Zwei Fahrradfahrer in der Natur mit Bäumen im Grünen.

Referat für Umwelt und Gesundheit

Ämter und Betriebe

  1. Das Umweltamt der Stadt Nürnberg

    ... bearbeitet innerhalb der Stadtverwaltung wichtige Aufgaben und Projekte im Umweltschutz, Naturschutz und in der nachhaltigen Stadtentwicklung.

    Insektenreich Marienbergpark Juni 2016
  2. Das Gesundheitsamt der Stadt Nürnberg

    ... erfüllt bereits seit über 100 Jahren "in Bezug auf die menschliche Gesundheit alle Aufgaben des Öffentlichen Gesundheitsdienstes"

    Hand mit Spritze am Oberarm eines Patienten.
  3. Die Friedhofsverwaltung Nürnberg

    ... betreut die zehn städtischen Friedhöfe, die dortigen Gräber, die Trauerhallen für Trauerfeiern und die Durchführung von Erd- und Urnenbeisetzungen

    Stele mit Gedenktafeln am städtischen Friedhof
  4. Der städtische Abfallwirtschaftsbetrieb / ASN

    ... betreibt Deponie, Müllverbrennungsanlage, Gartenabfallsammelstellen und Wertstoffhöfe. Er berät umfassend und holt Rest-, Bio- und Sperrmüll ab.

    Müllautos der Stadt Nürnberg
  5. Die Stadtentwässerung und Umweltanalytik Nürnberg / SUN

    ... sorgt für die Ableitung des Abwassers und betreut die Großklärwerke. Die Umweltanalytik untersucht Nürnbergs Wasser, Abwasser, Böden und die Luft.

    Tag der offenen Tür 2017: im Klärwerk.

Das Referat für Umwelt und Gesundheit der Stadt Nürnberg ist verantwortlich für alle Umwelt- und Gesundheitsthemen.

Folgende Eigenbetriebe tragen mit ihren spezialisierten Aufgabengebieten dazu bei:

Das Umweltamt

Förderung der Nutzung von Wässerwiesen, Bild © Umweltamt - Stadt Nürnberg

Das Umweltamt bearbeitet Aufgaben und Projekte in den Bereichen Umweltschutz, Naturschutz und für eine nachhaltigen Stadtentwicklung.

Das reicht von der Regelung des Abfallrechts, des Immissionsschutzes, des Boden- und Gewässerschutzes, des Naturschutzes mit Arten- und Baumschutz, der Umweltplanung mit Grünordnungs- / Landschaftsplanung und ökologischer Stadtentwicklung bis hin zur Luftreinhalte- und Lärmminderungsplanung gemäß europäischer Richtlinien.

Schwerpunkt ist die Vorsorge und Vermeidung von Umweltbelastungen anstelle von nachträglichen kostenintensiven Umweltreparaturen. Das Umweltamt vermittelt Umweltinformationen und begleitet die Stadtentwicklung unter Gesichtspunkten des Umwelt- und Naturschutzes.

Organisiert ist das Umweltamt in den drei Abteilungen:

  • Umweltplanung
  • Technischer Umweltschutz
  • Untere Naturschutzbehörde

Das Gesundheitsamt

Kinder holen sich Obst am Büffet, Bild © Adobe Stock

Die Gesundheit der Stadtbevölkerung zu fördern und zu schützen ist oberstes Ziel des Gesundheitsamtes der Stadt Nürnberg. Ein Team aus zehn Berufsgruppen, darunter ÄrztInnen, PsychologInnen, SozialpädagogInnen, KinderkrankenpflegerInnen, SozialwissenschaftlerInnen und Verwaltungsfachkräfte arbeiten dafür zusammen.

An dieser Vielfalt erkennen Sie, wie breit auch unser Aufgabenspektrum ist:
wir initiieren gesundheitsfördernde Aktivitäten, die sich auf alle Menschen und Lebensräume in unserer Stadt beziehen und bieten zahlreiche gesundheitsbezogene Beratungsangebote. Dabei gehen wir ganz besonders auf unterschiedliche Bedürfnisse und Problemlagen ein – zum Beispiel von Mädchen und Jungen, Menschen nicht-deutscher Herkunft, Menschen mit Behinderungen und von Menschen in sozial schwierigen Lebenslagen. Bei allen Projekten kooperieren wir mit vielen weiteren AkteurInnen in der Stadt.

Ein weiteres, unverzichtbares Aufgabengebiet ist die Überwachung und Qualitätssicherung in medizinisch, hygienischen und gesundheitlichen Bereichen, wie zum Beispiel bei der Trinkwasserhygiene oder in der Aufsicht von Pflegeheimen.

Die Friedhofsverwaltung

Stele mit Gedenktafeln am städtischen Südfriedhof, Bild © Michael Gartner / Stadt Nürnberg
Gedenktafeln am städtischen Südfriedhof

Die Friedhofsverwaltung ist bei der Stadt Nürnberg der Ansprechpartner für alle Fragen und Dienstleistungen rund um die Themen Bestattungen, Grabrechte und Trauerfallabwicklung. Daraus gestaltet sich ein weiter Aufgabenbereich.

Sie verwaltet und pflegt zehn städtische Friedhöfe mit knapp 90 000 Gräbern und einer Gesamtfläche von rund 125 Hektar und führt jährlich über 5 000 Bestattungen auf den städtischen und kirchlichen Friedhöfen sowie dem Friedhof der Israelitischen Kultusgemeinde durch. Die Friedhofsverwaltung genehmigt die Aufstellung von Grabmalen und berät die Antragsteller. Sie ist desweitern zuständig für alle ordnungsbehördlichen Angelegenheiten im Bestattungswesen. Auch für die Pflege der Gräber der in Nürnberg bestatteten Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft sowie der Ehrengräber der Stadt Nürnberg ist die Friedhofsverwaltung verantwortlich.

Darüber hinaus bietet die Friedhofsverwaltung mit dem Städtischen Bestattungsdienst den kompletten Service bei einem Bestattungsfall. Von der Sargauswahl bis hin zur Abrechnung mit Versicherungen und Rententrägern steht sie unterstützend beiseite. Als Bestattungswirtschaftsbetrieb betreibt die Friedhofsverwaltung auch das Krematorium Nürnberg, in dem jährlich mehrere tausend Einäscherungen durchgeführt werden.

Wie leben Wildschweine?
Wildschweine leben meist in Familiengruppen, die Rotten genannt werden. Eine Rotte besteht aus mehreren weiblichen Wildschweinen, den Bachen, und ihren Frischlingen sowie Jungtieren. Die Tiere kümmern sich gemeinsam um den Nachwuchs und schützen sich gegenseitig vor Gefahren. Erwachsene männliche Wildschweine, die Keiler, leben dagegen die meiste Zeit allein und schließen sich den Rotten nur während der Paarungszeit an.
Wildschweine sind Allesfresser. Sie ernähren sich von Eicheln, Bucheckern, Wurzeln, Pilzen, Beeren sowie von Würmern, Insekten und kleinen Tieren. Mit ihrem kräftigen Rüssel wühlen sie den Boden auf, um Nahrung zu finden. Besonders aktiv sind sie in der Dämmerung und nachts. Tagsüber ruhen sie meist gut versteckt im Wald oder im dichten Gebüsch.
Wildschweine leben nicht in festen Revieren, stattdessen nutzen sie große Streifgebiete, in denen sie Nahrung suchen, ruhen und ihre Jungen aufziehen.
Wildschweine kommen in Wäldern, auf Feldern und Wiesen sowie in der Nähe von Dörfern und Städten vor. Sie haben einen sehr guten Geruchs- und Gehörsinn, mit dem sie Nahrung finden und Gefahren früh erkennen. Durch ihre Intelligenz und ihre Anpassungsfähigkeit können sie in vielen unterschiedlichen Lebensräumen erfolgreich überleben.


Warum kommt ein Wildschwein auf den Friedhof?
Es kommen immer mehr Wildtiere, darunter auch Wildschweine, in Städte, weil sie dort leicht Nahrung finden und sich gut an ihre Umgebung anpassen können. In Gärten, Parks, Grünanlagen und auch auf Friedhöfen finden sie Würmer, Insekten, Wurzeln, Fallobst, Kompost oder auch Lebensmittelreste. Außerdem gibt es in Städten oft weniger natürliche Feinde und viele ruhige Rückzugsorte wie Gebüsche oder ungenutzte Flächen. Da sich Städte immer weiter ausbreiten und an Wälder angrenzen, gelangen Wildschweine leichter in bewohnte Gebiete. Sie sind außerdem sehr lernfähig und verlieren mit der Zeit ihre Scheu vor Menschen, wenn sie dort regelmäßig Nahrung finden.


Warum wurde das Wildschwein auf dem Südfriedhof bejagt?
Für die Friedhofsverwaltung steht der Schutz der Menschen auf dem Friedhof an erster Stelle. Wildschweine, die ihre Scheu vor Menschen verloren haben, können gefährlich werden. Fühlen sie sich durch Menschen bedrängt oder sehen keinen Fluchtweg, können sie angreifen und mit ihren scharfen Hauern schwere Verletzungen verursachen. Nach einer sorgfältigen Risikoabwägung entschieden die Verantwortlichen, das Wildschwein zu bejagen. Andere Maßnahmen wie eine Vertreibung, Vergrämung oder ein Lebendfang wurden gemeinsam mit hinzugezogenen Fachleuten geprüft, jedoch als nicht erfolgversprechend oder praktisch nicht umsetzbar bewertet. Die Bejagung fand ausschließlich in den späten Abend- oder frühen Morgenstunden statt. Zu diesen Zeiten war das Wildschwein aktiv, gleichzeitig war der Friedhof für Besucherinnen und Besucher geschlossen, sodass eine Gefährdung von Menschen ausgeschlossen werden konnte.
Wildschweine können verschiedene Krankheiten auf Menschen, Haustiere oder Nutztiere übertragen. Für den Menschen besteht bei normalem Abstand jedoch nur ein geringes Risiko. Eine Ansteckung erfolgt meist durch direkten Kontakt mit kranken Tieren, deren Körperflüssigkeiten oder durch den Verzehr von nicht ausreichend erhitztem Wildschweinfleisch. Für Haus- und Nutzschweine stellen Wildschweine ein besonderes Risiko dar, da sie Tierseuchen wie die Afrikanische Schweinepest übertragen können. Diese Krankheit ist für Menschen ungefährlich, verläuft für Haus- und Wildschweine jedoch fast immer tödlich.


Wie kann ein Wildschweinbesuch im heimischen Garten vermieden werden?
Um Wildschweinbesuche zu vermeiden, sollten keine leicht zugänglichen Nahrungsquellen vorhanden sein. Das Füttern von Wildtieren ist grundsätzlich verboten und kann insbesondere in Städten mit hohen Geldbußen geahndet werden. Wildschweine finden in der Natur ausreichend Nahrung. Sie ernähren sich unter anderem von Eicheln, Wurzeln, Pilzen, Schnecken und Aas. Werden sie von Menschen gefüttert, verlieren sie ihre natürliche Scheu und suchen immer häufiger die Nähe von Siedlungen und Menschen.
Fallobst sollte regelmäßig aufgesammelt, Mülltonnen und Kompost gut verschlossen und Tierfutter nicht im Freien stehen gelassen werden.
Um Wildschweine vom Garten fernzuhalten, sollte das Grundstück möglichst mit einem stabilen Zaun gesichert werden. Da Wildschweine sehr kräftig sind und gut graben können, sollte der Zaun mindestens anderthalb Meter hoch sein und fest im Boden verankert oder teilweise eingegraben werden.
Außerdem sollten Gartenabfälle, Kompost, Obst oder altes Gemüse niemals im angrenzenden Wald oder gar in der freien Natur entsorgt werden. Solche Abfälle locken Wildschweine an und können dazu führen, dass sie sich an leicht verfügbare Nahrung in der Nähe von Menschen gewöhnen. Dadurch suchen sie Siedlungen immer häufiger auf, was zu Konflikten zwischen Mensch und Tier führen kann.


Wildschweine sind wichtig für den Wald
Wildschweine spielen eine wichtige Rolle im Ökosystem Wald. Beim Wühlen nach Nahrung lockern sie den Boden auf und mischen die nährstoffreiche Humusschicht mit tieferen Erdschichten. Dadurch gelangen Samen leichter in den Boden und junge Pflanzen können besser wachsen. Aus diesem Grund werden Wildschweine oft als „Gärtner des Waldes“ bezeichnet. Außerdem fressen sie zahlreiche Insektenlarven und andere Tiere, darunter auch die Larven von Blatthornkäfern. So tragen sie dazu bei, das natürliche Gleichgewicht im Wald zu erhalten und die Ausbreitung bestimmter Schädlinge zu begrenzen.

Der Abfallwirtschaftsbetrieb / ASN

Müllwagen des Abfallwirtschaftsbetriebs Nürnberg., Bild © Tom Neumeier / Stadt Nürnberg

Zu den Aufgaben des 1999 gegründeten Eigenbetriebs ASN gehören die Abfallwirtschaft, der Betrieb von Deponie und Müllverbrennungsanlage, die Abfuhr von Rest-, Bio- und Sperrmüll, der Betrieb der Gartenabfallsammelstellen und der Wertstoffhöfe sowie die Problemmüllsammlung und die Abfallberatung. Seit Anfang 2002 betreibt der ASN in eigener Regie eine Müllverbrennungsanlage nach neuesten technischen und ökologischen Standards. Diese Anlage ist ein wesentlicher Teil der integrierten Abfallwirtschaft in Nürnberg. Neben Abfallvermeidung und -verwertung bleibt die Müllverbrennung die nach wie vor umweltverträglichste Lösung, um große Abfallmengen zu entsorgen. Die bei der Verbrennung anfallende Energie wird für die Strom- und Fernwärmeerzeugung genutzt. Diese Energie entspricht pro Jahr rund 68 000 Tonnen Steinkohle und trägt wesentlich zur CO2-Minderung bei.

Stadtentwässerung und Umweltanalytik Nürnberg / SUN

Tag der offenen Tür 2017: im Klärwerk., Bild © Heike Bauer / Stadt Nürnberg

Der städtische Eigenbetrieb SUN gliedert sich in die zwei Werkbereiche "Stadtentwässerung" und "Umweltanalytik". Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stadtentwässerung sorgen für die Ableitung des Abwassers im Stadtgebiet und reinigen es in zwei Großklärwerken. Eine gute Wasserqualität in Nürnbergs Flüssen ist das Ergebnis. Die Beschäftigten der Umweltanalytik führen Untersuchungen in den Bereichen Wasser, Abwasser, Boden und Luft durch und analysieren technische Produkte für städtische Dienststellen, privatwirtschaftliche Firmen und Privatpersonen. Sie beraten in Fragen der Umweltgüte und Schadstoffbelastung und erstellen Gutachten. Ein kaufmännischer Bereich regelt finanzielle Angelegenheiten und allgemeine Verwaltungsangelegenheiten. Insgesamt beschäftigt SUN rund 370 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.