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Corona: Informationen zu Tests



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Bei den Patientenzahlen und Impfungen ist jeweils die Veränderung zum Vortag beziehungsweise zur letzten Meldung der Vorwoche angezeigt. Das Statistikamt veröffentlicht zudem Daten, die den Verlauf der Pandemie in Nürnberg zeigen.


Informationen zu Testtypen

Je nach Situation kommen verschiedene Tests zum Einsatz: PCR-Test, Schnelltest, Selbsttest oder Antikörpertest. Bitte informieren Sie sich vorab, welchen Test Sie benötigen oder möchten.

PCR-Test

Sogenannte PCR-Tests haben eine relativ hohe Aussagekraft, das Ergebnis liegt allerdings erst nach 24 bis 48 Stunden vor. Mit dem PCR-Test wird Erbsubstanz des Virus nachgewiesen. Hierzu wird mit einem Abstrich von der Hinterwand des Rachens Material entnommen. Im Labor wird die in der Probe enthaltene Erbsubstanz des Virus solange kopiert, bis sie nachweisbar ist.

Der Ct-Wert gibt an, wie viele Kopiervorgänge notwendig waren, bis Erbsubstanz des Virus nachgewiesen werden konnte. Ein hoher Ct-Wert zeigt, dass in der Probe wenige Viren enthalten waren. Liegt der Ct-Wert unter 30, waren viele Viren in der Probe enthalten.

Wird eine Person mit dem Virus neu infiziert, so gelangen Viren in den Rachen, die sich dort vermehren und von dort in tiefere Regionen wandern. Die Zahl der Viren beginnt erst dann wieder abzunehmen, wenn die Abwehr der infizierten Person gelernt hat, die Viren zu vernichten. Der Ct-Wert ist damit am Anfang einer Infektion hoch, fällt während der hoch infektiösen Phase ab und steigt später wieder an. Ein hoher Ct-Wert ist damit am Anfang und am Ende einer Infektion möglich.

Der PCR-Test ist sehr empfindlich (sensitiv). Das heißt, er kann bereits eine geringe Konzentration an Viren oder Trümmern von Viren nachweisen. Der Test arbeitet mit molekularbiologischen Methoden, die nur in spezialisierten Laboratorien durchgeführt werden. Er ist sehr aufwändig und dauert mehrere Stunden. Inzwischen gibt es auch mutationsspezifische PCR-Tests, die bestimmte Mutationen nachweisen können.

Schnelltest (Antigentest)

Mit dem Antigentest werden Eiweißkörper von der Oberfläche des Virus bestimmt. Die Probe wird wie beim PCR-Test mittels Abstrich von der Hinterwand des Rachens gewonnen. Mit dem Antigentest können Viren erst ab einer höheren Konzentration nachgewiesen werden. Ein negativer Antigentest ist damit weniger zuverlässig.

Sein Vorteil besteht aber darin, dass er viel schneller als der PCR-Test ein Ergebnis liefert und außerhalb von spezialisierten Laboratorien durchgeführt werden kann. Das Ergebnis eines Antigentests liegt bereits nach wenigen Minuten vor. Deshalb wird der Antigentest auch oft als „Schnelltest“ bezeichnet. Positive Befunde müssen immer mit einem zusätzlichen PCR-Test kontrolliert werden. Die Schnelltests können außerdem nicht zwischen Virusvarianten (Mutationen) unterscheiden.

Weitere Informationen finden Sie in einem Fragen-Antworten-Katalog des Bundesgesundheitsministeriums.

Selbsttest

Auch Selbsttests für zu Hause sind jetzt im Handel verfügbar. Sie sind einfach anwendbar und können ebenfalls dazu beitragen, unerkannte Infektionen zu entdecken. Diese Tests werden über einen Nasen-Abstrich oder mit Speichel durchgeführt. Das Ergebnis liegt meist innerhalb von 15 bis 30 Minuten vor.

Wie bei Schnelltests zeigen Selbsttests eine Momentaufnahme für den Tag an und weisen eine höhere Fehlerrate als ein PCR-Test auf. Die Virusmenge ist zu Beginn der Infektion und kurz davor am höchsten. Manche Infektionen verlaufen jedoch symptomfrei. Bei einem positiven Selbsttest ist deshalb zusätzlich ein PCR-Test notwendig.

Weitere Informationen finden Sie in einem Fragen-Antworten-Katalog des Bundesgesundheitsministeriums.

Antikörpertest

Neben PCR-und Antigen-Tests gibt es auch noch einen Antikörpertest. Er kommt dann zum Einsatz, wenn herausgefunden werden soll, ob eine Person bereits mit dem Coronavirus infiziert war. Dazu werden Bausteine der körpereigenen Abwehr eines Menschen nachgewiesen. Hierzu wird Blut abgenommen, das im Labor untersucht wird. Antikörper können erst dann gefunden werden, wenn die körpereigene Abwehr gelernt hat, das Virus abzuwehren. Nach einer überstandenen Infektion werden keine Antikörper mehr gebildet. So wie es derzeit aussieht, sind sie nach einigen Monaten nicht mehr im Blut nachweisbar.



Tests in Testzentren


Liste der Schnelltestzentren

Kostenlose Schnelltests sind sowohl in städtischen als auch in privaten Testzentren möglich. Auf der Seite „Schnelltestzentren in Nürnberg“ finden Sie eine Übersicht der Schnelltestzentren nach Postleitzahlen sortiert.

Terminreservierung in städtischen Schnelltestzentren

In den städtischen Schnelltestzentren können Sie online oder telefonisch unter der Rufnummer 09 11 / 5 30 12 10 Termine reservieren. Die Hotline ist von Montag bis Freitag von 9 bis 17 Uhr sowie Samstag und Sonntag von 10 bis 16 Uhr besetzt.


PCR-Test im städtischen Testzentrum am Flughafen

Neben dem oben aufgelisteteten Angebot an Schnelltests führt das städtische Testzentrum am Flughafen zusätzlich auch PCR-Tests durch. Hier werden alle Personen kostenlos getestet, die ihren Wohnsitz in Bayern habenoder Berufspendler sind. Die PCR-Tests werden ab dem dritten Lebensjahr durchgeführt. Das Ergebnis erhalten Sie innerhalb von 24 bis maximal 36 Stunden per E-Mail oder SMS. Um Wartezeiten zu vermeiden, sollten Sie vorab einen Termin über die Website vereinbaren.

Hier können Sie sich auch testen lassen, falls Sie Symptome haben. Sie müssen dafür vorab einen Termin für Personen mit Symptomen buchen. Kontaktpersonen zu bestätigten Covid-19-Fällen werden über das Gesundheitsamt der Stadt Nürnberg zur Testung angemeldet.

Städtisches Testzentrum am Flughafen

Airport Nürnberg

Flughafenstraße 100

Parkplatz P7

90411 Nürnberg

Telefon: 0 89 / 90 42 12

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Öffnungszeiten:

Montag bis Samstag von 8 bis 20 Uhr


Auf dem Parkplatz P5 können Sie bis zu 15 Minuten kostenfrei parken.



Tests in Arztpraxen

Einige Arztpraxen und Medizinische Versorgungszentren (MVZ) führen Schnelltests und auch PCR-Tests durch. Das gilt auch für Kinderärzte. Sollte Ihre Arztpraxis keine Tests durchführen, können Sie bei der Kassenärztlichen Vereinigung (KVB) erfragen, welche Praxen in Ihrer Umgebung testen. Sie erreichen die KVB telefonisch unter 116 117. Zudem können sie sich auf der Website der KVB Arztpraxen anzeigen lassen, die testen. Dazu geben Sie im Suchformular „Arzt und Therapeutensuche“ Ihre Postleitzahl ein und setzen einen Haken bei „Arzt für Coronavirus Test“.


Tests in Apotheken

Apotheker sind berechtigt, Schnelltests durchzuführen. Voraussetzung ist, dass der Betrieb nicht beeinträchtigt wird. Die Tests müssen deshalb in einem eigenen Raum von einer Fachkraft in Schutzausrüstung durchgeführt werden. Das Angebot der Apotheken wird derzeit ausgebaut. Welche Nürnberger Apotheken Schnelltests anbieten, können Sie unserer Liste entnehmen. Das Gesundheitsministerium und der Apothekerverband veröffentlichen ebenso Listen.


Tests in Schulen und Kitas

Schüler sowie Lehrkräfte und weitere an Schulen tätige Personen sind verpflichtet, sich für eine Teilnahme am Wechsel- beziehungsweise Präsenzunterricht mindestens zweimal wöchentlich testen zu lassen. Die Testpflicht gilt auch für die Notbetreuung und Mittagsbetreuung an den Schulen.

Welche Tests sind gültig?

Das negative Testergebnis kann zum einen durch einen Selbsttest erbracht werden, der unter Aufsicht in der Schule durchgeführt wird. Oder durch einen PCR- beziehungsweise Schnelltest, der außerhalb der Schule von medizinisch geschultem Personal durchgeführt wurde. Dieses Ergebnis muss schriftlich oder elektronisch vorliegen und auf Aufforderung vorgezeigt werden. Ein zuhause durchgeführter Selbsttest reicht als Nachweis nicht aus.

Lehrkräfte und an Schulen tätiges Personal dürfen die Selbsttests auch außerhalb der Schule und ohne Aufsicht vornehmen, wenn die Person versichert, dass das Testergebnis negativ ausgefallen ist.

Wie oft muss getestet werden?

Die Selbsttests in der Schule werden mindestens zweimal pro Woche durchgeführt. Bei einer Sieben-Tage-Inzidenz von unter 100 darf das Testergebnis zum Beginn des jeweiligen Schultags nicht älter als 48 Stunden sein. Konkret bedeutet dies: Ein negatives Testergebnis gilt bei einer Inzidenz unter 100 am Tag der Testung und an den beiden darauffolgenden Tagen. Beispiel: Testung am Montag; Testergebnis gilt am Montag, Dienstag und Mittwoch.

Für Mitarbeiter in Kitas ist grundsätzlich kein fester Turnus vorgegeben. Empfehlenswert sind mindestens wöchentliche Tests. Empfehlenswert ist eine Testung an Stichtagen, also zum Beispiel immer montags und donnerstags.

Wo werden die Selbsttests durchgeführt?

Die Selbsttests werden bei Präsenz- oder Wechselunterricht an den Schulen im Klassenzimmer oder einem anderen geeigneten Raum mit ausreichenden Möglichkeiten zum Lüften unter Aufsicht durchgeführt. Auch in Kitas wird der Selbsttest vor Ort gemacht. Der Zeitaufwand beträgt inklusive Wartezeit auf das Ergebnis etwa 20 Minuten.

Wie laufen die Selbsttests ab?

Alle Personen, auch Schüler, testen sich selbst. An den Schulen wird weiterhin medizinisches Personal eingesetzt, um Lehrkräfte und Schüler zu beraten und zu schulen. Schüler führen den Selbsttest zu Beginn des Schultags durch. Lehrkräfte begleiten sie dabei und geben mündliche Anleitung. Zum Test dürfen Schüler die Maske kurz absetzen, müssen aber alle Hygieneregeln beachten. Der Selbsttest erfolgt mittels Probe aus dem vorderen Nasenbereich.

Gilt das Ergebnis des Selbsttests auch außerschulisch?

Das Testergebnis wird den Schülern auf Antrag bescheinigt und kann so auch außerschulisch genutzt werden (Selbsttest-Ausweis).

Gilt die Testpflicht auch für Kitas?

Ja. Schulkinder müssen analog zum Schulbesuch auch in den Kitas, zum Beispiel im Hort, oder in der Tagespflege einen negativen Test vorlegen. Wenn der negative Test bereits in der Schule vorgelegt oder in der Schule unter Aufsicht ein Selbsttest mit negativem Ergebnis durchgeführt wurde, ist keine erneute Testung mehr notwendig. Die Testpflicht gilt nur für Schulkinder. Für Krippen- und Kindergartenkinder werden Selbsttests, die über Bezugsscheine bei Apotheken kostenlos vom Freistaat Bayern zur Verfügung gestellt werden, empfohlen.

Was gilt für vollständig Geimpfte und Genesene?

Vollständig geimpfte Personen und Genesene, also beispielsweise Lehrkräfte oder Erzieher, sind mit entsprechendem Nachweis von der Testpflicht ausgenommen, sofern sie aktuell keine typischen Symptome einer Corona-Infektion aufweisen und sofern bei ihnen aktuell keine Infektion mit dem Coronavirus nachgewiesen ist.

Und wenn ich mich nicht testen lassen möchte?

Falls Schüler nicht an den Selbsttests in der Schule teilnehmen und auch kein alternatives negatives Testergebnis vorlegen, dürfen Sie die Schule sowie die Not- und Mittagsbetreuung nicht besuchen. Eltern müssen in diesem Fall vorab die Schule informieren.

Die Tests für das Kita-Personal sind freiwillig. Es besteht keine Pflicht und es gibt keine Nachteile für Personen, die sich nicht testen lassen möchten.

Was passiert bei einem positiven Selbsttest-Ergebnis?

Zunächst heißt es: Ruhe bewahren. Ein positives Testergebnis muss noch nicht bedeuten, dass die betroffene Person tatsächlich infiziert ist. Hierfür muss im nächsten Schritt ein PCR-Test durchgeführt werden. Schüler werden deshalb zunächst von der Klasse isoliert und dürfen den Schulbesuch nicht weiter fortsetzen. Der Heimweg muss so kontaktarm wie möglich erfolgen. Die Schule informiert das Gesundheitsamt und die Eltern. Das Weitere übernimmt das Gesundheitsamt. Ist der PCR-Test negativ, darf das Kind unverzüglich wieder die Schule besuchen. Bei positivem Ergebnis wird die Absonderung als Isolation fortgesetzt. Das Gesundheitsamt entscheidet dann auch über eine mögliche Quarantäne von weiteren Personen in der Klasse.

Warum wird getestet?

Neben der Einhaltung der Hygieneregeln haben sich Testungen als wesentliches Element bei der Bekämpfung der Corona-Pandemie erwiesen. Durch Testungen können Infektionsketten frühzeitig aufgedeckt und unterbrochen werden. Die Tests sollen sicherstellen, dass nur gesunde Personen die Schulen besuchen. Klar ist aber auch: Die Testergebnisse stellen immer nur eine Momentaufnahme dar. Die Hygieneregeln müssen weiterhin unbedingt eingehalten werden.

Wo finde ich weitere Informationen?

Detaillierte Informationen zur Teststrategie an den bayersichen Schulen und zum Unterrichtsbetrieb finden Sie auf den Seiten des bayerischen Kultusministeriums.


Tests für Flugreisende

Testzentrum für ankommende Flugreisende

Airport Nürnberg

Flughafenstraße 100

90411 Nürnberg


Öffnungszeiten:

Ankommende Flugreisende können sich direkt nach der Landung täglich während des Flugbetriebs am Flughafen Nürnberg testen lassen. Zum einen direkt in der Gepäckrückgabe oder im Testzentrum auf dem Parkplatz P7. Dieses Angebot gilt für alle Flugreisenden unabhängig von ihrem Wohnort. Eine vorherige Terminbuchung wird empfohlen.


Testzentrum für abreisende Flugreisende

Ecocare Nürnberg direct

Flughafenstraße 100

Abflughalle 1

90411 Nürnberg


Öffnungszeiten:

Montag bis Samstag von 5 bis 17 Uhr


Für die Einreise in einige Länder benötigen Reisende vor Abflug einen negativen PCR-Test, auf dem die Ausweis- oder Reisepassnummer angegeben ist. Die Kosten für einen Test im Zusammenhang mit Reisen haben Flugreisende selbst zu tragen.

Die separate Teststation „Ecocare Nürnberg direct“ bietet Flug-Reisenden kostenpflichtige PCR- und Schnelltests am Flughafen in der Abflughalle 1 an. Das Testzentrum wird von der Firma Ecolog Deutschland GmbH betrieben.

Laut Betreiber liegt das Testergebnis für einen PCR-Test nach 24 bis 48 Stunden vor. Der Test kann nur mit Kreditkarte bezahlt werden und kostet 69 Euro. Das Ergebnis wird in englischer Sprache ausgestellt. Eine Terminbuchung wird empfohlen.

Neben PCR-Tests werden auch Schnelltests für 49 Euro angeboten. Das Ergebnis liegt nach rund 20 Minuten vor. Das Testangebot von Ecolog steht nicht nur Reisenden sondern allen Selbstzahlern zur Verfügung.



Aktualisiert am 28.07.2021, 15:30 Uhr

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