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Bundesförderung beendet

Im Oktober endete die Förderung des Bundesministeriums für Bildung und Forschung für die „Kommunale Koordinierung der Bildungsangebote für Neuzugewanderte“ und damit das gleichnamige Projekt beim Bildungsbüro. Das bundesweite Förderprogramm war 2016 unter dem Eindruck starker Neuzuwanderung aufgelegt worden mit dem Ziel, Kommunen bei einer sinnvollen Verknüpfung und der Schaffung von Transparenz in der Bildungslandschaft zu unterstützen. Die Bildungsangebote für diese Zielgruppe entwickelte sich damals überaus dynamisch.

Zur Verbesserung der Transparenz der Bildungslandschaft wurde eine Homepage mit integrierter Datenbank entwickelt, in der sich die einzelnen Angebote nach inhaltlicher Ausrichtung und Zielgruppe filtern lassen. Sie richtet sich in erster Linie an Multiplikatorinnen und Multiplikatoren, um sie bei der Beratung der Zielgruppe zu unterstützen. Direkt an die Zielgruppe richtet sich die Nürnberger Integreat App, die federführend vom Sozialreferat in Kooperation mit dem Bildungsbüro entwickelt wurde.

Außerdem wurde im Bildungsmonitoring zu diesem Thema Neuland betreten. In den Bildungsberichten 2015 und 2017 widmete sich jeweils ein Spezialkapitel der Bildung Neuzugewanderter. Da die Menge der Daten und steuerungsrelevanten Informationen diesen Rahmen jedoch sprengte, wurde 2018 ein eigener Teilbericht veröffentlicht, der die Bildungssituation Neuzugewanderter vollumfänglich behandelt. Die zentralen Indikatoren, die in diesem Prozess entwickelt wurden, werden in die regelmäßige Bildungsberichterstattung als Querschnittsthema überführt.

Auf Grundlage dieser Erkenntnisse und eines Antrags des Integrationsrats entwickelte das Bildungsbüro das Kommunale Programm Deutschspracherwerb, welches seit Beginn des Jahres als Pilotprogramm durchgeführt wird. Ziel ist die Etablierung eines Sprachbildungssystems, das in der Lage ist, flexibel sich verändernde Bedarfe schnell zu erkennen und Lücken zu schließen. Zentrale Elemente dabei sind eine strukturierte Sprachbildungsberatung unter Einbezug der Zentralen Anlaufstelle Migration, eine kommunale Koordinierung der zahlreichen Sprachbildungsakteure in Nürnberg und die Bereitstellung von Sprachkursmodulen für Personen, die keinen Zugang zum Sprachbildungssystem des Bundes haben. Derzeit wird eine Verlängerung des Programms um ein Jahr angestrebt.

Dem Themenfeld Bildung im Kontext von Zuwanderung bleibt das Bildungsbüro jedoch auch nach Auslaufen der Förderung treu. Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge fördert ab 2020 die Projekte „Digital Immigrants – digitale Grundbildung sozial benachteiligter Familien mit Zuwanderungsgeschichte“ und „IKÖK – interkulturelle Öffnung in Kommunen“.

Zur Datenbank gelangen Sie über folgenden Link:

Den Teilbericht I können Sie hier abrufbar:

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