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Bürgerreise nach Nizza 2018

Bürgerreise nach Nizza

Nürnberger Bürgerinnen und Bürger beim Empfang im Opernhaus

50 Nürnberger Bürgerinnen und Bürger reisten in diesem Jahr in die Partnerstadt Nizza an der Côte d’Azur. Seit 64 Jahren sind die beiden Städte miteinander verbunden. Seither gab es zahlreiche Austauschaktivitäten in nahezu allen Bereichen.

Die Bürger reisten von Lyon aus über die Provence nach Nizza und konnten dort viele Einblicke in das Leben der Menschen gewinnen. In Nizza wurden die Bürger im Festsaal der Opéra de Nice herzlich von Stadträtin Dr. Christiane Amiel in Vertretung des Oberbürgermeisters empfangen. Danach gab es eine Führung durch das wunderschöne Opernhaus im alten Stil. Ein Austausch der Ensembles beispielsweise im Bereich Ballett wäre für beide Seiten höchst interessant.

In Nizza stand der Aufenthalt ganz im Zeichen des Klimaschutzes. Umweltreferent Dr. Peter Pluschke hielt im Centre Culturel Franco-Allemand einen Vortrag zum Thema „protection du climat“. Während in Deutschland die Energiegewinnung aus erneuerbaren Quellen weit fortgeschritten ist, gibt es in Frankreich noch Nachholbedarf, zum Beispiel beim Aufbau von Sonnenkollektoren. Voraussichtlich im Herbst 2018 wird das erste Klimaschutzprojekt, gefördert von der deutsch-französischen Institution Tandem, beginnen. Auf den Dächern der Don Bosco Schule in Nizza und der Veit-Stoß-Realschule in Nürnberg werden Photovoltaikanlagen aufgebaut. Schüler sollen die Ertragswerte ablesen, auf einer Internetplattform eingeben und mit ihren Kollegen im jeweils anderen Land vergleichen und diskutieren. Ein weiteres Thema war das „velo bleu“, sprich Leihfahrräder. Dieses System funktioniert in Nizza super, in Nürnberg wird im Sommer ein neuer Versuch gestartet.

Beim Besuch in Nizza wurden auch neue Projekte angeregt: Das Centre Culturel Franco-Allemand wünscht sich die Finanzierung einer Personalstelle, um das Zentrum nicht mehr nur ehrenamtlich zu organisieren. Darüber hinaus wäre in Nizza ein ähnlich aktiver Freundeskreis wie in Nürnberg sehr wünschenswert. Im neuen Musée de la Photographie könnte ein Ausstellung präsentiert werden. Die Lehrerin Isabelle Sieurin hat das Leben von Eva Freud, der Enkelin von Sigmund Freud, recherchiert und in dem Buch „Qui a tué Eva Freud?“ zusammengefasst. Denkbar wäre, dass die Autorin für eine Lesung oder ein Projekt mit Schülern nach Nürnberg kommt.

Ein besonderer Dank geht an das TUI Reisebüro am Stresemannplatz für die gute Organisation.

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