Die erste Hitzewelle des Jahres hat Nürnberg erreicht. Der Deutsche Wetterdienst hat eine offizielle Hitzewarnung für das Stadtgebiet herausgegeben. Bis zum kommenden Wochenende werden Tageshöchsttemperaturen von über 30 Grad erwartet. Auch in den Nächten wird es kaum Abkühlung geben.
Der vierte Newsletter geht der Frage nach, ab wann wir einer Hitzewelle sprechen, erinnert an Hautschutz, stellt die Karte der kühlen Orte vor und bewirbt das Hitzetelefon des Seniorenamts.
Hitzewarnung des Deutschen Wetterdienstes (DWD)
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Ab welcher Temperatur warnt der DWD?
Grundlage der Hitzewarnungen ist die Gefühlte Temperatur. Die Gefühlte Temperatur beschreibt das Temperaturempfinden eines Menschen in Abhängigkeit von der Lufttemperatur, der Luftfeuchtigkeit, des Windes und der Strahlung. Sie lässt sich nicht messen, sondern bildet als berechnete, „künstliche“ Temperatur ab, wie warm es die Mehrheit der Menschen tatsächlich empfindet. Beispielsweise fühlt sich eine gemessene Lufttemperatur von 30°C bei Windstille und Sonnenschein wärmer an, als bei windigem und bedecktem Wetter.
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Welche Warnstufen gibt es?
Bei den Warnungen unterscheidet der DWD zwei Stufen:
Eine Hitzewarnung der Stufe 1 (starke Hitze) wird dann herausgegeben, wenn die Gefühlte Temperatur am frühen Nachmittag den Schwellenwert von 32 Grad überschreitet. Auch die nächtliche Temperatur von Innenräumen wird berücksichtigt. Denn bleibt die Nacht zu warm, verschlechtert sich die Schlafqualität. Durch diese zusätzliche Belastung wird die Hitze tagsüber schlechter verkraftet.
Überschreitet die Gefühlte Temperatur am frühen Nachmittag einen Wert von 38 Grad, so wird eine Hitzewarnung der Stufe 2 (extreme Hitze) veröffentlicht -
Ab wann sprechen wir von einer Hitzewelle?
Eine Hitzewelle ist eine mehrtägige Periode mit ungewöhnlich hoher thermischer Belastung. Es existiert keine einheitliche Definition des Begriffs. Häufig basiert die Einordnung auf einer Kombination von Schwellenwerten, z.B. Tageshöchstwerten und einer minimalen Dauer über mehrere Tage hinweg.
Eine gesundheitlich relevante Bewertung einer Hitzewelle berücksichtigt zudem neben der Lufttemperatur Luftfeuchte, Strahlung und Wind.
<https://www.dwd.de/DE/service/lexikon/Functions/glossar.html?lv3=624852&lv2=101010> -
Wie informiert die Stadt Nürnberg?
Sobald der DWD eine Hitzewarnung für das Stadtgebiet Nürnberg herausgibt, wird sie auf hitze.nuernberg.de veröffentlicht.
<https://www.nuernberg.de/internet/umweltreferat/hitze.html>
Hilfe bei Hitze
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Hautschutz: Meiden – Kleiden – Cremen
An erster Stelle steht das Meiden der direkten Sonne. Besonders zwischen 11 und 17 Uhr ist die UV-Strahlung intensiv und belastet die Haut.
Der zweite Schritt ist das Kleiden. Leichte, luftige und möglichst dicht gewebte Kleidung schützt die Haut zuverlässig vor UV-Strahlung. Ein Sonnenhut mit breiter Krempe oder Nackenschutz gehört ebenso dazu wie eine Sonnenbrille mit UV-Filter.
An dritter Stelle kommt das Cremen. Alle unbedeckten Hautstellen sollten großzügig mit Sonnenschutzmittel mit hohem Lichtschutzfaktor eingecremt werden. Wichtig ist, den Schutz regelmäßig zu erneuern.
<https://www.krebshilfe.de/fileadmin/Downloads/PDFs/Praeventionsfaltblaetter_Frueherkennung/442_0012_Clever-Sonne-und-Schatten_final.pdf> -
Kühle Orte
Schatten ist der beste Hautschutz. In Nürnberg gibt viele Orte im Grünen, die zum verweilen und rasten einladen. In der Karte der kühlen Orte haben haben wir viele dieser Orte zusammengestellt. Die Karte wird fortlaufend fortgeschrieben.
Nicht in der Karte, aber zuverlässig kühle Orte, sind Apotheken. Für die optimale Lagerung der Medikamente beträgt die Temperatur in Apotheken maximal 25 Grad. Hier finden Sie einen kühlen Rückzugsort mit Sitzgelegenheiten und fachkundigem Personal, das bei Bedarf auch „Erste-Hitze-Hilfe“ leisten kann.
<https://www.nuernberg.de/internet/umweltreferat/hitze.html#kuehleorte>