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Nürnberg erneut als Fairtrade Stadt ausgezeichnet!

Fairtrade Stadt Gruppenfoto Rezertifizierung 2022

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Gruppenfoto der Nürnberger Fairtrade Steuerungsgruppe Nürnberg anlässlich der Rezertifizierung Nürnbergs als Fairtrade Stadt für weitere zwei Jahre im Jahr 2022

„Wir haben vor über 12 Jahren eine Steuerungsgruppe gebildet, die stets aktiv viele kleine und große Ideen auf den Weg gebracht hat. Der stete Austausch mit den entwicklungspolitischen Sprecherinnen und Sprechern der Fraktionen ist etwas, worum uns viele andere Städte beneiden“, so Inge Rehm, Leiterin des Weltladens Fenster zur Welt und Steuerungsmitglied der ersten Stunde.

Britta Walthelm, Referentin für Umwelt und Gesundheit, freut sich ebenfalls über die Verlängerung des Titels als Fairtrade Stadt: „Die Bestätigung der Auszeichnung bekräftigt uns in unserem Engagement für den Fairen Handel. Unser Netzwerk aus lokalen Akteurinnen und Akteuren aus Politik, Zivilgesellschaft und Wirtschaft arbeitet hier eng zusammen für ein faires Nürnberg. Ich freue mich sehr, dass wir weitere zwei Jahre den Titel Fairtrade Stadt tragen dürfen.“

Seit der erstmaligen Auszeichnung Nürnbergs als Fairtrade Stadt im August 2010 wurden viele kleine und große Rädchen für den Fairen Handel gedreht. Nürnberg war damals bundesweit die 22. zertifizierte Fairtrade-Kommune; inzwischen gibt es über 800 Fairtrade Städte in Deutschland. Im Rathaus gibt es fair gehandelten Kaffee, eine Steuerungsgruppe koordiniert alle Aktivitäten, in zahlreichen Geschäften und gastronomischen Betrieben werden Produkte aus fairem Handel angeboten, die Zivilgesellschaft leistet Bildungsarbeit und die lokalen Medien berichten über die Aktivitäten vor Ort. Zudem hat Nürnberg sechs zertifzierte Fairtrade Schools, die Fairtrade-Uni FAU sowie eine ausgezeichnete Eine-Welt-Kita.

Als eine von derzeit 86 Kommen beteiligt sich die Stadt Nürnberg seit 2020 am Pakt zur nachhaltigen Beschaffung der Fairen Metropolregion Nürnberg. Für das Jahr 2021 konnten insgesamt 8,8 Mio. Euro an nachhaltigen Produkten in der Metropolregion eingekauft werden. Diese Daten wurden von der Entwicklungsagentur Faire Metropolregion Nürnberg gesammelt und in einem SMARTdiagram auf der Webseite der Metropolregion Nürnberg veröffentlicht. Die Dienststellen und Eigenbetrieben der Stadt Nürnberg haben für das Jahr 2021 nachhaltige Beschaffungen im Wert von über 3,9 Millionen Euro an die Entwicklungsagentur Faire Metropolregion gemeldet. Dies war ein wichtiger Beitrag um das gesetzte Ziel zu erreichen. Die Ergebnisse der gesamten Erfassung und auch alle gemeldeten Einzelbeträge der Stadt Nürnberg, sortiert nach Produktkategorien, sind über den u.s. Link abrufbar. Beispielhaft seien hier im Bereich Fairtrade faire Fußbälle an Schulen und beim Streetsoccer Cup sowie faire Arbeitskleidung der Ratsdienerinnen und Ratsdiener sowie Warnschutzkleidung der Stadtentwässerung genannt.

In den Weltläden werden ganzjährig ein fairer Stadt-Kaffee und faire Stadt-Schokolade angeboten und zur Weihnachtszeit gibt es leckere bio-faire Lebkuchen. Seit nunmehr sieben Jahren können Einheimische aber auch Touristen eine faire Stadt-Stofftasche mit dem sympathischen Aufdruck „Nürnberg ich bin fairliebt in Dich!“ in der Touristen-Info kaufen. Im Rathaus am Hauptmarkt lockt ein Fair-O-Mat mit bio-fairen Snacks und jährlich zur Weihnachtszeit macht eine Fairtrade-Plakataktion mit einer lokalen prominenten Persönlichkeit auf faire Geschenke unterm Weihnachtsbaum aufmerksam. Im nächsten Jahr steht erneut die regionale Schulmesse „Global Learning“ an, bei der ein buntes Workshopprogramm für 600 Schülerinnen und Schüler auf die Beine gestellt wird. Für kommendes Jahr hat die Fairtrade Steuerungsgruppe außerdem ein Konzept für einen fairen Lebensweg erarbeitet: hier gibt es von der Geburt bis zum Lebensende viele Stationen, bei denen der Faire Handel bereits mitgedacht wird oder noch mitgedacht werden muss.

Dr. Jürgen Bergmann von Mission EineWelt und ebenfalls Steuerungsgruppenmitglied der ersten Stunde ist zuversichtlich für die nächsten Jahre: „Wir verstehen die erneute Auszeichnung als Motivation und Aufforderung für unser weiterführendes Engagement. Aber unsere Arbeit ist erst getan, wenn der Faire Handel „das neue Normal“ sein wird. Bis dahin gibt es noch viel zu tun.“

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