Ein neuer Lehrpfad am Südfriedhof lädt Besucherinnen und Besucher dazu ein, die beeindruckende Artenvielfalt und Natur der weitläufigen Anlage zu entdecken. Durch die gezielte naturnahe Pflege und Gestaltung der vergangenen Jahre sind wertvolle Lebensräume für Tiere und Pflanzen entstanden – kleine Inseln der Biodiversität mitten in der Stadt. Informative Tafeln machen die Vielfalt nun sichtbar und erlebbar. Bei einem Spaziergang durch diesen besonderen Ort der Ruhe und Natur erfahren Besucherinnen und Besucher Wissenswertes über heimische Tier- und Pflanzenarten sowie deren Lebensräume.
Britta Walthelm, Referentin für Umwelt und Gesundheit, erläutert: „Der Biodiversitätspfad am Südfriedhof zeigt, wie eng Natur, Erinnerungskultur und Stadtklima miteinander verbunden sind. Der Friedhof ist nicht nur ein Ort des Gedenkens und der Ruhe, sondern auch ein wertvoller Lebensraum für zahlreiche Tier- und Pflanzenarten. Alte Bäume, Wiesen, Mauern, Totholz und historische Grabmale schaffen vielfältige Strukturen, die in der Stadt selten geworden sind und vielen Arten Nahrung, Schutz und Brutplätze bieten.“
Mit ihrer 2025 verabschiedeten Biodiversitätsstrategie hat die Stadt Nürnberg langfristige Ziele und konkrete Maßnahmen zum Schutz und zur Förderung der biologischen Vielfalt im Stadtgebiet festgelegt. Öffentliche Grün- und Parkanlagen bilden dabei das Rückgrat der urbanen Lebensräume. Auch die städtischen Friedhöfe leisten mit ihren 119 Hektar Fläche und ihrem meist hohen Strukturreichtum einen wichtigen Beitrag zur Biodiversität und bieten der Stadtverwaltung erhebliche Handlungsmöglichkeiten zur ökologischen Aufwertung.
Für die Artenvielfalt besonders wichtig sind naturnah gepflegte Flächen wie extensive Wiesen und Blühwiesen, die nur selten gemäht werden und dadurch Lebensräume für Wildbienen, Schmetterlinge, Käfer und andere Insekten schaffen. Blühwiesen fördern die Artenvielfalt und bringen auch Farbe und Lebendigkeit in die Anlage. Vögel finden hier ideale Bedingungen: Hecken, alte Bäume und Mauern dienen als Nist-, Rast- und Schlafplätze für zahlreiche Arten – von Singvögeln bis zu Greifvögeln und Eulen. Selbst Mauern und Steinhaufen entwickeln sich zu wertvollen Lebensräumen für Pflanzen, Insekten, Reptilien und Kleinsäuger.
Der alte Baumbestand prägt nicht nur das Bild des Friedhofs, sondern verbessert auch das Stadtklima, spendet Schatten und schafft Rückzugsorte für Mensch und Natur. Selbst abgestorbene Bäume und Totholz bleiben als wertvolle Lebensräume erhalten. Armin Hoffmann, Leiter der Friedhofsverwaltung, sagt hierzu: „Der Biodiversitätspfad macht diese ökologischen Zusammenhänge sichtbar und lädt Besucherinnen und Besucher dazu ein, den Friedhof als besonderen Ort der Ruhe, Geschichte und biologischen Vielfalt zu entdecken.“
Weitere Informationen zum Lehrpfad für Biodiversität am Südfriedhof sind zu finden auf derSeite des Umweltreferats: nuernberg.de/internet/umweltreferat/lehrpfad_biodiversitaet.html.
2025 hat die Stadt Nürnberg in ihrer Biodiversitätsstrategie langfristige Ziele und konkrete Maßnahmen für den Schutz und die Förderung der biologischen Vielfalt im Stadtgebiet festgeschrieben. Die Strategie bildet den zentralen Handlungsrahmen für das kommunale Biodiversitätsmanagement und umfasst sowohl bereits umgesetzte Maßnahmen als auch zukünftige Vorhaben zur Stärkung der Artenvielfalt. Weiteres zur Biodiversitätsstrategie unter: www.nuernberg.de/internet/umweltreferat/biodiversitaet.html let