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geb.goes.on

Kinder- und Jugendhaus z.punkt Quartiersbezogene Jugendarbeit in Gebersdorf

GEB GOES ON! Junge Menschen planen ihren Stadtteil

Das Warum Gebersdorf ist aus Kinder- und jugendlicher Sicht ein kaum attraktiver Stadtteil. Es gibt ihrer Ansicht nach zu wenig Orte und Räume, wo sie sich gerne aufhalten würden. Durch alters- und methodengerechten Einbezug in Planungsprozesse, das anschauliche Konkretisieren von Kinder- und Jugendwünschen sowie deren Präsentation in jugendgerechter Art machen das Projekt attraktiv, nachvollziehbar und förderwürdig.

Das Projekt setzt Impulse für ein Gemeinwesen für alle Generationen und hat die Idee, ein Bewusstsein für einen jugendgerechten Stadtteil zu schaffen. Im Rahmen des Projektes werden fach-, struktur- und kommunalpolitische Strategien zur Realisierung von Jugendinteressen geschaffen. Dieses modellhafte Vorgehen kann von überörtlichem Interesse sein.

Das Projekt beteiligt Jugendliche und junge Erwachsene alters- und zielgruppengerecht. Von der Methode MINECRAFT geht eine hohe Attraktivität aus, in welche junge Menschen ihr Expert*innenwissen einsetzen, medial anschaulich und nachvollziehbar darstellen und kreativ sein können. Sie entwickeln ein realistisches Bild auf ihr Lebensumfeld und dessen gestaltbare Möglichkeiten und Potentiale. Sie setzen sich mit kommunalen, baulichen, kreativen Veränderungsmöglichkeiten auseinander und entwickeln sich weiter. Sie erleben Selbstwirksamkeit, denn ihre Arbeit stößt auf Anerkennung.

Der Gesamtkontext Das Projekt "Geb.Goes.On!" - Kinder und Jugendliche entwickeln ihre Stadt - am Beispiel Gebersdorf ist auf 5 Jahre angelegt. 2013/14 war Beginn der ersten Projektphase, gekennzeichnet von der Projektplanung, der Information aller relevanten Gremien im Stadtteil Nürnberg-Gebersdorf und der Planung der Beteiligungsmöglichkeiten der unterschiedlichen Ziel- und Altersgruppen.

Der „Projektteil Kita-Kinder“ startete im Herbst 2014 mit der Zielgruppe der Vorschulkinder in den Gebersdorfer Kindergärten. Als Stadtteilentwickler und Stadtteilentwicklerinnen ging es zunächst um die Wahrnehmung und Orientierung im Stadtteil aus Kindersicht, Visualisierung der Wünsche und Übersetzung für die Adressaten Bürgerverein, Grundschule, SÖR, Stadtteilbevölkerung, Verkehrsüberwachung sowie deren Rückmeldung.

Weiter ging es 2015 mit dem „Projektteil Grundschul-Kinder“. Hier geschah Folgendes: Stadtteilbegehungen, Zukunftswerkstätten, Visualisierung der Kinderwünsche auf großformatigen Werbeflächen im Stadtteil, Themenübergabe an Patinnen und Paten zur Unterstützung bei der Realisierung der Kinderwünsche. Als Beispiele gelungener Umsetzung zählen „Kehrd wärd“ mit allen Stadtteilinstitutionen zum Wunsch des sauberen Stadtteils, Schaffung von Bespielungsmöglichkeiten der Uferlandschaft der Rednitz, Unterstützungsaktionen für unbegleitete minderjährige Geflüchtete, Überwachung des Tempolimits, Klärung ökologischer Fragen, Spielplatzfragen.
2016/17 lag der Projektschwerpunkt auf der Zielgruppe „junge Jugendliche“. Die Umsetzungsidee, war – neben einer Befragung an der Sprengel-Mittelschule, dass Jugendliche ihren Stadtteil mit Hilfe der Methode Minecraft visualisieren und ihre Wünsche für den Stadtteil darin implementieren.

PROJEKT Jugendliche, Teil 1 - „Die Gegenwart“

Minecraft: Jugendliche bauen ihre Stadt Gebaut wird mit Hilfe von Playstation, Beamer und dem PC-Spiel Minecraft. Im sogenannten Kreativmodus werden Häuser, Straßen, und Plätze des Stadtteils maßstabsgetreu nachgebildet. Hierfür gibt es Aktionstage, Minecraft-Übernachtungen und reservierte Projekt-Spielstunden an der Playstation im Kinder- und Jugendhaus.

PROJEKT Jugendliche & junge Erwachsene, Teil 2 „Die Zukunft“

Im nächsten Schritt entwickeln Jugendliche, aufbauend auf dem bestehenden dreidimensionalen Stadtteil, Ideen und Wünsche für Veränderungen im Quartier, die in die bestehende Minecraft-Plattform eingefügt werden. Die Vorhaben können baulicher, ökologischer, künstlerische, gestalterischer… Art sein. Dies soll dann wiederum Stadtteilvertreterinnen sowie Entscheider*innen aus Politik, Verwaltung und Öffentlichkeit präsentiert werden. Ein virtueller Rundgang durch den Stadtteil – wie er ist. Und wie er aus jugendlicher Sicht sein könnte.

Jugendliche formulieren ihre Utopien und setzen diese dreidimensional im Minecraft-Modell ihres Stadtteils um. Es entsteht der Stadtteil, so wie Sie ihn sich wünschen! Gleichzeitig ist ein Realbezug vorhanden, denn für Ideen braucht man bspw. Flächen – d.h. es könne auch nur machbare Ideen realisiert /eingebaut werden. Hierfür wird in Zwischenschritten immer wieder die Meinung von Fachleuten aus Planung und Verwaltung notwendig sein

Als Ergebnis entsteht die Möglichkeit von virtuellen Rundgängen durch den Stadtteil – so wie er tatsächlich ist – und so, wie er aus jugendlicher Sicht sein sollte. In einem jugendgerechten Medium, idealerweise, digital verfügbar und präsentierbar. So kann das Projekt relevanten Verantwortlichen aus Politik, Verwaltung und Öffentlichkeit eindrucksvoll dargestellt werden.

Rahmenbedingungen

Das Kinder- und Jugendhaus z.punkt wurde und wird seit diesem Projekt verstärkt als Koordinatorin und Vertreterin von Kinder- und Jugendinteressen alle Altersstufen im Stadtteil und darüber hinaus wahr- und ernst genommen. Die Mitarbeiter*innen sind Ansprechpartner*innen und begleiten angestoßene Prozesse ämterübergreifend. Hierfür notwendig ist die Bereitschaft zur engen Kooperation mit anderen Kinder- und
Jugendinstitutionen, das Arbeiten mit Kinder und Jugendlichen in fremden Räumen sowie eine gute Portion Beharrlichkeit und Durchhaltevermögen.

Nicht zu unterschätzen ist dabei der Wert, aber auch der Aufwand für kontinuierliche Presse- und Öffentlichkeitsarbeit. Die personalintensive und technisch notwendige Betreuung des Projektes ist neben dem Betrieb des Offenen Treffs nicht kontinuierlich leistbar.

Der Eigenanteil des Kinder- und Jugendhauses am Projekt wird über das hauptamtliche Personal erbracht, über die Erzieher*innen und die Sozialpädagogin, die das Projekt koordinieren und begleiten. Außerdem werden weitere Sachmittel für Verpflegung eingebracht, die IT-Ausstattung wird zur Verfügung gestellt in Form von PCs und weiterer erforderlicher Medienausstattung. Eine engagierte Öffentlichkeitsarbeit informiert im Stadtteil, Nürnberg weit und regional über das Projekt.

Das Projekt wurde gefördert von:

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