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Corona: Informationen für Erkrankte


Corona-Themen Übersicht

Infektionen mit dem Coronavirus - Dauer der Quarantäne

Positiver Schnelltest:
Personen, die mit einem Antigentest (Schnelltest) positiv getestet wurden, müssen sich unverzüglich in Quarantäne begeben und einen PCR-Test durchführen lassen. Sollte auch bei dem PCR-Test der Befund positiv sein, wird die Quarantäne verlängert. Das Labor führt weitere Untersuchungen auf Virusmutationen durch. Wenn nach einem positiven Schnelltest ein PCR-Test durchgeführt wird und dieser kein Virus nachweist (negativer Befund), endet die Quarantäne.

Festlegung der Isolationsdauer in zwei Stufen:
Bei Vorliegen eines positiven PCR-Befunds wird die Isolationsdauer vom Gesundheitsamt vorläufig auf 10 Tage festgesetzt. Parallel hierzu führt das Labor weitere Untersuchungen durch, um zu klären, ob eine Virusmutation vorliegt. Wird eine Mutation gefunden, verlängert das Gesundheitsamt die Isolationsdauer auf 14 Tage. Voraussetzung für das Ende der Isolation ist, dass während der letzten 48 Stunden keine Symptome bestehen und bei einem am letzten Tag der Isolation durchgeführten Abstrich das Virus nicht mehr nachweisbar ist.


Kontaktpersonen an das Gesundheitsamt melden

Mittels PCR positiv getestete Personen sind kraft Allgemeinverfügung des Bayerischen Gesundheitsministeriums (AV Isolation) dazu verpflichtet, sich in häusliche Isolation zu begeben, sobald sie vom ihrem Positivbefund erfahren. Das Gesundheitsamt wird zeitnah Kontakt aufnehmen. Falls Ihnen das positive Testergebnis zu diesem Zeitpunkt schon bekannt war und Sie sich demnach bereits in häuslicher Isolation befinden, teilen Sie dem Gesundheitsamt bitte unbedingt mit, wann Sie von Ihrem Positivbefund erfahren haben. Das Gesundheitsamt wird Sie im Laufe Ihrer häuslichen Isolation begleiten und die weiteren Entscheidungen treffen.

Ebenfalls sind Sie dazu verpflichtet, Ihre engen Kontaktpersonen gegenüber dem Gesundheitsamt zu benennen. Sie erhalten telefonisch eine individuelle Patienten-ID vom Gesundheitsamt. Mit dieser ID und Ihrem Namen sowie Ihrem Geburtsdatum können Sie sich authentifizieren und eine Liste Ihrer engen Kontaktpersonen online per Kontaktformular einreichen. Falls eine Authentifizierung nicht funktionieren sollte, erscheint eine Fehlermeldung. Über einen darin enthaltenen Link können Sie Ihre Kontaktpersonen alternativ auch per Excel-Tabelle melden.


Wenn Sie denken, am Coronavirus erkrankt zu sein

Wenn Sie an sich Symptome, wie Fieber, Husten, Schnupfen oder Geruchs- und Geschmacksverlust feststellen und sich sorgen, am Coronavirus erkrankt zu sein, sollten Sie:

  • sich telefonisch an einen Arzt wenden oder
  • den kassenärztlichen Bereitschaftsdienst (116 117) anrufen

Schildern Sie dort Ihre Symptome. Wenn Sie in letzter Zeit Kontakt zu einem bestätigten Fall hatten, sollten Sie das ebenfalls mitteilen.

Wichtig

Gehen Sie nicht ohne die Absprache mit der Praxis in ein Wartezimmer. Die Praxis muss sich auf eventuell Infizierte einstellen können. Rufen Sie beim Arzt an und vereinbaren Sie einen Termin. Gehen Sie nicht einfach in eine Notaufnahme. Diese müssen Patienten mit lebensbedrohlichen Erkrankungen versorgen.

Es kann zu längeren Wartezeiten bei der Rufnummer 116 117 kommen. Falls Ihr Anruf nicht sofort entgegengenommen werden kann, versuchen Sie es bitte mehrmals. Bitte rufen Sie den Notruf (112) nur an, wenn Sie lebensbedrohlich erkrankt sind, wenn Sie zum Beispiel an Luftnot leiden.


Wie wird geklärt, ob ich infiziert bin?

Sie können sich beim Hausarzt oder in einem der Testzentren auf das Coronavirus testen lassen. Dort wird bei Ihnen einen Abstrich aus dem Nasen-Rachen-Raum entnommen und zum Test in ein Labor gesendet. In manchen Fällen wird auch ein Schnelltest (Antigentest) durchgeführt, dessen Ergebnis in der Regel in weniger als einer Stunde vorliegt.

Wenn Sie Symptome aufweisen, müssen Sie sich bis Sie das Testergebnis kennen in häusliche Quarantäne begeben. Quarantäne bedeutet, dass Sie in dieser Zeit Ihre Wohnung nicht verlassen, auch nicht zum Einkaufen oder zum Spazierengehen. In dieser Zeit dürfen Sie niemand empfangen. Da sich die neuen Virusvarianten schneller verbreiten und weniger Fehler verzeihen, müssen die Kontaktbeschränkungen strikt eingehalten werden.

Ihr Arzt kann Sie aufgrund Ihrer Symptome krankschreiben. Bitte fragen Sie Ihre Testergebnisse nicht beim Gesundheitsamt nach. Je nachdem, wer Ihren Abstrich gemacht hat, werden Sie vom Labor oder der KVB informiert. Beim Gesundheitsamt laufen nur positiv getestete Fälle zusammen, es erhält keine Informationen über negative Ergebnisse.

Falls der Abstrich durch das Gesundheitsamt veranlasst wurde, teilt das Gesundheitsamt Ihnen die Ergebnisse im Rahmen der Anrufe im Kontaktpersonenmanagement mit.


Negative Testergebnisse per SMS-Service

Für Personen, die negativ auf das Coronavirus getestet wurden, hat die Kassenärztliche Vereinigung Bayerns (KVB) Anfang April einen SMS-Service eingeführt. Damit erhalten Sie, wenn Sie negativ getestet wurden, das Testergebnis deutlich schneller als bisher. Die SMS erhalten Sie, sobald die KVB vom Labor eine Mitteilung erhalten hat. Voraussetzung ist, dass der KVB Ihre Mobilfunknummer vorliegt. Es wird deshalb empfohlen, diese beim Test mitzuteilen.


Was passiert, wenn ich positiv getestet wurde?

Positive Ergebnisse werden von den Laboren beziehungsweise den durchführenden Ärzten an Sie und das Gesundheitsamt gemeldet. Das Gesundheitsamt setzt sich mit Ihnen in Verbindung und veranlasst das weitere Vorgehen.

Sollten Sie bereits vor dem Anruf des Gesundheitsamts erfahren, dass Ihr Test positiv ist, müssen Sie sich unverzüglich in Quarantäne begeben. Dies gilt auch, wenn bei Ihnen ein „Schnelltest“, zum Beispiel ein Antigentest, durchgeführt wurde, der positiv ist.

Darüber hinaus erhalten positiv getestete Personen vom Gesundheitsamt abends ab 20 Uhr eine SMS. Vorausgesetzt sie wurden am selben Tag noch nicht telefonisch erreicht und ihre Handy-Nummer liegt vor. Mit dieser SMS kündigt das Gesundheitsamt einen Anruf bei den Betroffenen an und bittet sie, sich in Quarantäne zu begeben, soweit sie es noch nicht sind.


Quarantäne

Sie dürfen während der Quarantäne Ihre Wohnung nicht verlassen, auch nicht zum Einkaufen oder zum Spazierengehen. In dieser Zeit dürfen Sie niemand empfangen. Infizierten und ihren Kontaktpersonen wird empfohlen, im Haushalt auf eine räumliche Trennung von anderen Haushaltsmitgliedern zu achten. So sollten etwa die Mahlzeiten nicht gemeinsam, sondern nacheinander eingenommen werden. Darüber hinaus sollten Sie die empfohlenen Hygienemaßnahmen einhalten. Da sich die neuen Virusvarianten schneller verbreiten und weniger Fehler verzeihen, müssen die Kontaktbeschränkungen noch strikter eingehalten werden.


Symptome während der Quarantäne

Wenn Sie während der Quarantäne Krankheitssymptome entwickeln, nehmen Sie bitte Kontakt mit Ihrem Hausarzt auf. Außerhalb der Praxiszeiten können Sie in dringenden Fällen bei der Nummer 116 117 anrufen. Bei lebensbedrohlichen Problemen, zum Beispiel Atemnot haben, rufen Sie bitte unter der Nummer 112 einen Notarzt.


Ab wann ist ein Erkrankter infektiös?

Patienten mit einer bestätigten Infektion gelten bereits 48 Stunden vor den ersten Symptomen als infektiös.


Wie erhalte ich eine Krankschreibung?

Wenn Sie aufgrund eines begründeten Verdachts getestet werden sollen oder positiv auf das Coronavirus getestet worden sind, kann der Arzt Sie aufgrund Ihrer Symptome krankschreiben.


Wann ist die Quarantäne beendet?

Positiv getestete Personen:

1) Wenn Sie positiv auf die ursprüngliche Coronavirusvariante getestet wurden, dauert die Quarantäne mindestens 10 Tage, vorausgesetzt während der letzten 48 Stunden bestanden keine Symptome.
2) Wenn Sie mit einem Antigentest (Schnelltest) positiv getestet wurden, müssen Sie sich unverzüglich in Quarantäne begeben und einen PCR-Test durchführen lassen. Sollte auch bei dem PCR-Test der Befund positiv sein, wird die Quarantäne verlängert. Das Labor führt weitere Untersuchungen auf Virusmutationen durch. Wenn nach einem positiven Schnelltest ein PCR-Test durchgeführt wird und dieser kein Virus nachweist (negativer Befund), endet die Quarantäne.
3) Bei Personen, die positiv auf eine neue Virusvariante getestet wurden, dauert die Isolation mindestens 14 Tage. Die Quarantäne kann nur beendet werden, wenn während der letzten 48 Stunden keine Symptome aufgetreten sind und bei einem am letzten Tag der Quarantäne durchgeführten Abstrich das Virus nicht mehr nachweisbar ist.

Kontaktpersonen der Kategorie 1

Die Quarantäne endet, wenn der enge Kontakt zu einem bestätigten Fall mindestens 14 Tage zurückliegt, keine typischen Krankheitszeichen, wie Fieber, Husten, Schnupfen oder Geruchs- und Geschmacksverlust aufgetreten sind und ein nicht vor dem 14. Tag entnommener Abstrich einen negativen Befund aufweist. Im Regelfall reicht ein Antigen-Schnellest. In bestimmten Fällen, zum Beispiel bei einer Tätigkeit im medizinischen Bereich beziehungsweise auf Anordnung des Gesundheitsamtes, kann auch ein PCR-Test erforderlich sein.

Aufgrund der beobachteten Zunahme der Varianten entfällt derzeit die Möglichkeit einer Verkürzung der häuslichen Quarantäne durch einen negativen Test, unabhängig vom Verdacht auf oder dem Nachweis von Varianten beim Quellfall.

Verdachtspersonen

Bei Verdachtspersonen, die keine Kontaktperson der Kategorie 1 sind und wegen eines Verdachts auf eine Infektion getestet wurden, endet die häusliche Quarantäne mit dem Vorliegen eines negativen Testergebnisses, spätestens jedoch mit Ablauf des fünften Tages nach dem Tag der Testung. Ist das Testergebnis positiv, bleibt die Quarantäne für wenigstens zehn Tage nach Abnahme des Tests aufrechterhalten. In diesem Fall gelten für Sie oben genannte Regelungen für positiv getestete Personen. Die Isolation endet frühestens zehn Tage nach Symptombeginn und Symptomfreiheit nach 48 Stunden.

Abschließende Tests

Ob am Ende Ihrer Quarantäne ein abschließender Test (Abstrich und Analyse mittels PCR) erforderlich ist, entscheidet das Gesundheitsamt. Dieser ist zum Beispiel regelmäßig erforderlich, wenn Sie in einem Gesundheitsberuf tätig sind. Der Test sollte dann am Ende der Quarantäne durchgeführt werden. Ein abschließender PCR-Test ist auch dann erforderlich, wenn Sie positiv auf eine neue Virusvariante getestet wurden.


Besondere Regelungen im Schulwesen bei Nachweis einer Virusvariante

Entlassung aus der Quarantäne bei Nachweis einer Variante

Positiv gestestete Personen

Bei Nachweis einer neuen Virusvariante wird zusätzlich zu einer 14-tägigen Isolation ein negativer Endabstrich auf SARS-CoV-2 zur Entlassung aus der Quarantäne gefordert. Entsprechend ist bei symptomatischem Verlauf frühestens nach 14 Tagen und mindestens 48 Stunden Symptomfreiheit sowie bei asymptomatischem Verlauf frühestens 14 Tage nach Erstnachweis des Erregers und Vorliegen eines negativen Endabstrichs ein Quarantäne-Ende und eine Wiederzulassung zur Schule möglich. Die Bewertung des PCR-Befundes muss unabhängig vom Ct-Wert erfolgen. Dies gilt für Schüler wie Lehrer. Das Ergebnis der Testung muss der Schule vorgelegt werden.

Kontaktpersonen

Bei Nachweis einer neuen Virusvariante wird ein negativer Endabstrich auf SARS-CoV-2 zur Entlassung aus der Quarantäne bzw. zur Wiederzulassung zur Schule gefordert. Falls mehrere Personen positiv getestet sind, ist für die Wiederzulassung zur Schule eine negative PCR auf SARS-CoV-2 erforderlich. Die Organisation der Testung erfolgt in diesem Fall durch das Gesundheitsamt.

Ermittlung der Kontaktpersonen

Für die Kontaktpersoneneinstufung im schulischen Umfeld wird eine Risikoermittlung durch das Gesundheitsamt durchgeführt. (Einstufung Schüler*innen, Lehrkräfte, weiteres Personal in die Kategorien Kontaktpersonen 1 oder 2).

Wenn die Zuordnung einer Kontaktperson zu den Kategorien nicht eindeutig ist, erfolgt, insbesondere bei Verdacht auf bzw. bei Vorliegen auf eine Erkrankung durch eine neuartige Virusvariante beim Quellfall, entsprechend der Empfehlungen des RKI immer eine fachliche Zuordnung in Kategorie 1.

Kontaktpersonen Kategorie 1 zu einem Fall mit einer neuen Virusvariante werden wie bisher für 14 Tage nach letztem Kontakt mit dem Quellfall abgesondert. Lehrkräfte, die durchgehend eine FFP2 Maske getragen haben, werden als Kontaktpersonen 2.Grades kategorisiert, außer es hat ein engerer als der beim Unterricht übliche Kontakt stattgefunden.

Die Entscheidung, ob bei Lehrkräften eine Quarantäne erforderlich ist, trifft das Gesundheitsamt im Rahmen einer Einzelfallentscheidung.

Zustand nach einer Infektion oder Impfung bei der Kontaktperson

Bei Verdacht auf eine Infektion mit einer der besorgniserregenden SARS-CoV-2-Varianten bei dem laborbestätigten Quellfall ist immer eine Quarantäne erforderlich, unabhängig vom zeitlichen Abstand zu einer vorherigen SARS-CoV-2-Infektion. Auch nach vollständiger Impfung der Kontaktperson ist eine Quarantäne erforderlich.


Merkblätter und Formulare

Online-Tagebuch für Personen in Quarantäne

Die tägliche Meldung über Ihren Gesundheitszustand können Sie via Online-Formular an das Gesundheitsamt senden. Hierfür erhalten Sie eine Patienten-ID vom Gesundheitsamt. Falls Sie noch keine Patienten-ID bekommen haben, verwenden Sie bitte das PDF „Tagebuch zum Ausfüllen“ bis zum Anruf des Gesundheitsamts.

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Aktualisiert am 09.04.2021, 15:07 Uhr

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