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Preisträgerin Kasha J. Nabagesera in großer Sorge "Es beginnt wieder von vorne"

2014 hatte sich die ohnehin schwierige Situation von LSBTI in Uganda dramatisch verschärft. Aktivistinnen und Aktivisten berichteten von großer Angst in der Community, von Hass und Verfolgung auf den Straßen und im Privatbereich. LSBTI wurden verstärkt Opfer homophober Übergriffe wie Gewalt und Erpressung. Auch die Medien beteiligten sich an einer anhaltenden Welle von Schmähungen und Diffamierungen von Lesben, Schwulen, Bi-, Trans- und Intersexuellen. Im Vorfeld der Gesetzesunterzeichnung brachte die Regierung immer wieder widersprüchliche Botschaften heraus, um die Vorlage zu unterstützen.
Das „Anti-Gay-Law“ wurde im Sommer 2014 vom Obersten Gerichtshof in Uganda wegen Verfahrensfehlern ausgesetzt.

Nun, fünf Jahre später, berichten Aktivistinnen und Aktivisten von ähnlichen Aussagen und Vorgehensweisen.

Der Regierungssprecher bestreitet die Pläne zur Wiedereinführung eines Gesetzes, dass die Todesstrafe bzw. lebenslange Haftstrafen für Homosexuelle vorsieht. Gleichzeitig wurde bekannt, dass Abgeordnete und Ministeriumsmitarbeiter an einer Neuformulierung eines Gesetzes arbeiten. Auch die Medien berichteten darüber.
Weiter versuche die ugandische Regierung LSBTI und ihre Community in Verbindung mit einer terroristischen Gruppe namens "Red Movement" (Rote Bewegung) zu bringen. Das Ziel dabei sei, wie 2014, Stimmung gegen LSBTI zu erzeugen und die Bevölkerung auf das neue Gesetz einzustimmen.

Kasha J. Nabagesera und weitere Aktivistinnen und Aktivisten formulierten einen Forderungskatalog, der unter anderem weltweit Staaten auffordert auf die ugandische Regierung zuzugehen um jegliche Gesetzgebungsbemühungen gegen geschlechtsspezifische Minderheiten einzustellen.

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