Zwei Fahrradfahrer in der Natur mit Bäumen im Grünen.

Referat für Umwelt und Gesundheit

Lehrpfad für Biodiversität am Südfriedhof

Stele mit Gedenktafeln am städtischen Südfriedhof, Bild © Michael Gartner / Stadt Nürnberg
Gedenktafeln am städtischen Südfriedhof

Der Friedhof als Ort der Biodiversität

Am Südfriedhof ist ein Lehrpfad mit Infotafeln entstanden, der Besuchenden die beeindruckende Naturvielfalt in der weitläufigen Anlage näherbringt. Seit einigen Jahren setzt die Friedhofsverwaltung gezielt auf eine naturnahe Pflege und Gestaltung des Areals, wodurch wertvolle Lebensräume für Tiere und Pflanzen entstanden sind – diese Inseln der Biodiversität, werden nun durch die informativen Tafeln erlebbar gemacht und zeigen welcher Naturschatz sich mitten in der Stadt entwickeln kann, wenn Flächen dafür Platz bieten. Wir wünschen Ihnen viel Freude bei einem Entdecker-Spaziergang in diesen ganz besonderen Ort der Ruhe und Natur.

Herzlich willkommen!

Armin Hoffmann, Leiter der Friedhofsverwaltung und Britta Walthelm, Referentin für Umwelt und Gesundheit präsentieren die neue Übersichtskarte am Eingang zum Friedhofsgelände. Sie zeigt die Standorte der Infotafeln und die Route über die man alle Themen entdecken kann.

Inhalte des Lehrpfads für Biodiversität

Infotafel Biodiversitätslehrpfad am Südfriedhof © Bruno Schwarz

Infotafel mit dem Thema "Leben im Totholz"

Auf dem Südfriedhof wird Totholz bewusst liegen gelassen, so kann neues Leben entstehen. Denn, was auf den ersten Blick tot wirkt, steckt voller Leben. Totholz bietet Nahrung, Schutz und Nistplätze für Käfer, Pilze, Vögel, Fledermäuse, Amphibien und viele weitere Arten. Rund ein Viertel aller Waldtierarten ist auf Totholz angewiesen. Auf dem Südfriedhof wird die Verkehrssicherungspflicht auf das notwendige Maß reduziert, damit abgestorbene Stämme und Äste als wertvolle Lebensräume erhalten bleiben.

Artenvielfalt in einer großen Wiese

"Extensiv" bedeutet ausgedehnt, aber auch ohne viel Aufwand betrieben. Auf dem Südfriedhof wird eine große Fläche Wiese nur selten gemäht und das Schnittgut wird sofort entfernt. So verliert der Boden langsam an Nährstoff und genau das fördert im nächsten Schritt die Vielfalt. Kräuter, Gräser und Blüten können sich entwickeln, und unzählige Tiere finden Nahrung und Schutz.

Lust zu plaudern?

ein freier Platz, ein offenes Ohr

Wenn Sie während Ihres Spaziergangs eine Pause brauchen, so nehmen Sie gern auf der neuen Gesprächsbank oder fränkisch: dem Blauderbänkla Platz. Ein freundliches Gespräch über Gott und die Welt, das Wetter oder auch Erinnerungen an liebe Menschen tun einfach gut. Aber auch überraschende Erkenntnisse aus den Lehrtafeln können ein Grund zum netten Pausenplausch werden.