Das Umweltreferat der Stadt Nürnberg ist verantwortlich für alle Umwelt- und Gesundheitsthemen. Zum Umweltreferat gehören die Dienststellen Umweltamt und Gesundheitsamt sowie die Eigenbetriebe Abfallwirtschaft Stadt Nürnberg (ASN) und Stadtentwässerung und Umweltanalytik Nürnberg (SUN).
Das Umweltamt ist zuständig für die Umweltvorsorge, die Landschaftsplanung und die Abfallentsorgung sowie für den Tier-, Arten-, Baum-, Immissions-, Gewässer- und Klimaschutz. Anfangs standen die Beseitigung von Umweltbelastungen und der Schutz der Natur in der Stadt im Mittelpunkt der Tätigkeiten. Unterdessen sind die Aufgaben – auch wegen neuen EU-Regelungen – vielfältiger geworden. Wichtiger wurden Vorsorge und Vermeidung anstelle von nachträglichen Umweltreparaturen. Das Umweltamt vermittelt Umweltinformationen und begleitet die Stadtentwicklung unter Gesichtspunkten des Umweltschutzes. Der laufende Veränderungsprozess wird seit 2003 durch ein Qualitätsmanagementsystem überwacht.
Aufgabe des Gesundheitsamts ist der Schutz und die Förderung der menschlichen Gesundheit. Der bevölkerungsmedizinische Ansatz steht mit auf den städtischen Lebensraum zugeschnittenen Aktivitäten und Beratungsangeboten im Mittelpunkt. Besonders wichtig ist heute die gesundheitliche Förderung von Kindern und Jugendlichen: Der Zahngesundheitsdienst und die zentrale Beratungsstelle bei Entwicklungsstörungen sind wichtige Anlaufstellen. Das Gesundheitsamt arbeitet eng mit Einrichtungen des Sozial-, Schul-, Bildungs- und Umweltbereichs sowie dem Klinikum Nürnberg zusammen.
Zu den Aufgaben des 1999 gegründeten Eigenbetriebs ASN gehören die Abfallwirtschaft, der Betrieb von Deponie und Müllverbrennungsanlage, die Abfuhr von Rest-, Bio- und Sperrmüll, der Betrieb der Gartenabfallsammelstellen und der Wertstoffhöfe sowie die Problemmüllsammlung und die Abfallberatung. Seit Anfang 2002 betreibt der ASN in eigener Regie eine Müllverbrennungsanlage nach neuesten technischen und ökologischen Standards. Diese Anlage ist ein wesentlicher Teil der integrierten Abfallwirtschaft in Nürnberg. Neben Abfallvermeidung und -verwertung bleibt die Müllverbrennung die nach wie vor umweltverträglichste Lösung, um große Abfallmengen zu entsorgen. Die bei der Verbrennung anfallende Energie wird für die Strom- und Fernwärmeerzeugung genutzt. Diese Energie entspricht pro Jahr rund 68 000 Tonnen Steinkohle und trägt wesentlich zur CO2-Minderung bei.
Der 2006 gegründete Eigenbetrieb SUN gliedert sich in die zwei Werkbereiche Stadtentwässerung und Umweltanalytik. Die Mitarbeiter der Stadtentwässerung sorgen für die Ableitung des Abwassers im Stadtgebiet und reinigen es in zwei Großklärwerken. Eine gute Wasserqualität in Nürnbergs Flüssen ist das Ergebnis. Die Mitarbeiter der Umweltanalytik führen Untersuchungen in den Bereichen Wasser, Abwasser, Boden und Luft durch und analysieren technische Produkte für städtische Dienststellen, privatwirtschaftliche Firmen und Privatpersonen. Sie beraten in Fragen der Umweltgüte und Schadstoffbelastung und erstellen Gutachten.