zahlen?

Nein. Die Auffrischungsimpfungen sind für Bürger kostenlos, genauso wie die ersten Dosen. Die Impfstoffe werden vom Bund finanziert, die Kosten für den Betrieb der Impfzentren und der mobilen Teams tragen die Bundesländer und Krankenkassen.

Muss bei der Auffrischungsimpfung erneut aufgeklärt werden?

Ja, der Impfling muss wie bei allen vorhergehenden Impfungen auch bei der Auffrischungsimpfung aufgeklärt werden. Dabei hilft unter anderem der mRNA-Aufklärungsbogen.

Können sich Beschäftigte in Pflegeeinrichtungen drittimpfen lassen?

Ja, auch Beschäftigte in Pflegeeinrichtungen können eine Auffrischungsimpfung erhalten. Bei einer Auffrischungsimpfung mit mRNA-Impfstoffen ist die Voraussetzung eine vor mindestens sechs Monaten abgeschlossene Impfserie. Auch nach Impfungen mit AstraZeneca oder Johnson & Johnson beziehungsweise nach einer Genesung wird bei der Auffrischung ein mRNA-Impfstoff verimpft. Personen, die mit dem Impfstoff von Johnson & Johnson geimpft wurden, sollten ihren Schutz nach Empfehlung der Stiko bereits nach vier Wochen mit einem mRNA-Impfstoff auffrischen.

Gibt es Auffrischungsimpfungen für Beschäftigte in Krankenhäusern?

Bei den Beschäftigten in Krankenhäusern entscheiden die Krankenhäuser beziehungsweise die Impfärzte in den Krankenhäusern über die medizinische Notwendigkeit einer Auffrischungsimpfung.

Wer wird künftig im Impfzentrum geimpft?

Grundsätzlich sollen zuhause lebende über 70-Jährige, Patienten mit Immunschwäche oder Immunsuppression sowie pflegebedürftige Personen die Auffrischungsimpfung vom Hausarzt erhalten. Der behandelnde Arzt kennt seine Patienten am besten und kann die medizinische Notwendigkeit einer dritten Impfung gut einschätzen. Falls es keinen Hausarzt oder Betriebsarzt geben sollte, können sich die Impflinge auch an das Impfzentrum wenden.

Personen, die eine Impfung des Herstellers Johnson & Johnson erhalten haben, können sich im Impfzentrum vier Wochen nach der Impfung mit einem mRNA-Impfstoff impfen lassen.

Gilt für Auffrischungsimpfungen in den Impfzentren die Wohnortbindung?

Nein, die Wohnortbindung ist bei der Impfung in den Impfzentren aufgehoben. Eine Auffrischungsimpfung für den berechtigten Personenkreis ist damit also auch stadt-, landkreis- und bundeslandübergreifend möglich.

Gibt es einen Zeitplan für die Auffrischungsimpfungen?

Bis Ende 2021 liegt der Schwerpunkt bei den Auffrischungsimpfungen auf den besonders vulnerablen Gruppen. Anschließend sollen bis Ende März 2022 auch weitere Bevölkerungsgruppen mit besonderen Bedarfen geimpft werden.

Bin ich mit vollständigem Impfschutz auch nach sechs Monaten geschützt?

Corona-Impfungen sind sehr wirksam und schützen vor besonders schweren Verläufen - auch wenn die Impfung zum vollständigen Impfschutz sechs Monate oder länger zurückliegt. Sowohl für die Alpha- als auch für die Delta-Variante ergibt sich nach Analyse zahlreicher Beobachtungsstudien eine durchschnittliche Wirksamkeit von 95 Prozent.

Bei Geimpften, die mit dem Impfstoff von Johnson & Johnson geimpft wurden, fällt der Impfschutz gegenüber der Delta-Variante geringer aus. Diesen Personen empfiehlt die Stiko, sich bereits vier Wochen nach der Johnson & Johnson-Impfung mit einem mRNA-Impfstoff impfen zu lassen.

Wird die Auffrischungsimpfung in den Impfpass eingetragen?

Ja, per Chargen-Aufkleber und Unterschrift des Impfarztes.

Wer muss sich das digitale Impfzertifikat neu ausstellen lassen?

Sollten Sie vor dem 11. Oktober für eine Auffrischungsimpfung ein digitales Impfzertifikat erhalten haben, müssen Sie sich dieses neu ausstellen lassen. Diese Zertifikate sind ungültig und werden von Prüf-Apps nicht anerkannt. Bei den bis 11. Oktober ausgestellten Auffrisch-Zertifikaten wird die Impffolge fälschlicherweise mit drei von zwei Impfungen ausgewiesen. Die neu ausgestellten Zertifikaten geben die Impffolge korrekt mit drei von drei Impfungen an. Das neue Zertifikat können Sie anschließend in Apps wie CovPass oder Corona-Warn hinterlegen und als digitalen Impfnachweis verwenden. Das neue Impfzertifikat erhalten Sie kostenlos in Apotheken. Sollten Sie sich für die Ausstellung an das Impfzentrum in der KFZ-Zulassungsstelle oder an die Impfstelle im City Point wenden, müssen Sie dort mit erheblichen Wartezeiten rechnen.

Zähle ich auch nach sechs Monaten zu den vollständig Geimpften?

Ja. Der Impfschutz weist nach den bislang vorliegenden wissenschaftlichen Erkenntnissen auch nach über sechs Monaten eine hohe Wirksamkeit auf. Damit zählen Sie zu den vollständig Geimpften (3G-Regel).

Ist eine spätere Auffrischung ebenso wirksam wie nach sechs Monaten?

Dazu liegen noch keine wissenschaftlichen Erkenntnisse vor. Länder, die bereits auf breiter Basis Auffrischungsimpfungen anbieten wie Israel und Großbritannien, bereiten dazu empirische Studien vor.

Blickt man auf Erfahrungen mit anderen Impfstoffen, die ebenfalls dreimal verabreicht werden müssen, wie zum Beispiel bei der dreimaligen FSME-Schutzimpfung, ist davon auszugehen, dass eine Auffrischungsimpfung auch zu einem späteren Zeitpunkt als nach dem Ablauf von sechs Monaten verabreicht werden kann und dabei optimal schützt.

Kann ich die Auffrischung schon vor Ablauf der sechs Monate erhalten?

Auffrischungsimpfungen können Sie bereits vor Ablauf der sechs Monate nach dem vollständigen Impfschutz erhalten, wenn Sie mit dem Impfstoff von Johnson & Johnson geimpft wurden. Da dieser laut Stiko eine niedrigere Wirksamkeit gegenüber der Delta-Variante des Coronavirus hat, wird empfohlen, die Impfung bereits nach vier Wochen mit einem mRNA-Impfstoff aufzufrischen.

Geimpfte, die mit einem mRNA-Impfstoff geimpft wurden, sollten ihre Impfung frühestens nach sechs Monaten auffrischen lassen.


Digitaler Impfnachweis

Wo gibt es den digitalen Impfnachweis?

Um eine Impfung nachzuweisen, gab es bisher nur den gelben, internationalen Impfpass oder eine schriftliche Impfbestätigung. Der gelbe Impfpass wird nicht aufgegeben, aber um einen digitalen Impfnachweis für Smartphones ergänzt.

Im Impfzentrum und seinen Außenstellen können die Impfzertifikate mit QR-Code für den digitalen Impfnachweis erzeugt und den Geimpften als Bestandteil ihrer Impfdokumentation mitgegeben werden. Auch in den teilnehmenden Apotheken ist die Ausstellung eines Impfzertifikate mit QR-Codes möglich. Auch die niedergelassenen Ärzte können die Zertifikate erstellen.

Was brauche ich für den digitalen Impfnachweis?

Für den digitalen Nachweis brauchen Sie das Impfzertifikat mit dem QR-Code und eine App. Hier können Sie entweder die Corona-Warn-App (Version 2.3.2) oder die neue vom Robert Koch-Institut und IBM entwickelte CovPass-App verwenden. Beide Apps sind in den App-Stores verfügbar.

Corona-Warn-App: Wie gehe ich vor?

Scannen Sie den QR-Code des Impfzertifikats, das Sie künftig bei der Impfung erhalten oder nachträglich erhalten haben, mit der Kamera des Smartphones ein. Die App liest die Informationen aus dem QR-Code aus und speichert sie in einem sicheren Bereich Ihres Smartphones. Die Daten bleiben auf Ihrem Smartphone. Eine Übertragung an andere Personen findet nur statt, wenn Sie diesen Ihr Impfzertifikat zur Überprüfung vorzeigen. Bitte beachten Sie: Der QR-Code ist erst 14 Tage nach der letzten Impfung gültig.

Für technische Fragen wenden Sie sich bitte direkt an die jeweilige Service-Hotline:
Hotline zur CovPass-App: 0800-4747-001 (für alle Fragen im Zusammenhang mit dem Zertifikat, der CovPass-App insgesamt)

CovPass-App: Wie gehe ich vor?

Scannen Sie den QR-Code des Impfzertifikats, das Sie künftig bei der Impfung erhalten oder nachträglich erhalten haben, mit der Kamera des Smartphones ein. Der QR-Code wird automatisch auf Ihr Smartphone geladen und ist 14 Tage nach der letzten Impfung gültig.

Die Service-Hotline zur CovPass-App erreichen Sie bei technischen Fragen unter 0800-4747-001. Die Hotline ist von Montag bis Samstag von 7 bis 22 Uhr erreichbar.

Wie erhalte ich nachträglich ein Impfzertifikat?

Auch die nachträgliche Ausstellung des Impfzertifikats mit dem QR-Code für bereits vollständig Geimpfte ist möglich. Falls Sie im Impfzentrum oder in einer Außenstelle geimpft wurden und noch einen Account im Impfportal haben, erhalten Sie das Impfzertifikat mit dem QR-Code über Ihren Account im Impfportal. Sie können ihn dort abrufen und am Bildschirm abscannen oder zu Hause ausdrucken. Falls Sie Ihren Account bereits gelöscht haben, können Sie das Impfzertifikat mit dem QR-Code online oder per Telefon beauftragen, um es anschließend digital zu erhalten.

Wenn Sie bei einem niedergelassenen Arzt geimpft wurden, können Sie sich das Impfzertifikat mit dem QR-Code für den digitalen Impfnachweis von Ihrem Arzt nachträglich erstellen lassen.

Alternativ können Sie das Impfzertfikat mit dem QR-Code von teilnehmenden Apotheken gegen Vorlage des analogen Impfnachweises (Impfpass oder schriftliche Impfbescheinigung) und eines gültigen Ausweises erstellen lassen.

Wie lange ist das digitale Impfzertifikat gültig?

Das digitale Impfzertifikat ist ab dem Ausstellungsdatum derzeit ein Jahr gültig. Dabei handelt es sich lediglich um das technische Ablaufdatum des Dokuments. Der Impfschutz ist davon unabhängig. Das technische Ablaufdatum ist sowohl in der CovPass-App als auch in der Corona-Warn-App vermerkt. Ob Sie sich nach Ablauf der Gültigkeit einen neuen digitalen Nachweis ausstellen lassen müssen oder der Nachweis verlängert werden kann, ist derzeit noch unklar.

Welche Apotheken nehmen teil?

Auf der Seite „Mein Apothekenmanager“ sind die teilnehmenden Apotheken gelistet, die den Service anbieten. Bitte geben Sie in die Suchmaske Ihre Postleitzahl ein und wählen Sie die Serviceleistung „Digitales Impfzertifikat“ aus. Bitte bringen Sie für den digitalen Impfnachweis Ihren Impfpass oder die schriftliche Impfbescheinigung und einen gültigen Ausweis in die Apotheke mit.

Wie funktioniert die Überprüfung des Impfstatus?

Das Gegenstück zur CovPass-App, die offzielle Prüf-App namens CovpassCheck-App, kann den Impfstatus in beiden Apps (Corona-Warn-App und CovPass-App) auslesen, zum Beispiel bei Veranstaltungen oder im Restaurant. Personen, die kontrollieren, scannen dabei einfach den QR-Code in Ihrer App. Bei beiden Apps werden dabei neben dem Impfstatus auch Ihr Name und Ihr Geburtsdatum ausgelesen. Zusätzlich zur App ist ein gültiger Ausweis notwendig.

Ist die Nutzung freiwillig?

Ja, die Verwendung des digitalen Nachweises ist vollkommen freiwillig. Der Nachweis des vollständigen Impfschutzes kann auch auf andere Weise erbracht werden, zum Beispiel mit dem gelben Impfpass oder der Impfbestätigung.

Gilt der Nachweis auch im Ausland?

Der digitale Impfnachweis gilt in allen EU-Ländern sowie in Island, Liechtenstein, Norwegen und der Schweiz. Wer sichergehen will, sollte auch innerhalb der EU das gelbe Impfheft mitnehmen. Bei Reisen außerhalb Europas ist der gelbe Impfpass in jedem Fall notwendig.


Sicherheit und Wirksamkeit

Wie sicher ist der Impfstoff?

Nach Aussage des Robert Koch-Instituts wird ein Impfstoff erst nach ausreichender Überprüfung auf den Markt gebracht. Nach der Zulassung wird der Impfstoff ständig auf seine Wirksamkeit und mögliche Nebenwirkungen kontrolliert. Nebenwirkungen und Impfreaktionen werden zentral durch das Paul-Ehrlich-Institut erfasst.

Wie lange wurde an den Impfstoffen geforscht?

Normalerweise vergehen 15 bis 20 Jahre, ehe Hersteller einen Impfstoff bis zur Marktzulassung bringen. Damit einen Impfstoff zugelassen werden kann, müssen drei Phasen einer klinischen Studie durchlaufen werden. Um die Phase drei einer klinischen Studie zu erreichen, müssen mindestens 20.000 Teilnehmer die Impfung verabreicht und überstanden haben. Dieses Mal geht es schneller – auch, weil Experten über neue Technologien verfügen und auf Erkenntnissen aus anderen Impfstoffprojekten gegen verwandte Viren aufbauen konnten. In einem Kraftakt ohnegleichen haben Forscher weltweit zeitgleich daran gearbeitet, ihre Ergebnisse miteinander geteilt und direkt an die Prüfbehörden weitergegeben. So ein globales wissenschaftliches Zusammenwirken gab es vor dieser Pandemie noch nie. Mehrere Biotechnologieunternehmen haben so in kurzer Zeit Impfstoff-Kandidaten entwickelt. Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) befinden sich aktuell 48 mögliche Impfstoffkandidaten im Test, 164 weitere sind in der vorklinischen Entwicklung.

Wie lange dauert eine Zulassung in Deutschland normalerweise?

In Deutschland erfolgt die Zulassung eines Impfstoffs nur dann, wenn er alle drei Phasen des klinischen Studienprogramms besteht. Diese nationalen und internationalen Qualitätsstandards gelten wie bei allen anderen Impfstoff-Entwicklungen auch bei der Zulassung einer Corona-Schutzimpfung. Bis vor wenigen Jahren hätten Beteiligte für das Durchlaufen aller Etappen bis zu 20 Jahre angesetzt. Doch neue Technologien, Vorerfahrung mit Impfstoffprojekten gegen verwandte Viren wie zum Beispiel MERS-CoV und die intensive Zusammenarbeit mit verantwortlichen Behörden ermöglichen es, so schnell wie noch nie einen Impfstoff zu entwickeln, der den Qualitätsanforderungen entspricht.

Welche Impfreaktionen kann es geben?

Typische Beschwerden nach einer Impfung sind Rötung, Schwellung und Schmerzen an der Impfstelle, auch Allgemeinreaktionen wie Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen, Müdigkeit und Unwohlsein sind möglich. Diese Reaktionen sind keine schweren Nebenwirkungen, sondern Ausdruck der erwünschten Auseinandersetzung des Immunsystems mit dem Impfstoff und klingen in der Regel nach wenigen Tagen komplett ab. Leichte Gaben von Paracetamol oder Ibuprofen können Abhilfe schaffen. Ältere Menschen leiden übrigens weniger unter Nebenwirkungen, weil ihr Immunsystem sehr viel langsamer aktiviert wird als das Immunsystem jüngerer Menschen.

Wo kann ich Nebenwirkungen melden?

Nebenwirkungen können Sie bei Apotheken und bei Ihrem Hausarzt melden. Apotheken und Hausärzte sind Ansprechpartner bei der Bewertung der Nebenwirkungen, einer möglichen Diagnose und Folgebehandlung, auch wenn sie den Impfstoff nicht verabreicht haben. Nebenwirkungen werden sehr ernst genommen. Es wird jeweils so schnell wie möglich aufgeklärt, ob es sich um eine zufällig in zeitlichem Zusammenhang auftretende Reaktion oder eine tatsächliche Nebenwirkung handelt. Nebenwirkungen können Sie außerdem über eine Website oder eine App des Paul-Ehrlich-Instituts melden.

Wie lange wirkt der Impfstoff?

Dazu können derzeit noch keine Aussagen gemacht werden, weil noch keine Langzeiterfahrungen vorliegen.

Wer haftet bei Impfschäden?

Wenn es durch die Anwendung des Impfstoffs zu einer Schädigung kommt, kommt je nach Fallgestaltung eine Haftung unter anderem des pharmazeutischen Unternehmens aufgrund verschiedener gesetzlicher Grundlagen in Betracht. Haftungsregelungen können sich ergeben aus dem Arzneimittelrecht, dem Produkthaftungsgesetz sowie den allgemeinen Haftungsregelungen des Bürgerlichen Gesetzbuchs. Im Infektionsschutzgesetz (§ 60 Abs. 1 S. 1 IfSG) ist auch genau geregelt, wann jemand einen Antrag auf Versorgung nach dem Bundesversorgungsgesetz stellen kann. Das ist zum Beispiel der Fall, wenn jemand durch eine Impfung, die von einer zuständigen Landesbehörde öffentlich empfohlen wurde, gesundheitlichen Schaden erlitten hat.

Ich benötige noch andere Impfungen. Was muss ich beachten?

Laut Robert Koch-Institut soll zu anderen planbaren Impfungen ein Mindestabstand von 14 Tagen vor Beginn und nach Ende der Impfserie eingehalten werden. Notfallimpfungen sind davon ausgenommen.

Gibt es Patienten mit Impfdurchbrüchen in Nürnberger Kliniken?

Ja, im Klinikum Nürnberg gibt es einzelne Fälle von Geimpften, die sich mit dem Corona-Virus infiziert haben und dann an COVID-19 erkrankt sind. Die Verläufe bei geimpften Patienten sind in der Regel milde. Wenn Geimpfte dennoch stationär behandelt werden mussten, dann waren das Patienten mit Immunschwäche.

Die anderen Patienten konnten aufgrund des milden Verlaufs oft ambulant versorgt werden.

Auf den Intensivstationen am Klinikum Nürnberg sind aktuell (Stand 1. September) fast ausnahmslos ungeimpfte Patienten mit schweren COVID-Verläufen in Behandlung.


Impfung nach einer Corona-Infektion

Bin ich nach einer Infektion immun oder soll ich mich impfen lassen?

Auch nach überstandener Infektion ist aus medizinischer Sicht eine Impfung zu empfehlen, da es bislang keine belastbaren Aussagen zur Dauer der Immunität gibt. Allgemein gilt: Eine durchgemachte Infektionskrankheit kann einen Immunschutz erzeugen, der bei manchen Infektionskrankheiten ein Leben lang anhält. Es ist bekannt, dass Infizierte Antikörper gegen das Virus ausbilden. Wie stark die Immunantwort vom Infektionsverlauf abhängt, wie lange Antikörper vorhanden sind, ob und für wie lange sie vor einer erneuten Infektion schützen, ist Gegenstand aktueller Forschung und kann noch nicht abschließend beantwortet werden.

Wann kann ich mich nach einer COVID-19-Erkrankung impfen lassen?

Wenn Sie an COVID-19 erkrankt waren, können Sie vier Wochen nach der Infektion und Abklingen der Beschwerden eine einmalige Booster-Impfung erhalten. Damit schützen Sie sich vor einer erneuten Infektion mit der Delta-Variante.

Ich war bereits an COVID-19 erkrankt. Ist eine Impfdosis ausreichend?

Ja. Aufgrund der anzunehmenden Immunität und zur Vermeidung überschießender Impfreaktionen ist eine einmalige Impfung von Personen mit durchgemachter Infektion ausreichend. Für die Impfung können alle zugelassenen Impfstoffe verwendet werden.

Was benötige ich für den Nachweis einer vollständigen Impfung?

Für den Nachweis einer vollständigen Impfung benötigen Sie als Genesener einen Nachweis der Erkrankung in Form des PCR-Befunds oder der Quarantänebescheinigung des Gesundheitsamts sowie den Nachweis einer Impfung nach der Genesung. Bei Verlust kann die Quarantänebescheinigung über das Kontaktformular des Gesundheitsamts angefordert werden.

Muss ich nach der Impfung die Hygieneregeln beachten?

Ja. Laut Robert Koch-Institut erlauben die bisher vorliegenden Daten noch nicht, die Wirksamkeit der Impfstoffe hinsichtlich einer Verhinderung oder Reduktion der Übertragung abschließend zu bewerten. Bis zum Vorliegen neuer Daten müssen Sie deshalb auch nach der Impfung die allgemein empfohlenen Schutzmaßnahmen wie die Abstands- und Hygieneregeln weiterhin einhalten.

Muss ich vor der Impfung einen Corona-Test machen?

Nein. Laut Robert Koch-Institut gibt es nach den bisher vorliegenden Daten keinen Hinweis darauf, dass die Impfung nach bereits unbemerkt durchgemachter Corona-Infektion eine Gefährdung darstellt. Entsprechend besteht keine Notwendigkeit, vor der Impfung das Vorliegen einer akuten asymptomatischen oder unerkannt durchgemachten Infektion labordiagnostisch auszuschließen.

Was ist, wenn ich nach der ersten Impfdosis positiv getestet werde?

Laut Robert Koch-Institut soll die zweite Impfung vorerst nicht gegeben werden, wenn nach Verabreichung der ersten Impfstoffdosis eine Infektion labordiagnostisch gesichert (positiver PCR-Test) wird.


Merkblätter und Formulare

Downloads des bayerischen Gesundheitsministeriums

Auf der Website des bayerischen Gesundheitsministeriums können Sie sich vorab unter dem Punkt 'Ablauf der Impfung im Impfzentrum' verschiedene Unterlagen zur Vorbereitung auf die Impfung herunterladen:
- Einwilligungserklärung in die Schutzimpfung des Robert Koch-Instituts
- Aufklärungsbogen des Robert Koch-Instituts
- Datenschutzinformation der Digitalen Impfverwaltung Bayern
- Leitfaden zur Corona-Schutzimpfung im Impfzentrum


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Aktualisiert am 18.10.2021, 09:03 Uhr

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