Nachrichten aus dem Rathaus

Nr. 49 / 22.01.2021

Corona-Krise in Zahlen: Januar-Datenblatt liegt vor

Das neu erschienene Datenblatt „Januar“ des Amts für Stadtforschung und Statistik stellt die aktuellen Entwicklungen des Corona-Infektionsgeschehens seit Juli bis Ende Dezember 2020 dar.

Trotz des verlängerten Lockdowns und der Schließung von Schulen, Kindertageseinrichtungen, Einzelhandel und Dienstleistungsbetrieben ist die Zahl der Neuinfektionen weiter hoch. Das zeigt sich auch, wenn man die Inzidenz nach Kalenderwochen betrachtet. In Kalenderwoche 53 wurden in Nürnberg 300 Personen je 100 000 Einwohnerinnen und Einwohner positiv auf Covid-19 getestet. Besorgniserregend ist, dass sich in den vergangenen Wochen Menschen ab 80 Jahren überproportional häufig ansteckten, wie eine ergänzende Abbildung zeigt. In Kalenderwoche 53 wurden knapp 300 Menschen ab 80 Jahren positiv getestet. Da etwas mehr als 34 000 Menschen ab 80 in Nürnberg leben, entspricht das einer altersspezifischen Inzidenz von etwa 850.

Die Lage am Arbeitsmarkt hat sich, gemessen am Dezember des Vorjahrs, deutlich verschlechtert. In Nürnberg gab es insgesamt 29 Prozent mehr Arbeitslose als im Dezember 2019. Die Zahl der Bezieher von Arbeitslosengeld nach Sozialgesetzbuch 3 stieg innerhalb des Jahres 2020 um 45 Prozent, die Zahl der Arbeitslosen mit Leistungen nach dem Sozialgesetzbuch 2 um 18 Prozent. Das bedeutet, dass der Großteil der neu hinzugekommenen Arbeitslosen in den vergangenen zwei Jahren mindestens zwölf Monate einer sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung nachgegangen ist, also zumeist in einem regulären Arbeitsverhältnis stand und deshalb Arbeitslosengeld erhält.

Der Umsatz im verarbeitenden Gewerbe entsprach etwa dem des Vorjahresmonats. Seit Ende Oktober dürfen Übernachtungsangebote lediglich für nicht touristische Zwecke angeboten werden. Die Zahl der Übernachtungen in Beherbergungsbetrieben war im November infolge dieser Regelung 84 Prozent niedriger als im Vorjahresmonat.

Der Dezember ist normalerweise ein Monat, in dem die Menschen viele Besorgungen machen und entsprechend viel unterwegs sind. 2020 war dies anders, wie der Blick auf die Mobilitätszahlen zeigt. Die U-Bahn-Fahrgastzahlen lagen im Dezember bis zu 75 Prozent niedriger als im Dezember 2019. In der letzten Kalenderwoche des Jahres waren die Zahlen dagegen etwa auf dem gleichen Niveau wie im Vorjahr. Eine ähnliche Entwicklung ist bei der Fahrradzählung zu beobachten.

Das Corona-Datenblatt mit dem Titel „Nürnberg: Corona-Krise in Zahlen“ ist im Internet unter dem Link https://www.nuernberg.de/internet/statistik/coronakrise_in_zahlen.html zu finden.

Weitere, laufend aktualisierte Auswertungen unter:
https://www.nuernberg.de/internet/statistik/corona_daten.html

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