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Derzeit befindet sich hier die Online-Ausstellung "Sugar babes… Botox, Neues aus Lummerland" von Uwe Gerhardt. Die Ausstellung wird bis zum 15.09.2021 hier sichtbar sein.

Sugar babes… Botox, Neues aus Lummerland

Werke von Uwe Gerhardt in Öl, Acryl oder Bleistift

Impressionen der Ausstellung

Vorab ein paar vom Künstler selbst stammende erklärende Worte zum nicht alltäglichen und manche*n verwundernden Titel der Ausstellung.
Zunächst einmal sind da die „Sugar babes“.
Sugar babes sind Zuckermiezen, wie sie oft in Zeitschriften auf Fotos, an Plakatsäulen oder auf Seiten im Internet etc. meist zu Werbezwecken abgebildet sind.
Zurechtgestylt nicht zuletzt anhand des Nervengiftes „Botox“ in Lippen, Stirn oder sonstwohin, das nicht selten von den nicht im Ausstellungstitel vorkommenden so genannten „sugar daddies“, also den Vätern der sugar babes finanziert wurde.
Heute werden sogar künstliche Frauen oder Sugar babes, also Roboterfrauen geschaffen, die vollgestopft oder bestehend aus Technik, aber einem natürlichen, zuweilen hübschen Gesicht, unsere Fragen beantworten und -das Internet macht`s möglich- mit uns sogar kommunizieren.

Nachdem die Verbindung zwischen Sugar babes und Botox hoffentlich klarer geworden ist, nun zu "Neues aus Lummerland", einem Begriff aus dem Kinderbuch "Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer". Das Buch, das allen Älteren unter uns ein Begriff ist, steht für eine noch analoge Zeit, die für die gute alte Zeit oder Welt stehen soll. Aber war die frühere Welt tatsächlich so gut, sind das nicht Mythengeschichten?
Auf jeden Fall holt der Buchtitel zumindest ein Kontrastprogramm zur künstlich geschaffenen Schein- und Seinswelt vor Augen.

Diese Auseinandersetzung bildet den Spannungsbogen der appropriations 2, der Werke Uwe Gerhardts.
Appropriation Art beschäftigt sich u.a. mit bestehenden Kunstwerken oder Werbefotografien, die der Künstler sich zu eigen macht und in seiner ganz eigenen Art bearbeitet. Hierbei kommt auch seine ganz spezielle von ihm erfundene künstlerische Technik des „De-Painting“ zum Zuge. Sie entstand durch die Botschaften der Werbefotografie, die er als Hohn auf die eigene Lage empfand und so bearbeitet er Fotografien aus hochwertigen Modezeitschriften mit Sandpapier, so dass die Farbe durchscheinend wird. Dann werden Binnenlinien oder Konturen nachgezeichnet und es entsteht ein neues Werk, das jedes Mal einzigartig und wie ungewollt „schön“ ist.

Die Ausstellung präsentieren wir Ihnen möglichst nah daran, wie sie in den Räumen des Kulturladens Ziegelstein tatsächlich wirkt: mit Gruppen von Werken, der umgebenden Wandstruktur, den Hängeseilen, den Schatten, Lichtreflexen und Spiegelungen.

Ausstellung Sugar Babes...Botox, Neues aus Lummerland Uwe Gerhardt

Zu Uwe Gerhardt

• geboren in Nürnberg (hat schon überall gewohnt, hasst es und hält es woanders nicht aus)
• sein künstlerisches Schaffen begann mit dem Leistungskurs Kunst am Scharrer Gymnasium
• Gasthörer und Kunststudium an der Akademie der bildenden Künste in Nürnberg 2015 bis 2020 (Klasse Eva von Platen 2015/2016)
• Abschlüsse in Soziologie, Pädagogik und Sozialpädgogik an der Fernuniversität Hagen
• Psychologiestudium und Abschluss an Uni Erlangen

Künstlergemeinschaften

Der Künstler schätzt es, sich mit anderen Künstlern zusammenzuschließen, er war u.a. beteiligt an der Gründung der ANA (Autonome Nürnberger Akademie) mit Bernd de Payrebrune, Rita Kriege u.a., GoHo und Zusammenschluss in AG 303 mit Daniela Jüttner.

Publikationen:

Sieben Bücher im Eigenverlag
Uwe Gerhardt „Brennende Sofas“

Ausstellungen

1990 Nachbarschaftshaus Gostenhof
1990 Kulturladen Nord Nürnberg
1993 Kulturladen Eibach
1995 Komm AG 303
1998 Kulturdach
1998 Kunsthaus Nürnberg
1999 Palmengarten, ANA
1999 Atelierhaus FürtherStr
1999 Kongress-Saal Rottach-Egern
2001 K4 Nürnberg
2002 K4Nürnberg
2002 Galerie Atelier Eins
2002 2. DoKUHmenta Nürnberg
2007 Atelier Eins
2016 KunstRaum Weißenohe

Abschließend noch ein paar Zitate des Künstlers

„Kunst in dieser bleiernen Zeit ist Unterstützung in der Not“

„Wo sind die Künstler, wenn man sie braucht? Das Nachdenken über die Eigenwirksamkeit …Sie haben sich ruhigstellen lassen; sie müssten mehr in Erscheinung treten und zusammenarbeiten.“

„Die neue (Corona)-Zeit erfordert neue unbequeme Wege, Hilfe bei neuen Techniken, was aber Aufwand bedeutet. Corona ist zu kurz, als dass die Künstler wirksam werden könnten“

„Es gibt ein Unbehagen in die Kultur als Ablenkungsindustrie“ (nach der Beschäftigung mit Adorno)

„Ich bin beeinflusst von Freud, Reich und den Demokratiemodellen von Beuys“

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