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Chronologie des Brexit

23. Juni 2016

Der Tag des Referendums: Knapp 52 Prozent der Briten stimmen für einen Austritt aus der EU.

24. Juni 2016

Einen Tag danach gaben die EU-Spitzenvertreter eine gemeinsame Erklärung ab.

24. Juni 2016

Wenige Stunden nachdem das Brexit-Votum bekannt wurde, bringt Schottlands Regierungschefin Nicola Sturgeon ein neues Unabhängigkeits-Referendum für Schottland ins Gespräch.

In Europa und Asien knicken die Aktienmärkte ein.

Der britische Premierminister David Cameron kündigt seinen Rücktritt für Oktober an.

25. Juni 2016

Der britische EU-Kommissar Jonathan Hill erklärt seinen Rücktritt zum 15. Juli 2016.

27. Juni 2016

Die US-Ratingagentur Standard & Poor's stuft die Bonität des Vereinigten Königreichs von der besten Bewertung «AAA» um zwei Stufen nach unten.

28. Juni 2016

Ein Misstrauensvotum in den eigenen Reihen setzt
Labour-Oppositionschef Jeremy Corbyn unter Druck. Er habe beim Referendum eine schlechte Figur gemacht, meinen viele Abgeordnete.

30. Juni 2016

Der ehemalige Londoner Bürgermeister Boris Johnson, einer der Wortführer der Brexit-Kampagne, will sich überraschend nicht um Camerons Nachfolge bewerben.

2. Juli 2016

In London protestieren Zehntausende gegen den Brexit und fordern, das Votum aufzuheben. Königin Elizabeth II. ruft zu Ruhe und Besonnenheit auf.

4. Juli 2016

Nigel Farage, Vorsitzender der rechtspopulistischen Partei Ukip und neben Johnson wichtigster Brexit-Befürworter, tritt zurück.

ab 5. Juli 2016

Das Auswahlverfahren zur Bestimmung eines neuen Parteivorsitzenden der Konservativen läuft und damit auch die Suche eines neuen Premierministers bzw. einer neuen Premierministerin.

13. Juli 2016

Theresa May, frühere Innenministerin, tritt die Nachfolge von David Cameron an.

20. Juli 2016

Das Vereinigte Königreich wird die EU-Ratspräsidentschaft nicht wie geplant in der zweiten Jahreshälfte 2017 übernehmen.

12. September 2016

Sir Julian King, der (designierte) neue britische EU-Kommissar für die Sicherheitsunion, stellt sich den Fragen des Europäischen Parlaments.

5. Oktober 2016

Laut Premierministerin Theresa May soll die offizielle Austrittserklärung bis spätestens Ende März 2017 eingereicht werden.

3. November 2016

Der High Court in London entscheidet, dass die britische Regierung die Brexit-Verhandlungen nur nach Zustimmung der Abgeordneten starten darf.

17. Januar 2017

Premierministerin Theresa May kündigt in einer Grundsatzrede einen vollständigen Austritt aus dem EU-Binnenmarkt an. Zugleich plädiert sie für ein neues Freihandelsabkommen mit der EU. Oberhaus und Unterhaus sollten über das fertige Austrittsabkommen mit der EU abstimmen, so May.

24. Januar 2017

Der Supreme Court in London urteilt, dass das Parlament bei der Einleitung des Austritts des Vereinigten Königreichs aus der Europäischen Union beteiligt werden muss. Erst wenn die Parlamentarier die Regierung durch ein Gesetz dazu autorisieren, darf die Premierministerin die Brexit-Verhandlungen einleiten.

8. Februar 2017

Das britische Unterhaus stimmt dem Brexit-Gesetz der Regierung zu. Es bevollmächtigt die Premierministerin, die Trennung von der EU gemäß Art. 50 EUV einzureichen.

13. März 2017

Das parlamentarische Verfahren im Vereinigten Königreich ist abgeschlossen. Die Mitglieder des Oberhauses setzen u.a. ihre Forderungen für eine Garantie der Rechte von EU-Ausländern, die im Vereinigten Königreich leben, nicht durch. Das Unterhaus hatte am 13. März 2017 diese Änderungswünsche am Brexit-Gesetz abgelehnt. Die verabschiedete Vorlage sieht auch kein Veto-Recht des Parlaments für das Ergebnis der Austrittsverhandlungen vor.

29. März 2017

Der Ständige Vertreter des Vereinigten Königreichs bei der EU, Tim Barrow, überreicht das von Theresa May unterschriebene offizielle EU-Austrittsgesuch an EU-Ratspräsident Donald Tusk in Brüssel. Somit ist der Startschuss für die Brexit-Verhandlungen mit der EU gegeben.

19. April 2017

Das britische Parlament stimmt dem Antrag von Theresa May auf vorgezogene Neuwahlen am 8. Juni 2017 zu.

8. Juni 2017

Bei den Neuwahlen verlieren die Konservativen um Theresa May ihre absolute Mehrheit im Parlament.

19. Juni 2017

Start der Brexit-Verhandlungen zwischen der EU und dem Vereinigten Königreich.

15. August 2017

Die britische Regierung veröffentlicht eigene Standpunkte zu künftigen Zollvereinbarungen. Für die Brexit-Verhandlungen sind diese Positionierungen wichtige Grundlagen, damit klar wird, welche Vorstellungen die Regierung des Vereinigten Königreiches für die Zeit nach dem EU-Austritt hat.

16. August 2017

Es folgt ein weiteres Positionspapier zu Nordirland und Irland.

8. November 2017

Großbritannien hat das Datum für den Austritt aus der Europäischen Union auf den 29. März 2019 um 23.00 Uhr GMT (00.00 Uhr MEZ) festgelegt. Dieses exakte Austrittsdatum soll in einem Zusatzartikel zum Austrittsgesetz verankert werden.

15. Dezember 2017

Beim EU-Gipfel in Brüssel geben die 27 Staats- und Regierungschefs grünes Licht für die zweite Phase der Brexit-Verhandlungen.

28. Februar 2018

Nach eineinhalbjährigen Verhandlungen wurde ein erster Textentwurf veröffentlicht, der einen geordneten Austritt am 29. März 2019 und eine knapp zweijährige Übergangsfrist bis Ende 2020 vorsieht.

15. November 2018

Nach eineinhalbjährigen Verhandlungen wurde ein erster Textentwurf veröffentlicht, der einen geordneten Austritt am 29. März 2019 und eine knapp zweijährige Übergangsfrist bis Ende 2020 vorsieht.

25. November 2018

Die Staats-und Regierungschefs der Mitgliedstaaten der EU-27 billigen das Abkommen über den Austritt des Vereinigten Königreichs aus der EU und die politische Erklärung zu den künftigen Beziehungen zwischen der EU und dem Vereinigten Königreich.

15. Januar 2019

Mit fast zwei Drittelmehrheit (202 Abgeordnete stimmen für den Deal, 432 dagegen) lehnt das britische Unterhaus das Abkommen über den Austritt des Vereinigten Königreichs aus der EU ab.

12. März 2019

Die Abgeordneten im britischen Unterhaus lehnen das ergänzte Brexit-Abkommen mit der EU erneut ab.

13. März 2019

Das britische Parlament lehnt mit knapper Mehrheit einen Brexit ohne Abkommen mit der EU (den sogenannten „No-Deal“ Brexit) ab.

14. März 2019

Das britische Parlament stimmt für eine Verschiebung des EU-Austritts. Die Abgeordneten votierten mit 412 zu 202 Stimmen für eine Fristverlängerung.

27. März 2019

Das britische Parlament genehmigt die Verschiebung des Brexit-Datums. Damit kann der Austritt zum 29. März nun auch nach nationalem Recht verschoben werden.

10. April 2019

Die EU und Großbritannien einigen sich auf eine Verschiebung bis 31. Oktober 2019. Theresa May strebt allerdings einen Austritt noch bis Ende Mai an.

9. September 2019

Ein Gesetz, das einen Austritt Großbritanniens ohne Deal festschreibt, ist durch die Unterschrift der Queen in Kraft getreten. In diesem sogenannten No-Deal-Brexit-Gesetz wird Premierminister Boris Johnson dazu verpflichtet, den Brexit vom 31. Oktober bis zum 31. Januar 2020 zu vertagen, falls er bis zum 19. Oktober kein Austrittsabkommen mit der EU erreicht.

19. Oktober 2019

as britische Parlament wollte 19. Oktober 2019 über den neuen abgeänderten Brexit-Deal abstimmen, den Premierminister Boris Johnson mit der EU ausgehandelt hatte. Durch einen angenommenen Ergänzungsantrag des Abgeordneten Oliver Letwin wurde die Entscheidung über das Brexit-Abkommen jedoch aufgeschoben.

Premierminister Johnson beantragte - verpflichtet durch das Gesetz - in einem Brief ohne Unterschrift eine Frist-Verlängerung in Brüssel. In einem zweiten unterzeichneten Brief betonte er aber, dass er einen Aufschub ablehnt.

28. Oktober 2019

Die Botschafter der EU27 gaben grünes Licht für einen Aufschub für den Brexit bis 31. Januar 2020. Ein ungeordneter Brexit, der ohne Einigung am 31. Oktober gedroht hätte, ist damit zunächst abgewendet.

Der Entwurf sieht vor, dass der Austritt auch jeweils zum Monatsersten der vorangehenden Monate erfolgen kann, falls das Austrittsabkommen vorher ratifiziert wird. Eine Neuverhandlung des Austrittsabkommens in diesem Zeitraum wird durch den Beschlussentwurf jedoch ausgeschlossen.

29. Oktober 2019

Das britische Unterhaus beschloss auf Antrag von Boris Johnson Neuwahlen. Diese sollen am 12. Dezember 2019 stattfinden. Bis nach der Wahl finden im britischen Parlament keine weiteren Beratungen zum Thema Brexit statt.

9. Januar 2020

Das britische Unterhaus stimmt drei Wochen vor dem geplanten EU-Austritt abschließend für das Brexit-Gesetz von Premierminister Boris Johnson.

Das Gesetzt muss jetzt noch durch das britische Oberhaus und dem Europaparlament ratifiziert werden, um die Voraussetzung für einen geordneten Austritt Großbritanniens aus der Europäischen Union am 31. Januar 2020 zu schaffen.

22. Januar 2020

Das britische Parlament verabschiedet das Ratifizierungsgesetz für das Brexit-Abkommen. Als Formsache gilt die noch ausstehende Billigung von Queen Elizabeth II. Das Europaparlament will am 29. Januar 2020 dem Vertrag abschließend zustimmen. Zwei Tage später, am 31. Januar 2020, will Großbritannien um 24.00 Uhr die Europäische Union verlassen.

Abgelehnt wurden vom britischen Parlament Anträge für ein automatisches Bleiberecht von EU-Bürgerinnen und -Bürgern für die Zeit nach dem Brexit sowie ein Recht auf Nachzug für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge nach Großbritannien.

23. Januar 2020

Das Brexit-Abkommen hat in Großbritannien die letzte formale Hürde genommen. Queen Elizabeth II unterschreibt das Ratifizierungsgesetz.

24. Januar 2020

Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen und EU-Ratspräsident Charles Michel unterzeichnen das Austrittsabkommen.

29. Januar 2020

Das EU-Parlament ratifiziert den Brexit-Vertrag. Somit kann Großbritannien nach mehr als 47 Jahren Mitgliedschaft am 31. Januar 2020 die Europäische Union verlassen.

1. Februar 2020

Das Vereinigte Königreich ist um 0:00 Uhr (MEZ) aus der Europäischen Union ausgetreten.

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