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Ort der Geschichte

Der Historische Rathaussaal (1332-40) ist der bedeutendste Bauteil des Alten Rathauses in Nürnberg. Knapp 40 Meter lang und 12 Meter breit galt er zur Zeit seiner Entstehung als der größte profane Saal nördlich der Alpen. Von der reichen plastischen Ausstattung des 14. Jahrhunderts sind lediglich zwei Reliefs an der Ostseite erhalten. Alle anderen Skulpturen ließ der Rat 1520 abschlagen, um Platz für Albrecht Dürers Wandmalereien zu schaffen.

Der Saal brannte 1945 bis auf die Umfassungsmauern nieder. Die gesamte Innenausstattung mit Wand- und Glasmalereien, Holztonne und Wandleuchtern nach Entwürfen von Albrecht Dürer (ab 1521) ging dabei verloren. Beim Wiederaufbau wurden die kassettierte Holztonne, die Vertäfelung und der Steinfußboden rekonstruiert.

Der Historische Rathausaal diente zum einen als Sitzungssaal für den Rat der Stadt und das Stadtgericht, zum anderen als Ort für Huldigungen des Kaisers, wenn dieser in der Freien Reichsstadt Nürnberg verweilte. Vermögende Nürnberger Familien konnten den Saal außerdem mieten und für gesellschaftliche Veranstaltungen wie zum Beispiel Hochzeiten nutzen.

Das letzte große Ereignis in der Geschichte des Saals war das Friedensmahl im Jahr 1649. Nürnberg war Ort der Friedensverhandlungen nach dem Dreißigjährigen Krieg. Zur Feier der ersten Ergebnisse der Verhandlungen veranstaltete der schwedische Thronfolger Karl Gustav von Zweibrücken ein Friedensmahl im großen Rathaussaal.

In heutiger Zeit sind es Prominente aus Kultur, Sport, Wirtschaft und Politik, die bei Besuchen in Nürnberg zu Gast im Historischen Rathaussaal sind, zum Beispiel der Dalai Lama oder Franz Beckenbauer. Im Jahr 2007 war der Historische Rathaussaal außerdem Tagungsort der EU-ASEAN-Konferenz.

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