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Bildung für Neuzugewanderte

Integration durch Bildung

Im September 2016 starteten die vom Bundesministerium für Bildung und Forschung finanzierte „Kommunale Koordination der Bildungsangebote für Neuzugewanderte“. Ziel ist es, durch bessere Abstimmung und mehr Transparenz allen Neuzugewanderten zum bestmöglichen Einstieg in die Nürnberger Bildungslandschaft zu verhelfen.

In Nürnberg lebten zum Halbjahr 2016 über 8.000 geflüchtete Kinder, Jugendliche und Erwachsene in städtischen und staatlichen Unterkünften. Daneben ist die Stadt ein attraktiver Wohnort für bereits anerkannte Schutzsuchende und Zuwandernde aus den europäischen Ländern.

Nach Klärung der akuten Fragen von Verpflegung und Wohnraum all dieser Menschen mit sehr unterschiedlichen Biographien und Voraussetzungen geht es vor allem darum, die Integration in die Gesellschaft und in den Arbeitsmarkt zu fördern. Bildung ist unabhängig von der individuellen Ausgangslage der zentrale Schlüssel zur Teilhabe am sozialen, politischen und ökonomischen Leben in einer solidarischen Stadtgesellschaft. Ziel der städtischen Bildungspolitik ist es daher, für alle neuen Mitbürgerinnen und Mitbürger die für sie individuell passenden Zugänge ins Bildungssystem zu ermöglichen. Die Heterogenität der Zugewanderten hinsichtlich Vorbildung, Alter und zahlreicher weiterer Faktoren ist dabei die eine große Herausforderung. Die Vielfalt der Zuständigkeiten und Akteure in der lokalen Bildungslandschaft ist die andere.

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) hat auf die aktuelle Herausforderung durch eine starke Zuwanderung reagiert und ein 24 Monate laufendes Förderprogramm aufgelegt, um Städte und Landkreise bei der Integration Neuzugewanderter durch Bildung zu unterstützen. Die Stadt Nürnberg hat sich erfolgreich beworben und seit September 2016 sind drei vom Bund finanzierte Vollzeitstellen mit dem Ziel der kommunalen Koordinierung der Bildungsangebote für Neuzugewanderte beim Bildungsbüro angesiedelt.

Die Koordinatorinnen und Koordinatoren erarbeiten einen flächendeckenden Überblick über bereits vorhandene Bildungsangebote für Neuzugewanderte in Nürnberg und identifizieren Lücken im System, Doppelstrukturen und Zugangshürden. Es wurde eine Datenbank entwickelt, die sich insbesondere an Multiplikatoren richtet und diese dabei unterstützen soll, passende Bildungsangebote für Neuzugewanderte zu finden.

Um das Bildungsangebot vor Ort weiter zu verbessern, sind eine kontinuierliche Zusammenarbeit und Abstimmung der Bildungsverantwortlichen und ein lebendiger Bildungsdiskurs in der Stadt unverzichtbar. Deswegen arbeiten die Koordinatorinnen und Koordinatoren in bestehenden Netzwerke und Gremien und regen gegebenenfalls eine Weiterentwicklung an.

Konkret soll nicht nur ein systematischer Zugang für alle Neuzugewanderten zu passgenauen Sprachkursen geschaffen werden, sondern sie sollen auch frühzeitig über das (formal geprägte) deutsche Bildungssystem, über Beratungsmöglichkeiten und die Bildungslandschaft vor Ort informiert werden. Schwerpunkte der Arbeit sind zudem die Übergänge zwischen Bildungsabschnitten und –institutionen sowie die gezielte Information der Eltern neuzugewanderter Kinder und Jugendlicher.

Als Grundlage für politische Entscheidungen und die Arbeit der Stadtverwaltung führen die Koordinatorinnen und Koordinatoren das bereits mit dem Bildungsbericht 2015 begonnene Monitoring der Bildungssituation von Zugewanderten in Nürnberg fort und entwickeln steuerungsrelevante Indikatoren.


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Bildungsangebote für Neuzugewanderte

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