Kontakt

Baum des Jahres 2022: die Rotbuche

Rotbuche Fagus Sylvatica

Bild vergrößern

Die Rotbuche (Fagus sylvatica) ist in weiten Teilen Europas heimisch. Mit einem Anteil von 16 % ist sie die häufigste Laubbaumart in unseren heimischen Wäldern. Die größten Buchenwälder in Deutschland befinden sich mit einer Fläche von 338.000 Hektar in Bayern. Den Namen verdankt die Rotbuche ihrer leicht rötlichen Färbung des Holzes.

„Die letzten Jahre haben allen Wald-, Stadt- und Parkbäumen stark zugesetzt. Auch der Zustand der Altbuchen ist kritisch“, so Stefan Meier, Präsident der Baum des Jahres Stiftung bei der Ausrufung des Baums des Jahres 2022 im niedersächsischen Bremke. Die Buche befindet sich in Deutschland im absoluten Wuchsoptimum. Sie kann Jahrzehnte im Schatten großer Waldbäume ausharren, bevor sie in Führung geht. „Dass sogar Buchen so unter den letzten Jahren der Trockenheit und Schäden gelitten haben, schockiert mich als Förster“, betonte Meier. Besser sehe es bei den jüngeren Bäumen aus. Laut der Stiftung zeigen erste Untersuchungen an Jungbuchen, dass diese sich möglicherweise an das veränderte Klima anpassen können.

Als sommergrüner Baum kann die Rotbuche eine Wuchshöhen von 30 m bis 50 m erreichen. Die Früchte des Baumes werden Bucheckern genannt. Buchen haben eine besondere Überlebensstrategie: nach einem trockenen und heißen Jahr fällt die Bucheckernernte reichlicher aus. Durch die sogenannten Mastjahre wird sichergestellt, dass mehr Samen gebildet werden als Tiere (wie z.B. Mäuse, Wildschweine und Vögel) fressen können.

Neben Fichten- und Kiefernholz ist das Buchenholz heutzutage eines der meist verwendeten Industriehölzer. Es wird zur Herstellung von Span- und Faserplatten sowie zur Zellstoffherstellung in der Papierindustrie aber auch als Chemiezellstoff für die Produktion von Viskose und Lyocell verwendet.

Auch heute noch können 1.500 Ortsnamen auf die Buche zurückgeführt werden.

Mehr zum Thema

Zurück zum Seitenanfang URL dieser Seite
<http://www.nuernberg.de/internet/baumstiftung/aktuell_75351.html>