Kontakt

Entwicklung der Zusammenarbeit von Jugendhilfe und Schule in Nürnberg

Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene bei der Entwicklung zur eigenverantwortlichen und gemeinschaftsfähigen Persönlichkeit zu begleiten und zu unterstützen, ihnen Bildungschancen und berufliche Perspektiven zu eröffnen und ihren Eltern hilfreiche Partner bei der Erziehung zu sein, ist gemeinsame Aufgabe der Schule und der Jugendhilfe.

Die intensive Zusammenarbeit von Jugendhilfe und Schule am Ort Schule besteht in Nürnberg seit dem Schuljahr 1975/76, als an der damaligen kommunalen Gesamtschule Nürnberg-Langwasser (jetzt Bertolt-Brecht-Schule) vom städtischen Schul- und Kulturreferat „Schulsozialpädagogik“ eingeführt wurde. Später kamen die Standorte in Berufsschulen im Berufsbildungszentrum dazu. 1997 wurde Schulsozialpädagogik auf Hauptschulen, Realschulen und Gymnasien im ganzen Stadtgebiet ausgedehnt.

2002 hat der Bayerische Ministerrat das Regelförderprogramm zur „Jugendsozialarbeit an Schulen“ (JaS) - in Verantwortung des Sozialministeriums – als Leistung der Jugendhilfe auf der Grundlage des § 13 SGB VIII beschlossen. Das Förderprogramm richtete sich schwerpunktmäßig an Hauptschulen. Weiterhin konnten Maßnahmen der Jugendsozialarbeit an Förderschulen (Hauptschulstufe) sowie an Berufsschulen gefördert werden. Das Nürnberger Amt für Kinder, Jugendliche und Familien begann im gleichen Zeitraum mit der Installierung von geförderten JaS-Stellen zunächst an Hauptschulen, später auch an Förderzentren und Berufsschulen.

2009 wurden „Jugendsozialarbeit an Schulen“ und der davor dem Schulreferat angegliederte „Schulsozialpädagogische Dienst“ in einer neuen Abteilung "Jugendsozialarbeit an Schulen" im Jugendamt zusammengefasst.

Mit Beginn des Schuljahres 2009/2010 trat die vom Schul- und Jugendhilfeausschuss des Nürnberger Stadtrats im Juni 2009 beschlossene Konzeption der Jugendsozialarbeit an Schulen für Nürnberg in Kraft. Daraus abgeleitet und auf Basis von Bedarfsplänen je Schulart liegt ein zwischen dem Referat für Jugend, Familie und Soziales und dem Geschäftsbereich Schule und Sport abgestimmter Bedarfs- und Ausbauplan vor. Dieser sowie die um schulartbezogene JaS-Konzepte ergänzte Rahmenkonzeption wurden mit Beschluss im Schul- und Jugendhilfeausschuss im November 2014 fortgeschrieben.

JaS arbeitet in Nürnberg inzwischen mit 92 sozialpädagogischen Fachkräften an 79 Schulstandorten. Zuletzt wurde die Abteilung mit Beginn des Schuljahres 2017/18 um neue Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an den Schulen verstärkt, die in besonderem Maß von Flüchtlingen und Zugewanderten besucht werden.

Insgesamt kommen die JaS-Fachkräfte an folgenden Schularten zum Einsatz (Stand: 09/2018, Anzahl der Schulen in Klammern):

  • Mittelschule (23, komplette Abdeckung)
  • Grundschule (29)
  • Förderschule (11)
  • Berufsschule (13)
  • Realschule (6)
  • Gymnasium (1)

Etwa dreiviertel der Stellen sind vom Bayerischen Staatsministerium für Familie, Arbeit und Soziales gefördert.

Die Abteilung JaS-Nürnberg untergliedert sich in vier Organisationseinheiten mit je einer Regionalleitung - drei Sozialregionen und eine Gruppe für JaS an Beruflichen Schulen. Ebenfalls zugeordnet ist eine Koordinierungsstelle Jugendsozialarbeit/Jugendberufshilfe.

Zurück zum Seitenanfang URL dieser Seite:
<http://www.nuernberg.de/internet/jugendsozialarbeit/geschichte.html>