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Vom Wehrbau zum Herrensitz

Die drei Schlösser der „Fischpekken“

Das Pellerschloss war eines von 76 Schlössern, die zwischen dem 12. und 18. Jahrhundert auf heutigem Stadtgebiet entstanden. Fischbach war Sitz eines Reichsministerialengeschlechts, eines Zeidelguts und einer der 14 Forsthuben des Lorenzer Reichswalds.

Die sogenannten „Fischpekken“ besaßen 1348 drei Schlösser, von denen eines 1537 an die Patrizierfamilie Harsdorf gelangte. Den zweiten Ansitz erwarb 1535 die Patrizierfamilie Scheurl.

Ein drittes Schloss, bereits im 14. Jahrhundert als "Burgstall" erwähnt, gelangte 1405 in den Besitz der Holzschuher und später anderer Patrizierfamilien. 1687 ging es an die Patrizierfamilie Peller, die ihm den Namen „Pellerschloss“ verlieh.

Vom Wehrbau zum Wasserschloss

Mit seinem fensterlosem, nur mit Schießscharten versehenen steinernen Sockel und den darüber liegenden, weit ausladenden Fachwerk-Obergeschossen zeigt es die älteste Form. Das rein aus Fachwerk gebildete Chörlein war in die Holzkonstruktion von Anfang an eingeplant und ist das einzige dieser Art im Nürnberger Umland.
Der Bau, 1552 zerstört und kurz nach 1557 wiedererrichtet, diente ursprünglich Verteidigungszwecken und war von einem Wassergraben umgeben, der vom Fischbach gespeist wurde. Dieser fließt heute an anderer Stelle durch den kleinen, gepflegten Park des Anwesens.

Gemeinde Fischbach übernimmt das Schloss

Nach dem Erlöschen der Familie Peller im Jahr 1870 und mehrfachem Besitzerwechsel erwarb die Gemeinde Fischbach das Schloss. Mit der Eingemeindung Fischbachs ging das Schloss in den Besitz der Stadt Nürnberg über, die es bis heute verwaltet.

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