Nürnbergs Einzugsgebiet an Arbeitskräften geht weit über die Stadtgrenzen hinaus. Die Stadt übt Zentralitätsfunktion für den gesamten nordbayerischen Raum und darüber hinaus für südliche Teile Thüringens und Sachsens aus.
Täglich pendeln 140 000 Menschen nach Nürnberg, um hier zu arbeiten. Rund 85 Prozent der Pendler wohnen in den umliegenden Städten und Landkreisen, ca. 15 Prozent pendeln aus dem übrigen Bundesgebiet. Der Pendlersaldo beträgt 97 000.
Im 100 km-Umkreis von Nürnberg befinden sich 18 Hochschulen mit 120 000 Studierenden. Sie versorgen den regionalen Arbeitsmarkt mit qualifiziertem Nachwuchs.
Für fast alle Anforderungsprofile sind am Nürnberger Arbeitsmarkt Fachkräfte zu finden. Die lange Handwerks- und Industrietradition hat ein solides Fundament an technischem und betriebswirtschaftlichem Know-how auf Facharbeiter- und Technikerniveau wachsen lassen.
Die regionale Wirtschaftskraft erzeugen 363 000 Erwerbstätige in der Stadt Nürnberg bei rund 23 000 Unternehmen und Institutionen. In der gesamten Wirtschaftsregion Mittelfranken sind rund 909 000 Personen erwerbstätig.
Quelle: Bay. Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung; eigene Berechnungen
Wegen der intensiven Pendlerverflechtungen zu den umliegenden Städten und Gemeinden ist es aussagekräftiger, die Daten des gesamten Arbeitsagenturbezirks statt die reinen Stadtkreise für Arbeitsmarktvergleiche zu nutzen.
Im bundesweiten Vergleich mit den Arbeitslosendaten anderer Ballungsräume nimmt der Wirtschaftsraum Nürnberg regelmäßig eine sehr gute Position ein. Nur die Großräume München und Stuttgart weisen niedrigere Arbeitslosenquoten als der Arbeitsagenturbezirk Nürnberg auf.